Anno … 17. Woche
1916, 21. April: In Irland beginnt der sogenannte Osteraufstand der nationaldemokratischen irischen Unabhängigkeitsbewegung gegen die britische Kolonialherrschaft. Unter Führung des Gewerkschafters und Revolutionärs James Connolly befreien die Aufständischen Teile Dublins und proklamieren die unabhängige irische Republik. Das Aufbegehren wird von britischen Truppen brutal niedergeschlagen, Connolly im Mai 1916 ermordet. Dennoch gelten diese Tage als Markstein auf dem Weg zur Unabhängigkeit, die 1922 erreicht wird.
1921, 23. April: Rumänien schließt einen Bündnisvertrag mit der Tschechoslowakei ab. Es wird damit Teil der unter französischer Hegemonie stehenden »Kleinen Entente«, der auch Jugoslawien angehört. Das Bündnissystem dient der Absicherung der im Gefolge des Ersten Weltkriegs entstandenen Nachkriegsordnung auf dem Balkan.
1936, 26. April: In Frankreich erzielt die Volksfront, die im Jahr zuvor im Kampf gegen die »Feuerkreuzler« und andere faschistische Vereinigungen entstanden ist, einen Wahlsieg. Die Kommunistische Partei, die SFIO (Französische Sektion der Arbeiter-Internationale) und die Partei der Radikalsozialisten erringen 5,4 Millionen Stimmen und ziehen am 3. Mai mit 334 von insgesamt 559 Abgeordneten in das Parlament ein. Die am 4. Juni unter Léon Blum gebildete Regierung setzt sich aus Sozialisten und Radikalsozialisten zusammen und erhält von der KP die Zusage uneingeschränkter Unterstützung bei der vollen Realisierung des im Januar 1936 veröffentlichten Volksfrontprogramms, das unter anderem die Einführung der 40-Stunden-Woche vorsieht.
1946, 25. April–16. Mai: Auf der Pariser Außenministerkonferenz der Alliierten verhandeln die UdSSR, die USA, Großbritannien und Frankreich über die politische Neuordnung Deutschlands. Ein von US-Außenminister James F. Byrnes vorgeschlagener Plan sieht die Entwaffnung und Besetzung Deutschlands auf 25 Jahre vor. Er wird vom sowjetischen Außenminister Wjatscheslaw Molotow mit der Forderung nach der Schaffung eines einheitlichen deutschen Staates bei vollständiger Entmilitarisierung gekontert.
1956, 26. April–20. Mai: Eine Regierungsdelegation der DDR unter Außenhandelsminister Heinrich Rau besucht Ägypten, Libanon, Sudan und Syrien und durchbricht damit den Bonner Alleinvertretungsanspruch und die von der BRD angestrebte internationale Isolierung des sozialistischen Deutschlands. Im Jahr 1954 hatte die DDR bereits an der Industriemesse in Kairo teilgenommen.
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