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Aus Leserbriefen an die Redaktion

Foto: ZUMA Press/imago/Montage jW

»Kein ferner Traum«

→ Zu jW vom 4./5.7.: »Solar-Tuk-Tuks in Havanna«

Wir von KarEn – Verein zur Förderung alternativer Energien in der Karibik e. V. haben bei einem Schulprojekt ähnliche Probleme gehabt und Lösungen gefunden: Die ersten Elektrofahrzeuge für die Agrarfachschule »Batalla de El Rubí« – zwei vierrädige und vier E-Mopeds –, an der wir 2023 die Ausbildung zu Solarinstallateuren zu fördern begonnen haben, sollten aus dem kubanischen Netz geladen werden, das damals noch nicht ständig durch »Apagones« ausfiel. Alsbald entschieden sich die kubanischen Freunde dafür, eine 3-kW-Photovoltaikanlage zu installieren, die der Verein mit Unterstützung des Bundesentwicklungsministeriums spendete. Nun können die Fahrzeuge »direkt von der Sonne« mit Solarstrom aufgeladen werden, nachdem sie früh zum Antransport von Lehrern und Schülern benutzt worden sind (die Schule liegt, wie oft üblich, »en el campo«, relativ weit weg von besiedelten Gebieten der Gemeinde San Cristóbal); allerdings wurde auch hier der Unterricht vorzeitig eingestellt, »wegen Elektroenergiemangel«. Ja, für die E-Küche ist durch die Abschaltungen auch wirklich kein Strom verfügbar, und ihre Belieferung war auch sonst prekär geworden. Für die Wasserversorgung war eine Lösung durch den Einsatz von Paneelen für die Tauchpumpe gefunden worden – auch dabei konnte auf den Strom vom sehr oft »versagenden« Stromnetz verzichtet werden. Inzwischen hat KarEn aber dem Schulprojekt auch zwei Fahrzeuge gespendet, die wie die erwähnten TukTuks mit direkt gespeicherter Solarenergie fahren werden –, also weder an das nationale noch an ein lokales Netz gehen müssen, um aufzuladen. Die Paneele – sicherlich aus China, woher sonst? – werden ja immer leistungsfähiger, so dass der Strom »vom Fahrzeugdach« bereits eine ordentliche Reichweite gewährleistet; auf dem Lande sind jedoch 90 Meilen (145 Kilometer) auch schnell ­abgefahren.

Unbedingt vorangebracht wird die imperialistisch erzwungene rasche »Energiewende« in Kuba auf jeden Fall durch die großen chinesischen Solarparks in allen Provinzen. Von der tagsüber (und vor allem in der Wirtschaft!) benötigten elektrischen Leistung Kubas entfallen bereits 40 Prozent auf die Solarenergie und weitere alternative Quellen – und das geht weiter, vielleicht sogar bald bis heran an das Niveau hierzulande von inzwischen 58 Prozent (allerdings tags und nachts). Kubas »independencia energética« (Energieunabhängigkeit) ist also kein ferner Traum, was die Elektroenergie betrifft!

Volker Wirth, Berlin

»Sofortige Aufhebung der Blockade«

→ Zu jW vom 30.6.: »Auf der Straße für Kuba«

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Gut, dass es eine Kuba-Solidaritätsveranstaltung in Berlin gab! Wie ich der jW schrieb, organisierten wir auch in Bern (Schweiz) eine Demonstration. Trotz des sehr heißen Wetters haben ca. 400 Personen aus der Romandie und der Deutschschweiz daran teilgenommen. Zentrales Thema der Demonstration war die völkerrechtswidrige und Kuba erwürgende Blockade der USA bzw. Europas sowie die militärische, ebenso völkerrechtswidrige und akute militärische Bedrohung Kubas durch die Trump-Administration. An der Demonstration, die vom Münsterplatz durch die Altstadt führte, kamen verschiedene Redner:innen – von Cuba Solidarität Vilma Espín, MediCuba-Suisse, der Cubanos Residentes en Suiza/Vereinigung Schweiz-Cuba, der Kinderärztin Aleida Guevara aus Cuba (per Audio) und des Palästina Komitees Zürich – zu Wort. In den Redebeiträgen, wie auch schon im Aufruf zur Demo, wurden die mörderische Blockade, die auch von den Schweizer Banken mitgetragen wird und von UN-Experten (u.a. von Volker Türk) als nahe dem Versuch zum Völkermord bezeichnet wird, sowie zentrale Erfolge der kubanischen Revolution speziell im Bildungs-, Gesundheits- und Agrarbereich sowie hinsichtlich der Gleichberechtigung der Geschlechter thematisiert. Speziell begrüßt wurde die Ankunft der europäischen Kampagne: »Europe, wake up! Let Cuba Breathe!« Die Forderung an die Schweizer Banken, ihre Komplizenschaft endlich zu beenden, wurde lautstark bestätigt. Die Schweiz, immerhin Depositarstaat der Genfer Konvention und ihrer Zusatzprotokolle, macht sich schon wieder mitschuldig an einem Kriegsverbrechen – und anders als ein illegaler Wirtschaftskrieg gegen die Bevölkerung, der u. a. zur Folge hat, dass die bisher vorbildlich niedrige Kindersterblichkeit nun dramatisch ansteigt (!) und der ja von der UN-Vollversammlung schon mehrmals mit überwältigender Mehrheit verurteilt wurde, kann die völlige Einschnürung und Blockierung Kubas nicht mehr bezeichnet werden. Sofortige Aufhebung der Blockade durch die USA, EU und die Schweiz!

G. H., Zürich (Schweiz)

»Audiatur et altera pars war gestern«

→ Zu jW vom 1.7.: »Der Aufschwung ist da«

Ich habe mal in den VS-Bericht reingeschaut, einer muss es ja tun. Was für eine Qual. Zirkuläre Begründungen (die Behauptungen der einen Bundesbehörde treffen deshalb zu, weil eine andere Bundesbehörde sie zutreffend findet), Aufblasen von Selbstverständlichkeiten zu Gefahren (das ewige fremde »Narrativ«, dessen Verbreitung unterdrückt werden muss. Wie verfassungsgemäß ist das eigentlich? Audiatur et altera pars war wohl gestern). Unbelegte Behauptungen, dann noch mehr unbelegte Behauptungen, und noch mehr. – Die jW sollte den Rechtsweg weiter beschreiten. Das ist alles so fadenscheinig, dass auch eine bürgerliche Justiz letztlich den Daumen senken muss.

Christoph Heuke, per E-Mail

General-Heusinger-Preisträger des Tages

→ Zu jW vom 1.7.: »Ukrainische Walhalla«

Für den Spruch, Russland müsse »verlieren lernen wie Deutschland 1945« gehört diesem Kiesewetter (CDU) doch wirklich der General-Heusinger-Preis verliehen. Für Dummheit wird man in Deutschland doch gern ausgezeichnet.

Boris Krumm, per E-Mail

Unbedingt vorangebracht wird die imperialistisch erzwungene rasche »Energiewende« in Kuba auf jeden Fall durch die großen chinesischen Solarparks in allen Provinzen.

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.07.2026, Seite 14, Leserbriefe

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