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Abgeschrieben

Irische republikanische sozialistische Bewegung verurteilt rassistische Pogrome

Foto: Peter Morrison/AP/dpa
Am Tag nach dem Pogrom: Straßenzug in Belfast

Die Irische Republikanische Sozialistische Partei (IRSP) verurteilte am Mittwoch die rassistischen Angriffe auf Migranten in Belfast und anderen nordirischen Städten:

Die IRSP verurteilt unmissverständlich die rassistischen und sektiererischen Angriffe, die sich gestern Abend im gesamten Norden ereignet haben.

Wir erkennen an, dass Einwanderung, Asylpolitik und die illegale Einreise in den Norden Themen sind, die einer ernsthaften Überprüfung und einer offenen, ehrlichen öffentlichen Diskussion bedürfen. (…)

Es gibt jedoch keine Rechtfertigung für die Szenen von Rassismus, Sektierertum und Gewalt, die wir gestern Abend erlebt haben. Angriffe auf Einzelpersonen, Familien, deren Wohnungen oder Geschäfte aufgrund ihrer Nationalität, ethnischen Zugehörigkeit, Religion oder vermeintlichen Herkunft sind inakzeptabel und dienen nur dazu, Angst und Spaltung zu schüren. (…) Hassgeleitete Taten tragen in keiner Weise zur Lösung der Probleme bei, mit denen Arbeiterviertel zu kämpfen haben; statt dessen lenken sie von den eigentlichen Themen ab und verschärfen die Spannungen.

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Die IRSP steht an der Seite all jener, die Einschüchterung oder Gewalt ausgesetzt waren, und ruft die Gemeinden dazu auf, Versuche, Zwietracht zu säen, zurückzuweisen. Unsere Zukunft muss auf Solidarität, Gleichheit und gegenseitigem Respekt aufgebaut sein, nicht auf Rassismus oder Sektierertum. Meinungsverschiedenheiten über Einwanderung oder Regierungspolitik sollten friedlich und konstruktiv zum Ausdruck gebracht werden, niemals durch Hass oder Gewalt. (…)

Auch die linksrepublikanische antikapitalistische Organisation Saoradh verurteilt die rassistischen Übergriffe:

(…) Zwar sind Wut und Angst angesichts der jüngsten gewalttätigen Vorfälle, darunter der Überfall auf einen Mann in Belfast, vollkommen verständlich, doch diese schrecklichen Taten einer bestimmten Kultur oder einem bestimmten Migrationsstatus zuzuschreiben, ignoriert die umfassendere und zutiefst besorgniserregende Realität der Kriminalität in Belfast und anderen Teilen Irlands zum gegenwärtigen Zeitpunkt. (…) Die Realität der letzten sechs Monate – und tatsächlich der letzten Jahre – offenbart eine weitaus unbequemere Wahrheit: Gewalt und antisoziales Verhalten haben in allen Bereichen stark zugenommen, größtenteils getrieben durch die einheimische Bevölkerung, doch diese Vorfälle lösen selten das gleiche Maß an gesellschaftlicher Empörung aus. (…)

Viele derjenigen, die nach Irland kommen, haben das Trauma und die Verwüstung erlebt, die mit Krieg, Vertreibung und Instabilität verbunden sind. Der Staat hat jedoch systematisch versäumt, angemessene Unterstützungsstrukturen für diejenigen bereitzustellen, die unter den psychologischen Folgen der Konflikte und der erzwungenen Migration leiden. Gleichzeitig hat er die Bedürfnisse der Gemeinden vernachlässigt, die diese Maßnahmen ergreifen müssen. Dieser Mangel an angemessener Planung, Investitionen und Unterstützung für alle Betroffenen trägt nur dazu bei, die sozialen Spannungen zu verschärfen, und lässt schutzbedürftige Menschen ohne die Hilfe zurück, die sie benötigen.

Die Eskalation der Gewalt in Belfast und anderen Städten ist nicht auf Nationalität oder ethnische Zugehörigkeit zurückzuführen; sie ist das direkte Ergebnis systemischer Vernachlässigung, des Versagens öffentlicher Stellen und der Schwächung des sozialen Zusammenhalts. Die Schuld auf Minderheiten abzuwälzen ermöglicht es den wahren Verantwortlichen für den sozialen Verfall und den Institutionen, die sie ignorieren, sich der Verantwortung zu entziehen. (…)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.06.2026, Seite 3, Ausland

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