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Wettbewerb

Schöner unsere mediale Landschaft – Mach mit!

Wir rufen unsere Leserinnen und Leser zum sozialistischen Wettbewerb auf

Von Aktion und Kommunikation
Foto: HärtelPRESS/imago
»Mach mit!« bei der Verschönerung von Karl-Marx-Stadt (6.4.1986) – das muss auch in der Presselandschaft möglich sein

Der Sommer eignet sich für Aktivitäten, zu denen man im Winter keine Lust oder keine Gelegenheit hat. Ein Treffen im Park ist anders als eines im Schnee oder zwischen vier Wänden, ein Besuch im Freibad unterscheidet sich von einem Besuch im Hallenbad, Ausfahrten lassen einen die Landschaft anders erleben. Das Leben scheint so leicht, vergessen die Sorgen des Alltags. Da mag man gar nicht in die aktuelle junge Welt schauen: Klimakatastrophe mit dramatischen Bränden allerorten, Gier und Korruption auf allen Ebenen, Wirtschafts- und Handelskriege, militärische Konflikte, Hunger und Epidemien. Das komplette Gegenprogramm zum Friede-Freude-Eierkuchen-Sommer-Eskapismus.

Doch beides ist Realität, und beides lässt sich verbinden. Auch das lockerste Beisammensein streift die ernsten Themen des Lebens. Gut, wenn man mit Fakten und Zusammenhängen einer solide recherchierten Tageszeitung argumentieren kann, bei der die Redaktion die massenhafte Vernichtung von Industriearbeitsplätzen, Sozialkürzungen und eine größenwahnsinnige Aufrüstung miteinander in Verbindung setzt.

Aus den Abobestellungen der vergangenen Jahre wissen wir, dass viele neue Leser die junge Welt empfohlen bekommen haben. Das ist eine unwahrscheinlich wichtige Quelle für neue Leserinnen und Leser. Ablehnung kommt vor, hin und wieder berichten Verteiler auch von Anfeindungen. Das ist alles vergessen, sobald sich ein neuer Mitstreiter gefunden hat, wenn jemand echtes Interesse zeigt und sogar den Schritt zu einem Abo geht.

Jeder Abschluss ist ein Kampf. Das wissen wir als Hauptamtliche nur zu gut. Doch ist es um so beeindruckender, wenn sich freiwillige und aktive Leserinnen und Leser diesen Schuh anziehen und kräftig bei der Akquise mitwirken. Allen Werberinnen und Werbern unseren aufrichtigen Dank!

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Doch wir wollen den Gedanken des sozialistischen Wettbewerbs wecken: Kann die Masse an Leserinnen und Lesern der Tageszeitung junge Welt mehr Leute zu einem Abo bewegen als die Festangestellten in Verlag und Redaktion? In der DDR hieß es: »Mach mit! Schöner unsere Städte und Gemeinden.« Nun haben wir weder DDR noch Sozialismus, aber unsere Presselandschaft kann bei weitem noch schöner werden, wenn immer mehr die junge Welt lesen und abonnieren.

Für unser Anliegen halten wir fest: Ziellinie wäre der 4. September, und aktuell stehen die Verhältnisse ausgesprochen ungünstig. Während in den vergangenen Wochen über telefonische Nachfragen, bei Veranstaltungen und an Infoständen schon Sommerabos durch Mitarbeitende eingeworben wurden (dazu kommen noch Hunderte Selbstmelder), wurde als Bestellgrund noch kein einziges Mal die Empfehlung durch Leserinnen und Leser angegeben. Wir finden, da geht noch was!

Ein Wettbewerb ist nichts ohne einen gescheiten Preis. Unter denen, die sich werben lassen, verlosen wir dreimal das Buch »Briefe aus Jerusalem« der jW-Autorin Helga Baumgarten. Da der Empfehlende die eigentliche Arbeit geleistet hat, kann der oder die Testabonnentin den Gewinn dann teilen. Ganz solidarisch, passend zu unserem Motto: Sommer der Solidarität.

Wir wollen fair sein und verraten noch einmal unsere besten Argumente für ein Aktionsabo der Tageszeitung junge Welt. Da sind zum einen die Analysen und die Sichtweise, die Sie in einer gedruckten Tageszeitung so im deutschsprachigen Raum kein zweites Mal finden werden. Das Abo endet nach der angegebenen Zeit automatisch und muss nicht abbestellt werden (keine Tricks!). Hier wartet also keine Abofalle. Das schwächste Argument ist die Ersparnis, die in Zeiten rasender Teuerungen dennoch nicht einfach von der Hand zu weisen ist. Wer sich für die gedruckte Zeitung entscheidet, spart bei 80 Ausgaben für 80 Euro etwas mehr als 50 Prozent zum Normalpreis. Bei der Onlineausgabe kommt man bei 30 Euro für drei Monate sogar auf einen Rabatt von 66 Prozent.

Mit diesen Hinweisen ist Waffengleichheit hergestellt. Damit ist das Rennen im Wettbewerb eröffnet – darum, wer die meisten Abos ranschafft. Macht mit!→ Hinweis: Bei der Bestellung unbedingt »Empfehlung« angeben.

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 01.08.2026, Seite 16, Aktion

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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

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