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Gewöhnlich
Dumm und machtgierig werden in den meisten Medien Politiker vor allem dann dargestellt, wenn sie der freien Entfaltung des Kapitals im Wege stehen
Für die junge Welt ist über alle Etiketten hinweg die Frage wichtig, wer in wessen Interesse handelt. Die historischen Umstände, die Klasseninteressen dienen dabei nicht der Rechtfertigung, sondern der Analyse der Prozesse, nicht der Verschleierung von Fehlern, sondern ihrer Erklärung. Auch andere Zeitungen sind in diesem Sinne nicht objektiv, sondern ihren Geldgebern oder Eigentümern verpflichtet. Zwar wird das dort nicht offen zugegeben, kann aber an der Art der Berichterstattung und Analyse erkannt werden. Und das nicht nur in der Außenpolitik oder auf den Geschichtsseiten.
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
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