»Kommst du mit zu Hertha?« – »Heiß ich vielleicht Bertha?«, texte ich zurück und muss an eine meiner Großmütter denken. »Die haben doch schon gestern in Braunschweig gespielt, auch noch gewonnen.«
In der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals trifft zusammen, was nicht zusammengehört – zumindest bezüglich Klasse und Niveau. Hier wird sie immer noch versprochen, die große Erzählung. Davon, wie der offensichtlich weit Unterlegene den großen Favoriten alt aussehen lässt.
Hurra, schrie so mancher Fußballfan in sich hinein, der nach dem deutschen Debakel bei der WM in den USA endlich wieder seine Heimmannschaft spielen sehen wollte. Die Regionalligen machten den Anfang. Ehrlicher Fußball zu erschwinglichen Preisen.
Die inzwischen ausgewachsenen Löwenbabys haben sich was vorgenommen. 3:0. 7:1, prophezeie ich an unserem kleinen runden Tisch, die zwei älteren Fußballgenossen lächeln in sich hinein.
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Meine letzten Unterklassen endeten mit der rauschenden Aufstiegsfeier (zweite Liga) von Energie Cottbus. Eine Woche später war besagter Rausch noch nicht verflogen, allerdings stand ein Finale im Landespokal an.
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Schwache Nerven waren am letzten Spieltag der dritten Liga nicht gefragt. Vor allem nicht bei den drei um den Aufstieg spielenden Kandidaten – nach absteigendem Tabellenplatz: Cottbus, Duisburg und Essen.
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Das Bezahlfernsehen hat auch vor der dritten Liga nicht haltgemacht, die meisten Spiele sind nur noch gegen Cash (Verzeihung: Karte) bei Rosarot-TV zu sehen.
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Für Verfolger Rot-Weiss Essen war es Mitte der englischen Woche zu einem schlimmen Vorfall gekommen. Ein detonierter Böller aus dem Waldhof-Block verletzte RWE-Keeper Felix Wienand schwer.
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Der Sonntag schenkte uns einen echten Ostklassiker ein. Nein, kein Rotkäppchen, Aue gegen Cottbus, live im öffentlich-rechtlichen TV. Eleganz war von dieser Partie nicht zu erwarten.