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Aus Leserbriefen an die Redaktion

Foto: ZUMA Press/imago/Montage jW

»Anbiederung an den Klassenfeind«

→ Zu jW vom 22.6.: »Alles im Griff«

Diese Partei ist schon lange keine linke Partei mehr. Nicht nur der zitierte Hass auf KPD und DDR sind hierfür ein deutlicher Indikator. Die »Linke« eint sich in ihrem Nazigebrüll gegen die AfD, ohne stichhaltige, gerichtsfeste Belege hierfür zu liefern. Hirnlose Argumentation, statt objektiver Analyse. Schlimme Doppelmoral bei der Bewertung von Krieg und Frieden und Anbiederung an den Klassenfeind sind die herausragenden Eigenschaften dieser Partei. Mit dem Schlachtruf, man werde den Osten nicht den Nazis überlassen, hat man die AfD bisher nur gestärkt und zu nicht gekannter Wählerakzeptanz verholfen.

Statt den wahren Gegner, der sich als Kriegstreiber Nummer eins in Westeuropa entwickelt hat, zu bekämpfen, fokussiert man sich auf Nebenschauplätze. Statt diese Regierung politisch zu attackieren, die einen Kahlschlag bei den Sozialsystemen plant, um ihren militärischen Irrsinn zu finanzieren, paktiert man mit der Merz-Koalition. Jeder, der weiß, welche Ziele eine linke Partei haben sollte, wendet sich verschämt ab. Die Feinde jeder wirklichen linken Bewegung reiben sich ob des politischen Niedergangs dieser Partei die Hände.

Rainer Kral, Potsdam

»Daran kann man gezielt arbeiten«

→ Zu jW vom 22.6.: »Vor dem Sturm«

Parteitag mit Hoffnung und Irrlichtern: Mit den Aktivitäten und Beschlüssen des Parteitages kann die Hoffnung keimen, dass sich viele der Delegierten zunehmend als Vertreter der Menschen verstehen, die grundlegende gesellschaftliche Veränderungen erwarten. Im Interesse der Durchsetzung dringender politischer Entscheidungen zeichnet sich eine offensichtliche Diskrepanz zwischen dem Vorstand der Partei und einer zunehmend immer größer werdenden Mitgliederschaft ab, denen der jahrelang praktizierte Kuschelkurs einer Vielzahl von Parteifunktionären und Mandatsträgern zuwider ist.

Hoffnungsvoll stimmen Kernaussagen der Vorsitzenden Ines Schwerdtner der Hinwendung der Partei zu einem engagierten Klassenkampf und dem weiteren konsequenten Einsatz für die Sorgen und Anliegen der Menschen in unserem Land. Möge sich auch die Erkenntnis, dass Kürzungspolitik und Aufrüstung endlich auch die notwendige Kritik an NATO und EU nach sich ziehen müssen, durchsetzen. Der heraufziehende gesellschaftliche Sturm sollte aber nicht nur auf die erstarkende Rechte reduziert werden.

Wenn die Lage der arbeitenden Menschen verbessert werden soll, dann sind tiefgreifende politische Umbrüche notwendig, ohne das »Beiwerk« AfD. Zustimmen muss man leider auch der Feststellung, dass die Linke für einen solchen Umbruch schlecht gerüstet ist. Aber daran kann man gezielt arbeiten. Gemeinsam arbeiten, unter Einschluss und gleichberechtigt mit BSW, DKP, KPD, MLPD sowie den Gewerkschaften und linken Alternativen. Eingedenk der klassenkämpferischen Erfahrung: Nur geeint sind wir stark. Proletarier aller Länder, vereinigt euch!

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Raimon Brete, Chemnitz

Gustav-Noske-Preis

→ Zu jW vom 23.6.: »CDU lehnt Pantisanos Entschuldigung ab«

Ich weiß nicht, ob Herr Linnemann Wikipedia kennt. Einfach mal »Nazis CDU« googeln. Unter Wiki findet man dann eine beeindruckende Liste … Den General-Heusinger-Preis gibt’s tatsächlich bis heute. Wird auch mal Zeit, eine Braune-Socken-Kampagne zu starten. Danke, Genosse Pantisano! Dem korrupten, machtgeilen rechten Flügel der Partei Die Linke würde ich die Einführung eines Gustav-Noske-Preises empfehlen. Friedrich Ebert ginge aber auch.

Boris Krumm, per E-Mail

Schonvermögen

→ Zu jW vom 23.6.: »Der Kanzler kürzt«

Der Kanzler kürzt, und zwar immer bei den anderen – die nicht mehr genug haben; Brücken, Schulen und die Kommunen ersticken an den Schulden! Jeder muss eben für sich allein sorgen. »Solidarität« mit den Schwächeren ist dem »Staat« völlig egal. Mehr Schulden können wir uns nicht leisten – die Reichen behalten ihr Schonvermögen – Gott sei Dank!

Thomas Bartsch-Hauschild, Hamburg

»Eine Zumutung«

→ Zu jW vom 22.6.: »Söder fordert Bürgergeld-Kürzung«

Der liebe Herr Söder will das Bürgergeld kürzen. Es ist eine Schande, überhaupt darüber nachzudenken! Ich bin Rentner, 68 Jahre alt, lebe von Grundsicherung und habe am 22. Juni kein Geld mehr für Lebensmittel und Mineralwasser. Eine Zumutung, dieses Leben, und die Hitze macht alles noch schlimmer, dass auch schlechte Gedanken verstärkt wiederkehren! Dieses Deutschland ist einfach eine Zumutung geworden und diese Regierung unter Merz und Co. hat für die eigene Bevölkerung nichts übrig, nur leere Worte jede Woche! Es ist eine große Ungeduld und Unruhe in Deutschland, und Berlin sitzt alles aus und wundert sich angeblich über die AfD!

Matthias Joachim Schulz, Plauen

Deutsches Kapital

→ Zu jW vom 25.6.: »Israels Krieg gegen Gazas Kinder«

Es ist an sich schon eine Schande, dass israelische Politiker und Soldaten wegen der Tötung von Kindern nicht bestraft werden und deutsche Politiker, die durch ihre Haltung Sanktionen gegen diese Mörder verhindern, nicht zur Verantwortung gezogen werden können. Allerdings gibt es eine dritte Gruppe, die wegen der persönlichen Vorteilsnahme an den genannten Verbrechen unter anderem durch Boni und Gewinnbeteiligungen durchaus angeklagt werden könnte. Ich meine die Vorstände und Geschäftsführer der Firmen, die Israel Getriebe für Panzer, Granaten für Panzerkanonen und Munition für Scharfschützen liefern. Nicht zu vergessen die Vorstände und Geschäftsführer der Firmen, die Israel Giftstoffe (Stichwort Glyphosat) und weißen Phosphor liefern, um den Südlibanon auf Jahre unbewohnbar zu machen.

Hans-Werner Meiners, Angermünde

Ich bin Rentner, 68 Jahre alt, lebe von Grundsicherung und habe am 22. Juni kein Geld mehr für Lebensmittel und Mineralwasser. Eine Zumutung, dieses Leben, und die Hitze macht alles noch schlimmer.

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.06.2026, Seite 14, Leserbriefe

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