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Seit die industrielle Produktion vor allem nach China ausgelagert wurde, wälzt sich die westliche Wirtschaft nach allen Regeln des Finanzkapitals von Blase zu Blase. Derzeit wird das Geschäft um die künstliche Intelligenz zu Rekordgröße aufgebläht.
Bei dem Zugriff der Staaten auf die Daten ihrer Bürger handelt es sich nicht einfach um eine weitere Ausdehnung bürokratischer Macht. Es geht um einen grundlegenden Umbau der zerfallenden Europäischen Union.
Transhumanismus und effektiver Altruismus nehmen unter den Glaubensrichtungen der Techoligarchen die ersten Plätze ein. Unter den Reichen und Guten unserer Zeit treffen solche Glaubenssätze auf große Gegenliebe. Sie bestätigen ihr Selbstbild und ihre Weltsicht.
Im Chinesischen meint »flach liegen« etwas Anderes als auf deutsch. In der Volksrepublik meint es ein ganz freiwilliges und durchaus selbstzufriedenes Nichtstun. Der Begriff kam während der Corona-Sperren auf, und rasch wurde daraus eine Bewegung mit viel Zulauf.
Das »Framing« der neudeutsch »PR« genannten Propaganda ist schon in den ersten Kriegstagen auf Vorschulniveau gekippt. Das Märchen ist so simpel wie nur möglich gestrickt und wird für unterschiedliche Zielgruppen auf allen Kanälen variiert.
Popularisiert wurde die Denkfigur des sich selbst erzeugenden Technodemiurgen 2005 von Ray Kurzweil, aber in den Diskussionen geisterte sie herum, seit die ersten Computer zum Einsatz kamen.
Space X geht an die Börse. Ein reines Phantasieprodukt wird für Milliarden verkauft. Die Profite fallen beim Hoffnungsproduzenten Elon Musk an. Damit wird er rechtzeitig vor dem Platzen der KI-Blase abkassieren.
Im Krieg gibt es drei Arten von Informationen: die der einen Seite, die der anderen und zwischen den Fronten eine Grauzone. Die einseitigen sind zuverlässig gefärbt bis rundheraus falsch. Als zutreffend kann nur gelten, was von beiden Seiten bestätigt wird.
Alle Verabredungen sind nichtig, wenn die Gier neue Beute findet. Stabilität herrscht nur, wenn es vorübergehend gelingt, die Gewinne unter Monopolen aufzuteilen. Aber selbst diese Monopole wollen weiterwachsen.
Die Wähler leiden unter Politikverdrossenheit, heißt es immer wieder. Dabei liegt die Wurzel des Verdrusses im Entzug des Politischen. Die Verdrossenheit geht nicht vom Volk aus, sondern von der Politik selbst.
»Medien bestimmen unsere Lage«, schrieb Friedrich A. Kittler. Das dehnt sich heute auf die gesamte Feld des Handelns aus. Denn wer die Macht hat, die Lage zu bestimmen, hat auch die Macht zu regieren.