30.04.2026
Kino
Die Macht der Worte
Sandra Hüller erfindet sich neu im Dreißigjährigen Krieg: Markus Schleinzers dritter Spielfilm »Rose«
Von Wolfgang Nierlin
Lodernde Feuer, verstreute Brandherde, aschgraue Felder. In der Ferne grollt Kanonendonner. Skelette und ein Pferdekadaver füllen das Bild mit barocken Zeichen der Endlichkeit und Gewalt, während eine Erzählerin aus dem Off von dem großen Krieg erzählt, der dreißig Jahre lang das Land verheerte. Im Tonfall einer Chronik berichtet die Stimme von einem Soldaten mit zerschossenem, vernarbtem Gesicht, der nach zehn Jahren dem Soldatenleben den Rücken kehrt, um unter fal...
Artikel-Länge: 3078 Zeichen


