Der Käfer, der wider Kafkas Willen auf etlichen Deckeln von »Die Verwandlung«-Ausgaben gelandet ist, hat es auch auf das Cover von Luca Kiesers »Simsalabim, Simon Brenner« geschafft.
Die Insel in »Erinnern an uns« spuckt immer mehr Leichen aus, bis irgendwann auch öffentlich das Wort »Genozid« in den Mund genommen werden muss. Rick Luperts neuer Roman widmet sich der Frage nach dem Umgang mit kolonialer Geschichte.
Zeitphänomen Electric Callboy sind deutscher Exportschlager, der sich trefflich vor fünf Jahren umbenannte, weil man nicht mehr mit dem alten Bandnamen Eskimo Callboy diskriminieren wollte.
Endlich sagt’s mal einer: »In unserer Phantasie, das heißt im Internet, gibt es fast nur entsetzliche Orte.« – Clemens J. Setz’ neuer Erzählband »Mein Leben als Noiseband«.
Auch wenn die Deutsche Bahn ihr Bestes tat, um eine Teilnahme zu verhindern, stand am vergangenen Wochenende wieder das Metal- und Hard-Rock-Festival Alcatraz im belgischen Kortrijk an.
2022 ging Left to Die als Deaths zweitem Album »Leprosy« (1988) Tribut zollende Supergroup an den Start, bestehend aus Matt Harvey (Exhumed, Gruesome), Gus Rios (Gruesome), Terry Butler (Obituary) und Rick Rozz (Massacre).
Hannes Bajohr und Ann Cotten haben einen Sammelband herausgegeben, mit dem sie den »schreibmedialen Schwellenmoment« reflektieren wollen »nach der Einführung großer Sprachmodelle, vor ihrer völligen lebensweltlichen Normalisierung«.
Als 2024 mit »Death Is Little More« der dritte Langspieler von Boundaries herauskam, hatte dessen Shouter Matthew McDougal gegenüber dem Onlineportal The Noise den vierten natürlich noch nicht im Blick.
Über den Kapitalismus reden ist wie das Gespräch übers Wetter. Man spricht über etwas, das einem selbstverständlich erscheint, meist Unbehagen bereitet, zunehmend lebensfeindlicher ist, aber eben auch unabänderlich.
Oswalth Kerzenrauch, der titelgebende »Gräber«, lebt auf einer unwirtlichen Erde. Die Menschheit krepiert – nur er nicht, ist er doch seit 1942 da und nicht in der Lage zu sterben.
Auch Bernard Hoffmeister hat, wenn auch nicht Literarisches Schreiben, nebst in Düsseldorf auch in Hildesheim studiert. Heute doziert er an der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität und schreibt unter anderem dem ARD-Format »Gefragt – gejagt« Kniffliges.
Ruth Herzbergs neuer Roman »Frequenzen« nimmt das Vertraute als Schöpfungsgeschichte des Unbehaglichen. Adam und Eva lernen darin einander kennen – und führen sich auf wie die ersten Menschen.