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Parlamentsboykott in der Türkei

Ankara. Die Abgeordneten des aus kurdischen und sozialistischen Parteien gebildeten »Blocks für Arbeit, Demokratie und Freiheit« sind am Dienstag der konstituierenden Sitzung des türkischen Parlaments ferngeblieben. Mit dem Boykott protestieren die 30 Abgeordneten gegen die Aberkennung des Mandats von Hatip Dicle und die Inhaftierung von sechs der PKK-Mitgliedschaft beschuldigten Parlamentariern. In der Nacht zu Montag mußten mehrere Abgeordnete des prokurdischen Blocks nach Polizeiübergriffen auf eine Demonstration im Krankenhaus behandelt werden. Abgeordnete der kemalistischen CHP kündigten die Verweigerung ihrer Vereidigung an, solange zwei wegen Putschvorwürfen inhaftierte Kollegen nicht entlassen werden.
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.06.2011, Seite 2, Ausland

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