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Abschottungspolitik

Neues EU-Asylsystem tritt in Kraft

Foto: Patrick Pleul/dpa

Brüssel. Die auf EU-Ebene jahrelang verhandelte Reform des europäischen Asylsystems (Geas) tritt am Freitag in Kraft. Die Verschärfungen der Migrationsregeln sollen mit effektiveren Verfahren an den europäischen Außengrenzen verhindern, dass Schutzsuchende innerhalb der EU weiterziehen - also etwa von Griechenland oder von Italien aus nach Deutschland kommen.

Konkret sollen die sogenannten Grenzverfahren schnellere Asylentscheidungen und konsequentere Abschiebungen ermöglichen. Besonders Menschen mit geringen Aussichten auf einen positiven Asylbescheid sollen ein solches beschleunigtes Verfahren mit einer maximalen Dauer von zwölf Wochen durchlaufen. Sie müssen in dieser Zeit damit rechnen, spezielle Aufnahmezentren nicht verlassen zu dürfen, die insbesondere die EU-Länder an der Außengrenze eingerichtet haben. Dadurch soll besonders sogenannte Sekundärmigration verhindert werden – also dass Geflüchtete nach der Erstregistrierung in einem EU-Land eigenständig in ein anderes Land weiterziehen. (dpa/jW)

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Erschienen am 12.06.2026, Ausland

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