Nach den Ferien warten die Schülerinnen und Schüler einer Dorfschule im Umland der pakistanischen Metropole Karatschi vor einem verschlossenen Tor. Die Schule stehe unter einem Fluch, sagt der Wachmann.
Regisseur Kai Stänicke hat für sein Spielfilmdebüt »Der Heimatlose« ein Modell gefunden, das dem bescheidenen Sozialrealismus vieler gegenwärtiger deutscher Produktionen weit überlegen ist.
Hiddensee galt mal als Künstlerrefugium, die einstige Ruhe ist jedoch einem hektischen Kulturtourismus gewichen. Annekatrin Hendels Dokumentarfilm will den sich daraus ergebenden Konflikten nachspüren.
Die Sprache der Bilder und die von ihr ausgelösten Stimmungen bilden den Kern von Roderick Warichs melancholischem Film »Funeral Casino Blues«. Darin verlieren sich die Spuren zweier Liebender, doch sie begegnen einander auf geheimnisvolle Weise wieder.
Sandra Wollner und ihr Bildgestalter Gregory Oke kombinieren in ihrem preisgekrönten Film »Everytime« die entrückt wirkenden Bilder einer beobachtend schweifenden Kamera mit einem intimen Ton.
Mr. Fields and Friends Cinema S.L , Bambu Producciones S.L y Rondallas Movie A.I.E
Der spanische Regisseur Daniel Sánchez Arévalo belebt in seinem tragikomischen Ensemblefilm »So klingt das Leben« die Tradition der Rondalla, um die versehrten Mitglieder einer traumatisierten, in Trauer gefangenen Dorfgemeinschaft zu verbinden.
Die tunesische Regisseurin Leyla Bouzid etabliert in ihrem ruhig und verhalten erzählten Familiendrama »Mit leiser Stimme« (»À voix basse«) eine spiegelbildliche Geschichte, um den Konflikt zwischen individueller Freiheit und gesellschaftlicher Unterdrückung zu thematisieren.
»Was sehen wir, wenn wir zum Himmel schauen?«, lautet der Titel von Alexandre Koberidses vorhergehendem Film. Was sehen wir, wenn wir »Dry Leaf« schauen, könnte man angesichts seines neuen, dreistündigen Werkes fragen.
Von leichtem Wellengang bewegt, wiegen sich Eisschollen am Ufer einer kleinen Felseninsel im finnischen Schärenmeer. Kurz berühren sie sich, stoßen sich voneinander ab, als würde die Zeit stillstehen und ihr schaukelnder Kräfteausgleich ewig so weitergehen.
»Man weiß, wie es gemacht ist, fällt aber trotzdem darauf rein«, sagt der langjährige WDR-Filmredakteur Werner Dütsch (1939–2018) gleich zu Beginn von Christiane Büchners Film »Erzählungen eines Kinogehers« über den Wesenskern des Kinos.
Goldene Farbe fließt zäh über einen nackten Frauenkörper, bevor die Dreharbeiten für einen Amateurporno beginnen. Muriel d'Ansembourgs Spielfilmdebüt »Truly Naked« steht unter dem Motto »Wenn Porno zur Norm geworden ist, wird die Intimität zum neuen Tabu.«
Comme des Cinemas/Cinq de Trefle Productions/eksystent
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Die Olympischen Sommerspiele 2024 scheinen freudig beschwingt zu sein, was vielleicht auch an Bachs Badinerie aus seiner 2. Orchestersuite liegt, mit der die ersten Szenen von »Ein Sommer in Paris« unterlegt sind.