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30.01.2025
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CELAC-Treffen abgesagt
Tegucigalpa. Honduras hat offenbar auf Druck einiger rechter Regierungen das für Donnerstag geplante Treffen von Staats- und Regierungschefs der »Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten« (CELAC) abgesagt. In einer Pressemitteilung begründete das Außenministerium die Entscheidung zunächst damit, dass die Dringlichkeitssitzung nach Beilegung der diplomatischen Krise zwischen den USA und Kolumbien nicht mehr notwendig sei.
Präsidentin Xiomara Castro, die temporäre Vorsitzende des aus 33 Ländern bestehenden Verbands, dem außer den USA und Kanada alle amerikanischen Staaten angehören, ergänzte am Mittwoch auf X jedoch: »Ich sage das Treffen ab, da kein Konsens erzielt werden konnte.« Bei dessen Vorbereitung sei Honduras »auf den systematischen Widerstand einiger Mitgliedstaaten gestoßen, die andere Prinzipien und Interessen als die der lateinamerikanischen und karibischen Gemeinschaft vertreten«, heißt es in einem offiziellen Kommuniqué.
Ohne namentlich erwähnt zu werden, sind damit offenbar die rechten Präsidenten Javier Milei (Argentinien), Nayib Bukele (El Salvador) und Daniel Noboa (Ecuador) gemeint, die Trumps Strategie unterstützen, die darauf abzielt, multilaterale Koordinationsmechanismen zwischen lateinamerikanischen Ländern zu schwächen. Bereits am Montag hatte Venezuelas Präsident Nicolás Maduro dazu aufgerufen, die CELAC »zu retten«. Es gebe »eine Operation der rechtsextremen Strömung von Milei, Noboa und Bukele«, warnte Maduro in einem Interview mit dem brasilianischen Journalisten Breno Altman. »Sie sind die trojanischen Pferde, die darauf abzielen, Lateinamerika und die Karibik zu spalten«, erklärte er.
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