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jW-Fotowettbewerb

Mit eigenen Augen

jW-Fotowettbewerb: Leserinnen und Leser der jW haben eine eigene Sicht auf die Welt, wie auch ihre Zeitung

Von Fotowettbewerbkollektiv
Foto: Gabriele Senft
Jedes Jahr eine schwere Auswahl: Die Jury bewertet die Einsendung der Blende 2008

Die Tradition der Teilnahme der jungen Welt an einem Fotowettbewerb rührt von der Beteiligung am »Blende«-Fotowettbewerb her. Das war ein Wettbewerb für Laienfotografen, vom Photoindustrie-Verband in Zusammenarbeit mit Zeitungen, Zeitschriften und Onlinemedien organisiert. Weil die Themen aber nur selten zum Profil der jungen Welt und den Interessen ihrer Leserinnen und Leser passten und während der Coronapandemie die eingespielten jährlichen Praktiken des Wettbewerbs nicht mehr funktionierten, hat die jW vor einigen Jahren einen eigenen Fotowettbewerb ins Leben gerufen.

Bei der »Blende«, die seit 2024 nicht mehr stattzufinden scheint, wurden jedes Jahr andere Themenschwerpunkte für die Einsendungen von Fotografien vorgegeben. Dieses Konzept wurde von uns ähnlich übernommen. Da die junge Welt Missstände, Ungerechtigkeiten und Ausbeutung aufdecken will, wählen auch unsere Leserinnen und Leser ihre Motive entsprechend aus. Für dieses Jahr haben wir mit »Mein Kiez, mein Block, mein Dorf« ein Thema, bei dem die eigene Lebenswelt mit all ihren Widersprüchen dargestellt werden kann. Zu »Straße des Friedens« passen dann wahrscheinlich allgemeinere, politische Bilder, während sich für die dritte Kategorie »Schnittpunkte« abstraktere, künstlerischere Arbeiten eignen. Die Entscheidung dafür bleibt aber bei den Einsendern. Für die Jugend haben wir auch dieses Jahr wieder eine Sonderkategorie. Wir sind gespannt, wie sich die Jugendlichen darstellen oder ausdrücken, denn das Thema lautet »Selbstporträt – Wer bin ich?«.

Professionelle Fotografen haben meistens einen Auftrag: Sie sollen ein Ereignis festhalten. Als Chronisten des Weltgeschehens. Oder sie haben den Anspruch, besonders ästhetische oder ausgefallene Bilder zu machen. Ein Amateur geht mit einem anderen Anspruch heran. Er ist eher Chronist des Alltags. So erfahren wir auch als Blattmacher etwas über unsere Leserinnen und Leser.

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Die Bilder werden in einer Ausstellung ab November in der jW-Maigalerie gezeigt, eine Auswahl kommt in einen Jahreskalender zu unserem Fotowettbewerb. Das ist für manchen sicher auch Ansporn, teilzunehmen. Schließlich will man seine Bilder nicht verstecken. Eher weniger geht es den Teilnehmenden um die Gewinne, die es selbstverständlich auch gibt.

Teilnehmen kann jede Amateurfotografin, jeder Amateurfotograf, die oder der die eigenen Bilder bis zum 17. Oktober auf unserer Seite jungewelt.de/fotowettbewerb hochlädt. Dort steht ein Formular zur Verfügung. Wer sich die Mühe macht, kann uns auch Abzüge per Post zukommen lassen. Auch diese Angaben finden sich auf der Seite.

→ Zum Fotowettbewerb: jungewelt.de/fotowettbewerb

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Erschienen in der Ausgabe vom 01.08.2026, Seite 16, Aktion

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