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Konflikt in Osteuropa

Angeblich Anschlag verhindert

Ziel ukrainische Drohnenfabrik: Napalm und Plan in Slowakei sichergestellt

Foto: Sofiia Gatilova/Reuters

Schon wieder soll ein Anschlagsplan gegen ein mit der Ukraine verbundenes Ziel vereitelt worden sein. Die slowakischen Behörden teilten am Mittwoch mit, nahe der Stadt Prešov im Osten des Landes sollte eine ukrainische Fabrik zur Herstellung von Aufklärungsdrohnen zerstört werden. Zwei Männer seien in der Slowakei selbst und ein dritter aufgrund eines Europäischen Haftbefehls in Deutschland festgenommen worden.

Bei Durchsuchungen wurden nach Angaben der slowakischen Polizei eine größere Menge an Brandmischung, Werkzeuge und Mobiltelefone sichergestellt. Auch sei ein handschriftlich ausgearbeiteter Plan gefunden worden. Nach ersten Erkenntnissen soll es sich bei der Brandmasse um improvisiertes Napalm, eine Mischung aus Benzin und Verdickungsmittel, gehandelt haben. Es bestehe der Verdacht, dass die Verdächtigen »im Auftrag einer ausländischen Macht« gehandelt hätten. Wie plausibel es allerdings ist, im Zeitalter der Mobiltelefone per Hand Anschlagspläne zu zeichnen, wenn man wirklich einen solchen Angriff plant, erörterte ein Polizeisprecher nicht. Das angebliche Ziel beschäftigt nach Angaben slowakischer Medien etwa 70 örtliche Arbeitskräfte.

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Der Vorfall schließt an eine Reihe von Berichten über vereitelte und mehr oder minder dilettantisch vorbereitete Anschlagsversuche in mehreren europäischen Staaten an, darunter Deutschland. Erst Ende vergangener Woche war der Fund eines angeblichen Waffenlagers bei Berlin gemeldet worden – der allerdings schon ein Jahr zurücklag. Macht nichts. Gemeinsam ist allen angeblichen Anschlagsplänen nicht nur, dass kein oder kein größerer Schaden entstand. Zugleich bedienen die Meldungen hervorragend die weitverbreitete Rede von der russischen »hybriden« Kriegführung.

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.08.2026, Seite 7, Ausland

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