Über den Kapitalismus reden ist wie das Gespräch übers Wetter. Man spricht über etwas, das einem selbstverständlich erscheint, meist Unbehagen bereitet, zunehmend lebensfeindlicher ist, aber eben auch unabänderlich.
Oswalth Kerzenrauch, der titelgebende »Gräber«, lebt auf einer unwirtlichen Erde. Die Menschheit krepiert – nur er nicht, ist er doch seit 1942 da und nicht in der Lage zu sterben.
Auch Bernard Hoffmeister hat, wenn auch nicht Literarisches Schreiben, nebst in Düsseldorf auch in Hildesheim studiert. Heute doziert er an der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität und schreibt unter anderem dem ARD-Format »Gefragt – gejagt« Kniffliges.
Ruth Herzbergs neuer Roman »Frequenzen« nimmt das Vertraute als Schöpfungsgeschichte des Unbehaglichen. Adam und Eva lernen darin einander kennen – und führen sich auf wie die ersten Menschen.
Der kindlich-naive Blick auf die USA war der auf einen flächenstaatsgroßen Freizeitpark. Selbst das Düsen durch die Wüste erschien dank Route 66 wie ein großes Abenteuer mit Zuckerzeug auf dem Armaturenbrett und im Becherhalter.
Der FC Barcelona gewinnt zum 13. Mal die Champions League im Herrenhandball. Für die Füchse ist es damit die zweite Finalniederlage in Folge, auch wenn mit dem Halbfinalsieg über Magdeburg tags zuvor die Revanche geglückt war.
Am selben Tag, als die autoritätshörige Hufeisennase Nicholas Potter ihren Wechsel von der Taz zu Springer verkündete, brachten Die Toten Hosen das Abschiedsalbum raus, das von ihnen zu erwarten war.
An ihren Worten sollst du sie messen: »Ich hasse es zu reisen. Das hat mit nichts Bestimmtem zu tun, vielleicht liegt es in meiner Natur.« Joachim Bessings Äthiopien-Roman »Wachs und Gold« über die Suche nach der Suche.