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Gehör verschaffen
Das Leid in Gaza, im Sudan, auf Kuba und anderswo hat Verursacher. Die junge Welt kann – dank Abos und Spenden – die Opfer zu Wort kommen lassen
Kriege, Militärinterventionen und bewaffnete Konflikte flammen überall auf der Welt auf, manche dieser humanitären Katastrophen schwelen seit vielen Jahren. Zuviel, um noch folgen und solidarisch sein zu können? Vergessen zu werden, so dass niemand mehr Kenntnis nimmt von ihrem Leid, ist das Schlimmste, das den betroffenen Menschen passieren kann. Die Katastrophe der Palästinenser in Gaza, die Bürger- und Stellvertreterkriege im Sudan, die Hilferufe aus dem Kongo, das Aushungern der Menschen auf Kuba – die Liste ließe sich leicht fortsetzen. Die Herrschenden schauen weg, denn das Leid der Menschen würde den Kanon des medialen Kriegsertüchtigungsmarsches nur stören.
»Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß«, sagt der Volksmund. Genau das ist das Ziel der Mächtigen, ein gefährliches Spiel. Wir sollen nichts wissen von den Greueln, den imperialistischen Raubzügen, den Menschenrechtsverletzungen. Damit sicg die Menschen nicht aufregen, diese sich womöglich erheben und auflehnen gegen das Unrecht, weil es sie eben nicht kalt lässt. »Wer seine Lage erkannt hat, wie soll der aufzuhalten sein?« fragt Bertolt Brecht zu Recht in seinem »Lob der Dialektik« von 1934.
Wer die junge Welt kennt, weiß, dass sie in diesem Land eines der wenigen Medien ist, das diesen Menschen in der Welt und in unserem Land eine Stimme gibt, indem sie täglich von ihren Nöten berichtet und deren Ursachen und politische Zusammenhänge beleuchtet. Viele Menschen aus Solidaritätsbewegungen kennen und schätzen die kontinuierliche Berichterstattung der jungen Welt über Kuba und ihre solidarische Haltung gegenüber der sozialistischen Inselrepublik. Doch eine solche Stimme bleibt nur hörbar durch die breite Unterstützung ihrer Leserinnen und Leser. Denn der Druck auf kritische Medien wächst, und die Versuche, sie mit immer schärferen Repressionen zum Schweigen zu bringen, nehmen zu. Doch je stärker die Basis der jungen Welt ist, desto schwieriger wird es, sie in der Medienlandschaft auszuschalten.
Doch Solidarität ist nicht nur international gefragt. Auch in unserem Land gibt es viele Menschen, die auf die Solidarität anderer angewiesen sind. Die sozialen Einschnitte treffen immer mehr Menschen so hart, dass sie sich ein Zeitungsabonnement kaum noch leisten können. Gefangene werden nicht gehört – und hören so gut wie nichts von draußen, weil man ihnen den Zugang zum Internet verwehrt. Ein gespendetes Abo ist oft die einzige Quelle, sich über Geschehnisse in der Welt zu informieren. Wenn Sie also ein Freiabo spenden, üben Sie praktische Solidarität mit den an den Rand Gedrängten und von der Gesellschaft Ausgesperrten.
Mit dem Sommeraktionsabo können Sie dabei ganz unmittelbar helfen: Für nur 80 Euro werden 80 gedruckte Ausgaben der jungen Welt geliefert – eine Ersparnis von mehr als 50 Prozent gegenüber dem regulären Preis. In der digitalen Variante des Sommerabos gibt es drei Monate Onlinezugang für nur 30 Euro. Die Freiabos bestellen Sie unter jungewelt. de/aktionsabo mit der Option »Ich spende zur freien Verfügung«. Oder Sie wenden sich an den Aboservice unter 0 30/53 63 55-80 oder abo@ jungewelt.de. Wenn Sie per Onlineformular bestellen und im dritten Schritt im Feld »Ihre Mitteilung an uns« angeben, dass es für Gefangene genutzt werden soll, werden wir das berücksichtigen. Andernfalls finden Sie alle Informationen zum Gefangenenabo und den Link zum Spenden unter jungewelt.de/knastabo.
Natürlich können Sie das Sommerabo auch für sich selbst bestellen. Egal für wen, das Abo endet automatisch, muss also nicht abbestellt werden. Als Prämie für den Abschluss eines Sommerabos gibt es von uns zusätzlich drei Ausgaben der deutschen Granma Internacional geschenkt – der Originalstimme aus Kuba. Ein kleines Zeichen der Solidarität mit Kuba und seiner Stimme in der Welt.
Damit aus dem Sommerloch ein Sommer der Solidarität wird! Venceremos!
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
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