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23.05.2026
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Anno ... 22. Woche
1776, 28. Mai: Der Spanier Juan Bautista de Anza erreicht als erster Europäer über den Landweg die kalifornische Pazifikküste. Die von ihm geleitete Expedition mit rund 240 Kolonisten startet im Oktober 1775 und durchquert die Wüste Sonora im heutigen Norden Mexikos. Anza okkupiert das Gebiet für das Vizekönigreich Neuspanien und errichtet eine Missionsstation, aus der später die Stadt San Francisco erwächst.
1856, 30. Mai: Mit dem Pariser Frieden wird der Krimkrieg zwischen Russland und dem Osmanischen Reich samt seinen Verbündeten Frankreich und Großbritannien beendet. Durch den Vertrag wird das Osmanische Reich erstmals offiziell am europäischen Mächtesystem beteiligt. Als wichtigstes Ergebnis der 34 Friedensartikel wird das Schwarze Meer für neutral erklärt.
1926, 28. Mai: In Portugal findet ein Putsch unter Führung von General Manuel Gomes da Costa statt. Der Militär löst das Parlament auf und hebt die Verfassung auf. Die Erste Republik, 1910 vom revolutionären Bürgertum gegen die Monarchie gegründet, findet damit ihr Ende. Da Costa wird seinerseits am 9. Juli von General Antonio de Fragoso Carmona gestürzt, der sich 1928 zum Präsidenten auf Lebenszeit küren lässt.
1941, 31. Mai: Im von Truppen des faschistischen Deutschland besetzten Athen erklimmt der Antifaschist Manolis Glezos die Akropolis und demontiert zusammen mit Apostolos Sandas die dort gehisste Hakenkreuzfahne. Glezos und Sandas werden in Abwesenheit zum Tode verurteilt, ersterer 1942 verhaftet und gefoltert. Nach dem Ende des Krieges übernimmt Glezos 1945 die Leitung der kommunistischen Zeitung Rizospastis.
1951, 25. Mai: Auf einer Pressekonferenz in Teheran erläutert der iranische Premierminister Mohammad Mossadegh die Gründe für die Enteignung der mehrheitlich in britischem Besitz befindlichen Anglo-Iranian Oil Company. Sein Land brauche die Einkünfte aus den Erdölvorkommen, um die Lebenssituation der Bevölkerung zu verbessern. 1953 wird seine Regierung von US- und britischen Kräften mit der »Operation Ajax« gestürzt.
1966, 25. Mai: Das Oberste Gericht der DDR verurteilt Horst Fischer zum Tode. Der ehemalige Lagerarzt des Konzentrationslagers Auschwitz war dort von 1942 bis Anfang 1945 unter anderem für die Selektion von Häftlingen nach Arbeitsfähigkeit zuständig. Nach der Gründung der DDR wird Fischer zwar wegen Westkontakten vom Ministerium für Staatssicherheit überwacht, doch erst 1964 kommt seine Rolle in Auschwitz ans Licht. Am 8. Juli wird er in Leipzig durch eine Guillotine hingerichtet.
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
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