Der Mensch geht uns erst mal nicht flöten, dafür nur sein Geist? Der ideale Leser, ein schluchzendes Bündel vor der Streamingkamera? So böse wollen wir einmal nicht sein, man begnügt sich ja mit wenig.
Es ist paradox: Während weniger Bücher gelesen und vor allem weniger verkauft werden, steigt das Interesse am »Erlebnis« Buchmesse, am direkten Kontakt. »Die Rezeption ist heute eine andere«, sagt Buchmessendirektor Juergen Boos: »Wir sehen eine Entwicklung vom Leser zum Fan.«
Es ist wieder soweit: Am Samstag wurde in München das Oktoberfest eröffnet, das schönste oder zumindest größte Massenbesäufnis auf Gottes grüner Erde. Nicht so schön: die Bierpreisentwicklung. 400 Prozent Inflation seit 1985, das muss man erst mal schlucken.
Ein Latin Lover im Silberland, so distinguiert wie der Chipping Sodbury Golf Club, und der Sage nach der erste Mensch in Wolfenbüttel mit einem Walkman: Der Sportkorrespondent und Fußballpoet André Dahlmeyer wird am 16. August 60 Jahre alt.
Die Vorstellung, es gäbe einen ausgeprägten »linken« Antisemitismus, ist im deutschen politischen Diskurs ziemlich präsent. Warum ist dieser Vorwurf so weit verbreitet? Ein Gespräch mit dem Historiker Gerhard Hanloser.
War es der eine Schritt zu weit für Gianni Infantino? Der im Weltfußball gerade noch allmächtig wirkende FIFA-Präsident ist mit seinem nächsten Investorenmodell furios gescheitert. Nun bläst die Europäische Fußballunion UEFA zu seinem Sturz.
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Danger Dan singt über praktischen Antifaschismus und hat eine Überraschung dabei, die keine ist. Wer mit begriffs-, also hilflosem Antifaschismus die Selbstabschaffung der liberalen Demokratie aufhalten möchte, gehört mit Recht in die »Anstalt«.
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Kulturstaatsminister Wolfram Weimer barmt mal wieder. Er befürchte eine Abkehr von den Werten der Aufklärung, bekannte er anlässlich der Jahrestagung des Ordens Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste am Sonnabend.
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Auf der Leipziger Buchmesse wuselt sich Wolfram Weimer so durch, stirbt die Literatur und wird von Dietmar Dath wiederbelebt, gelesen wird auch noch.
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Die Stimme ist etwas brüchig, aber Profi bleibt Profi. Abwiegeln kann Kulturstaatsminister Wolfram Weimer und tat dies bei der feierlichen Eröffnung der Leipziger Buchmesse im Gewandhaus routiniert.
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Blicken wir wieder einmal in den frühen Habermas. Nicht den ganz frühen, als der mit Heidegger rang, sondern den, der den Marx durchgeackert hatte und von Abendroth lernte.