Fettnapffan des Tages: Jens Spahn
Man hat ihn schon viele Namen gerufen: Schleimspur, Immobilienhai, Nepotist – und Bundesgesundheitsminister. Längst demaskiert ist sein hemmungsloser Machiavellismus, immerhin kostete er die BRD in Gestalt von milliardenfach und zum Mondpreis bestelltem Mund-Nasen-Schutz mehrere Milliarden Euro und trug zum Prädikat »Coronadiktator« bei. Geschadet hat es dem wandelnden Interessenkonflikt bislang nicht, weshalb er, Jens Spahn, sich auf seinem mit Fettnäpfchen gepflasterten Weg von oben nach ganz oben keine Sorgen mehr um seinen Ruf macht und jüngst per Geständnis auf einen neuen Titel beworben hat: Kryptofaschist.
Die Blöße gab sich der Medienprofi freilich nicht, sondern – wie üblich erst, nachdem ein Leak ihn kompromittiert hatte – gestand an seiner statt irgendein Lakai, dass der Machtwillige an fünf klandestinen Treffen der von Peter Thiel gegründeten Organisation »Dialog« teilgenommen habe. Letzterer ist Gründer von Palantir, verantwortet als solcher die Optimierung totaler Herrschaft und hält nicht viel von Demokratie oder Frauenrechten, dafür um so mehr von Apartheid. Viele Gäste sind zwar keine gerichtsnotorischen Kriminellen, tauchen dafür aber in den Epstein-Files auf. Das Motto der Menschenfeinde: »Wir wollen die Welt verändern.«
Und mittendrin der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, der schon weiß, nach oben zu buckeln, nach unten zu treten und sich samt Dunstkreis zu bereichern. Auch 2026 – es geht um »Zurück zur Atomkraft«, »Weltkrieg drei meistern« und »Sekten gründen« – sei Spahn wieder eingeladen worden, habe aber abgesagt und den Thiel nie persönlich getroffen, beteuerte sein Lakai. Mehr noch: »Den Begriff ›Dialog-Society‹ kennt Herr Spahn nicht.« Sollte indes noch mehr ans Licht kommen, wird der Vergessliche auch daraus Profit schlagen, etwa mit einem neuen Buch: »Wir werden einander viel verzeihen müssen. Teil 2«.
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