Was Lula und Bolsonaro tun wollen, wenn sie Ende des Monats die Stichwahl um das Präsidentenamt gewinnen, steht in ihren Programmschriften. Diese sind gar nicht so unterschiedlich, wie die erbitterte Polemik zwischen beiden erwarten ließe.
Vor der Abstimmung am Sonntag liegen der amtierende Präsident Lula und der ultrarechte Bolsonaro-Sohn nahezu gleichauf. Entscheidend sind ohnehin die gleichzeitig stattfindenden Wahlen zum Parlament und Senat.
Die Menschenrechtsorganisation »Global Witness« registrierte sie im vergangenen Jahr 124 Morde an Aktivisten weltweit. Demzufolge ist Kolumbien noch vor Brasilien das tödlichste Land für Aktivisten, gefolgt von Honduras, den Philippinen und Mexiko.
Brasiliens oberster Bundesrichter soll korrupt sein. Sein Rivale am Gericht ermittelt. Der Verdächtige soll Tipps über Razzien an den Chef einer Skandalbank gegeben haben. Der beschuldigte Richter kontert mit dem Vorwurf des Amtsmissbrauchs.
Die Zahl der Angriffe auf Journalisten ist zwar leicht rückläufig, strukturelle Verbesserungen sind jedoch nicht zu verzeichnen. Vor allem Klagen als »Instrument zur Einschüchterung und Zensur« nehmen zu.
Brasiliens Präsident Lula feiert einen Ölfund des staatlichen Energiekonzerns Petrobas im Mündungsgebiet des Amazonas und kündigt die dortige Ausbeutung des Rohstoffs an. Indigene und Umweltschützer verurteilen das als »Gewalttat« an dem Gebiet.
Die Arbeiterpartei hat ihren Wahlkampf um das Präsidentenamt im Fußballstadion von São Bernardo do Campo begonnen, die ultrarechte Liberale Partei versammelte ihre Anhänger an der Copacabana.
Brasilien: Die »grüne« Energiewende gefährdet Amazonien. Der Bergbau, mit dem seltene Erden und andere Mineralien erschlossen werden sollen, zerstört Wälder und führt zu radioaktiver Verseuchung
Der amtierende brasilianische Präsident Lula da Silva soll es erneut reißen. Zum siebten Mal wird er Präsidentschaftskandidat, zum vierten Mal soll er sich das Amt sichern. Um das zu schaffen, wirbt er mit Großprojekten und Aufrüstung.
Brasilien gilt als Land mit dem zweitgrößten Vorkommen von seltenen Erden. Diesen Schatz zu heben, machen sich Regierung und internationale Bergbaukonzerne auf. Die Risiken für Mensch und Umwelt werden kaum beachtet.
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Brasilien hat sehr viele Gewerkschaften, doch nur sehr wenig Arbeiter gehören ihnen an – und es werden immer weniger. Das geht auf die in den 1930er Jahren unter der Vargas-Diktatur geschaffene Arbeitsrechtsstruktur zurück.
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In der Metropole am Zuckerhut geraten die Einwohner bei Polizeieinsätzen zunehmend ins Kreuzfeuer. Eigentumsdelikte wie Kabelklau werden mittlerweile in großem Stil betrieben und beeinträchtigen das Leben in der Stadt.