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11.06.2026, 18:19:51
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Ölpreisschock: Weltbank rechnet mit Konjunkturdämpfer
Washington. Wegen des Ölpreisschocks im Iran-Krieg rechnet die Weltbank in diesem Jahr mit einem Konjunkturdämpfer. Die Weltwirtschaft werde 2026 nur noch um 2,5 Prozent wachsen - 0,4 Prozentpunkte weniger als im vergangenen Jahr, hieß es in der aktuellen Weltbank-Prognose, die am Donnerstag in Washington veröffentlicht wurde. Für den Euroraum sagt sie 0,8 Prozent voraus.
Die Inflation steige zugleich auf durchschnittlich vier Prozent, hieß es in dem Weltwirtschaftsbericht Global Economic Prospects weiter. Deshalb stelle die Weltbank den am stärksten betroffenen Entwicklungsländern umgehend bis zu 60 Milliarden US-Dollar (rund 52 Milliarden Euro) zur Verfügung. Diese Summe könne sich innerhalb von 15 Monaten auf 100 Milliarden US-Dollar erhöhen, hieß es.
Sollten die Energiepreise wieder sinken, dürfte sich das Wachstum im Euroraum laut Weltbank in den kommenden zwei Jahren auf 1,3 Prozent erholen. »Steigende fiskalische Unterstützung und Investitionen, insbesondere in Deutschland, dürften die wirtschaftliche Aktivität zusätzlich stützen«, heißt es in dem Bericht.
Zuvor droht aber eine Durststrecke: In diesem Sommer erwarten die Weltbank, der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Internationale Energieagentur (IEA) einen Treibstoffmangel. Derzeit würden die »weltweiten Ölvorräte in beispiellosem Tempo abgebaut, um den hohen Ausfall von Lieferungen durch die Straße von Hormus auszugleichen«, hatten die drei Organisationen bereits Ende Mai gewarnt. (AFP/jW)
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