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24.07.2026, 18:12:00
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Ansarollah dementieren Sperrung der Meerenge Bab Al-Mandab
Sanaa. Die jemenitischen Ansarollah (meist »Huthi« genannt) haben eine Blockade des Schiffsverkehrs in der Meerenge Bab Al-Mandab dementiert. »Es gibt keine Sperrung von Bab Al-Mandab, wie manche behaupten«, erkläre Mohammed Abdusalam, Sprecher und Verhandlungsführer der Ansarollah, am Freitag. Die Gruppe beschränke sich »auf eine Seeblockade, die ausschließlich die saudiarabische Seite betrifft«, fügte er hinzu. Die Seestraße Bab Al-Mandab verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden.
Die Ansarollah, die weite Teile Jemens kontrollieren, hatten am Montag per Funk gewarnt, dass sie Schiffe ins Visier nehmen würde, die »dem saudiarabischen Feind gehören« und sich nicht an ihre Blockade halten. Im Anschluss griff sie eigenen Angaben zufolge zwei saudische Öltanker mit Drohnen und Raketen an. Saudi-Arabien bestätigte bislang den Angriff auf ein Schiff, auf dem Feuer an Bord ausgebrochen sei.
Nach der Sperrung der Straße von Hormus hat Saudi-Arabien seine Ölexporte durch die Meerenge Bab Al-Mandab umgeleitet. Von der Nachrichtenagentur AFP analysierten Daten zufolge waren nach der Drohung der Ansarollah neun Schiffe umgekehrt, andere setzten ihren Weg durch die Meerenge jedoch fort.
Wegen der Angriffe der USA und Israels auf den Iran ist bereits die für den Seetransport wichtige Straße von Hormus seit Monaten weitgehend gesperrt. Der Ölpreis, der sich deswegen bereits auf einem hohen Niveau befand, stieg am Donnerstag weiter stark an. UN-Generalsekretär António Guterres zeigte sich angesichts der Vorfälle »zutiefst besorgt«. Weitere Feindseligkeiten würden »die Aussichten auf Frieden untergraben und schwerwiegende wirtschaftliche, humanitäre und ökologische Folgen in der gesamten Region und darüber hinaus nach sich ziehen«, warnte Guterres. (AFP/jW)
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