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Das Ungetüm muss fort
Nun spielen sie wieder. Die ganz großen Vereine dieses Landes. Dabei ging es für die Erstligisten am Wochenende nicht um Punkte, es wartete die erste Pokalrunde.
Der Pokal soll ja seine eigenen Gesetze haben. Dass unterklassige Vereine die ganz Großen der Branche zu Besuch haben, hat seinen besonderen Reiz. Für die Kleinen aus dem Amateurbereich schlägt mein Herz. Ehrenamtliche Tätigkeiten, keine elektronischen Werbebanden für sehr viel Geld. Statt dessen provisorisch aufgebaute Tribünen, damit weitere 300 Zuschauer den Höhepunkt der Vereinschronik live miterleben können. Jahrelang wird dann im Vereinsheim davon erzählt.
Was in der ersten Pokalrunde fehlte bzw. gerade nicht, war der Video Assistant Referee, kurz VAR. Ein Ungetüm in Wort und Gestalt. Kein verhaltener Jubel, kein endloses Schauen zum Schiedsrichter, kein rechteckiges Zeichen vom Mann in Schwarz. Lebendiger Fußball, wie es ihn einst überall zu erleben gab. Die Entscheidung des Referees: Eine echte Entscheidung ohne minutenlange Unterbrechung. Fußball in Reinkultur, so haben wir ihn lieben gelernt.
Darauf haben auch verschiedene Fanszenen am Wochenende hingewiesen – und einmal mehr die Abschaffung des VAR gefordert. Zwar behaupten Funktionäre was anderes, aber der VAR hat kein Spiel je gerechter gemacht, weder bei einem Foul, noch Tor, noch Abseits. Der VAR tötet die Emotionen im Stadion. Mein Herzensverein spielt in der viertklassigen Regionalliga, wo es den VAR nicht gibt. Noch nie habe ich jemanden im Stadion erlebt, der sich nach einer strittigen Situation den VAR gewünscht hätte.
Der DFB muss endlich in sich gehen. Denn anders als in früheren Zeiten sind es nicht nur die Fans, sondern auch immer mehr Vereine, die eine Abschaffung fordern. Also, weg damit!
»Sport frei!« vom Fananwalt.
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