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Linke, Islam und Terror

Foto: IMAGO/Anadolu Agency
Frontbesuch: Spaniens Premier und sein Innenminister bedanken sich bei der Guardia Civil in Ceuta (31.7.2026)

Das Chaos in der EU nach den Ereignissen in der spanischen Kolonie Ceuta übersteigt das übliche Maß. Da niemand sagen will, wer oder was Zehntausende dazu veranlasste, unter Lebensgefahr nach Ceuta zu gelangen und es anschließend zu verlassen, basieren die gegenseitigen Anschuldigungen auf Gerüchten. Da schwappt das mediale Sommerloch über.

Der Spiegel fasst die Lage in der EU-Wertegemeinschaft am Sonnabend so zusammen: »Erst Italien. Dann Finnland, Schweden, Dänemark. Schließlich Österreich. Ein Regierungschef, ein Minister nach dem anderen reagierte am Donnerstag auf die Bilder aus Ceuta, auf den offensichtlichen Notstand in der kleinen spanischen Exklave, wohin sich Zehntausende aus Marokko geflüchtet hatten. Aber die Partner drückten Spanien nicht etwa ihre Verbundenheit aus. Sie boten keine Hilfe an. Sie sagten auch nicht zu, Druck auf Marokko auszuüben. Statt dessen drohten sie den Spaniern mit dem Rauswurf aus dem Schengen-Raum. Es ist ein gefährlicher und unnötiger Präzedenzfall. Das Motto: jeder für sich.«

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Bei solch Chaos führt das selbsternannte Sprachrohr fürs gesunde Volksempfinden Bild am Sonntag (BamS) die »panische« Reaktion in der EU und den CSD-Anschlag in Berlin im geistigen Chaos zusammen: »Berlin und Ceuta – zwei Ereignisse, aber bei vielen Menschen ein Gefühl: Weder Brüssel noch Berlin sind offenkundig in der Lage, das Sicherheitsversprechen zu halten, das sie den Bürgern immer wieder geben und wie es die Bürger erwarten.« Es folgt der Refrain der Springerschen Haushymne – Kommunisten und Faschisten sind dasselbe: »Davon profitieren die Kräfte an den politischen Rändern.« Gemeint ist auch die Partei Die Linke, für die BamS zwar keinen politischen Profit feststellt, aber von »Verblendung« und »zynischem Spiel« donnert. Bei der AfD sieht es gemessen an Wahlergebnissen anders aus, aber da BamS seit Jahrzehnten und lange, bevor es den Remigrationsverein gab, gegen muslimische Migranten hetzt, verstehen sich AfD-Erfolge für Springer-Leute von selbst.

Daraus ergibt sich folgerichtig, dass alle Linken haushoch gefährlicher sind als die AfD. Sagten der Innenminister und der Verfassungsschutzchef ja neulich auch. Also heißt es in der Welt am Sonntag: »Beim Islamismus ist die Linke blind.« Zu der, ist in derselben Ausgabe zu erfahren, auch die SPD trotz aller Kriegstüchtigkeit zählt. Und überhaupt: »Dass man sich dort nicht vom ebenfalls zigmillionenfachen Mörder ›Linksextremismus‹ distanziert, ist eh klar.« Und Klarheit herrscht, wenn Lars Klingbeil den Sozialdemokraten Pedro Sánchez für »entschlossenes Handeln« lobt: Linke, Islamismus und Terror sind eins. (as)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.08.2026, Seite 2, Ansichten

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