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Sommer der Solidarität

Free Safija

Wenn die Analyse stimmt, muss die Linie nicht geändert werden. Testen Sie jW im Sommerabo!

Von Aktion und Kommunikation
Foto: jW/Joshua Regitz
Hier ist die Solidarität neben der Straße, jetzt muss sie noch auf der Straße artikuliert werden

Wer sich mit Palästina solidarisiert und die Kriegshandlungen gegen Gaza einen Genozid nennt, würde damit das Existenzrecht Israels anzweifeln und wäre also nicht nur Israel-Hasser, sondern auch Judenfeind, so die verbreitete Erzählung. Alles Radikalinkis also. Um so mehr erstaunt die Koalition, die sich zusammengeschlossen hat, um für die Freilassung des Direktors einer Klinik in Gaza, Hussam Abu Safija, zu kämpfen. Eigentlich sollte diese breite Solidarität nicht verwundern, wenn man die Sache mit gesundem Menschenverstand betrachtet: Welches Verbrechen soll ein Krankenhausdirektor begangen haben im Vergleich zu einem Bankchef? Kennen Sie noch Josef »Joe« Ackermann?

Abgeordnete von SPD, Grünen und Die Linke setzen sich für die Freilassung Abu Safijas ein, wie auch Amnesty International. Die Ärzteorganisation IPPNW, Medico International und Medsolidar organisieren diesen Sonntag in Berlin einen Schweigemarsch für ihn. Aus den USA setzen sich Abgeordnete der Demokratischen Partei ein, darunter Jamie Raskin, Chris Van Hollen und Alexandria Ocasio-Cortez; der Sender Democracy Now berichtete über seinen Fall. Vorwürfe stehen im Raum, dass der Kinderarzt gefoltert wird. Auch wenn es vielleicht noch lange dauert, bis er in die Freiheit entlassen wird, treibt die internationale Solidarität den Preis für jede weitere Misshandlung oder die Tötung hoch.

Mit der Tageszeitung junge Welt haben Sie eine Zeitung in der Hand, die über die widersprüchliche Lage im Nahen Osten berichtet, mit einer klaren solidarischen Haltung mit den vertriebenen und unterdrückten Völkern der Region. Auch die Palästina-Solidarität in der BRD wird von der Redaktion genau verfolgt, die Einschränkungen und Repressionen werden beim Namen genannt. Dabei berichtet die jW auch über Einzelschicksale, ohne zu vergessen: Es geht um alle zu Unrecht inhaftierten Ärztinnen und Ärzte, um alle Palästinenser, mögen sie ihre Wurzeln in Gaza oder in der Westbank haben. Die junge Welt musste auch ihre Blattlinie nicht ändern und die Lage neu bewerten, als der Völkermord nicht mehr zu leugnen war. Das ist nicht zuletzt der Qualität der Analyse der Zeitung zu verdanken. Der Marxismus liefert das dazu nötige Handwerkszeug.

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→ Schweigemarsch am 26. Juli, Beginn: 14 Uhr, Ort: Friedrichstraße 16, Berlin.

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Themen:
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Erschienen in der Ausgabe vom 25.07.2026, Seite 16, Aktion

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