Die Serie »Künstler-Comic-Biografien« ist bei aller Vielfalt sehr einheitlich gestaltet und erstaunlich gut recherchiert. Will Blöss bezieht sein Wissen noch aus Holzmedien, also internationaler Fachliteratur. Seine Frau Beatriz López-Caparrós koloriert und gestaltet.
Worte und Taten haben Konsequenzen. Diese Einsicht drückt sich auch im Spruch von der Zahncreme oder -pasta aus, die man nicht wieder zurück in die Tube bekommt. Oder im Kind, das in den Brunnen gefallen ist.
Was wir sähen / Wenn wir nicht so / Auf Schirme schauten // Menschen auf dem Hamsterband / Im Einklang mit Maschinenlauten / Oder im Müll nach 8 Cent Pfand / Oder betäubt im Dixieklo / Nach ihrem Handy fischen.
Eines der ersten Wörter, die die Deutschlernerin erwirbt, ist bekanntlich »Scheiße«. Tatsächlich ist längst »Fuck« der Deutschen Lieblingsfluch und hat als solcher auch die etwas schwächeren Ausrufe »Mist«, »Mensch« und »Verdammt« verdrängt.
Meikel Mathias’ Erstling über fragile, immerhin nicht von vorne herein »toxische« Männlichkeit ist anregend zu lesen. Es geht um Körperkult, Ratgeber für zukünftige Millionäre und bislang erfolglose Liebhaber, Macht, Memes und Manfluencer.
Hanco Kolk muss nicht bescheiden sein, ist er aber: »Obwohl sein Ansatz und seine Techniken ein breites Spektrum an Genres abdecken, ist die Handschrift von Kolk stets erkennbar.«
Dieses Jahr saß noch keine Kröte auf der Kellertreppe. Kröten sind graubraun, dick, stumm und behäbig, also leicht von den grünen, schlanken, krakeelenden und sprungfreudigen Fröschen zu unterscheiden.
Ein sonderbares Buch. Die »normalen« Menschen haben Ohren von Katzen oder Hasen, Schnäbel, Hörner oder auch schon mal ein Geweih, das Gesicht der Protagonistin Edith Feder aber ist kaum definierbar.
Deutsche Kinder wachsen mit Pizza und Bolo auf, können mehr Pasta- als Kohlsorten unterscheiden. Auch wenn wir den erwachsenen Schatz fragen, was sollen wir essen, ist die Antwort meistens »italienisch«.
Hervé Bourhis’ Comic über Paul McCartneys Krise und Auferstehung: »Paul« erzählt in der ersten Person, und doch kommen die bekannten Anklagen gegen ihn – Kontrollfreak, Raffke, Egomane, Zerstörer der Beatles – alle auf den Tisch.
Sie kommen immer zur gleichen Zeit. Nach Plinius dem Älteren – es ist immer der Ältere – sind sie Orakeltiere: Wenn sie kommen, ist die Gerste reif, und die Hirse muss gesät werden. Woher wissen die Tiere, welches Datum wir haben?
In den Comicecken besserer Buchhandlungen – schlechte haben keine – liegen zur Zeit vier mehr oder weniger biographische Neuerscheinungen, die sich rasch weglesen, aber lange nachhallen.