Die Affäre um die Kaperung des iranischen Öltankers »Grace 1« durch die britische Regierung könnte sich dem Ende zuneigen. Welche Schlussfolgerungen lassen sich ziehen?
In der herrschenden Vorstellungswelt der Neoliberalen funktionieren die Märkte von Natur aus ausgezeichnet. Nur manchmal müssen Notenbanken am Leitzins schrauben, um das Gefühl zu vermitteln, es gehe aufwärts.
Herrn Zuckerberg mangelt es nicht an Selbstvertrauen. Nachdem er das größte Informationsnetz (Social Network genannt) in die Welt gesetzt hat, macht er sich nun daran, Zentral- oder Notenbanker zu werden.
Als die Regierungschefs in Brüssel die Verteilung der Jobs an der Spitze der EU-Institutionen bekanntgegeben hatten, setzte sofort eine beachtliche Welle beim Kauf von Staatsanleihen ein.
Normalerweise sinkt die Zahl der Arbeitslosen im Frühjahr, so auch im Mai. Nun ist in diesem Mai die Arbeitslosenzahl zum ersten Mal seit 1950 gestiegen.
Nach den »Schicksalswahlen« für das EU-Parlament bleibt den Bürgern der Euro-Zone womöglich nicht erspart, dass Jens Weidmann ab November ihr nächster Zentralbankpräsident wird.
Die pseudoreligiöse Überhöhung der EU (»Europa«) scheint in Deutschland besonders auffällig. So viel nationale Einigkeit über Partei- und Klasseninteressen hinweg bedeutet in der Regel Schlimmes.
Die Sparkassen haben nicht nur den Ansturm des neoliberalen Privatisierungswahns überlebt. Sie sind mittlerweile auch stärker als die privaten Banken in Deutschland.
»Wir betreiben hier keinen russischen Kollektivismus. Dies ist ein privates Projekt mit staatlicher Unterstützung«, sagte der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire.
Dass in Deutschland der Staat zuwenig zum Erhalt der Infrastruktur tut, fällt mittlerweile auch internationalen Organisationen wie der OECD und dem IWF auf.
Jetzt, da die Fusion zwischen Deutscher Bank und Commerzbank abgeblasen ist, kann man sich noch einmal ein paar Gedanken über die Sonderbarkeiten dieses Plans machen.
Die Kapitalisten wollen die Schuldenbremse nach zehn Jahren wieder abschaffen. Der Chef des Instituts der Deutschen Wirtschaft sagt warum: Sie ist nicht effektiv.
Diese Fusion, wenn sie denn kommt, war lange angekündigt. Nach meiner Erinnerung hat Finanzminister Olaf Scholz zum ersten Mal im August vorigen Jahres über den Zusammenschluss von Deutscher Bank und Commerzbank geredet.