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Chronik

Anno … 45. Woche

1936, 4. November: Der ehemalige KPD-Abgeordnete der Hamburger Bürgerschaft Etkar André wird, nachdem er am 10. Juli 1936 in einem aufsehenerregenden Prozess zum Tode verurteilt worden war, mit dem Handbeil hingerichtet. Kurz danach treten die 5.000 Insassen des Konzentrationslagers Fuhlsbüttel in einen Proteststreik.

1951, 4. November: Die Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) weiht auf dem Steinplatz in Westberlin einen Gedenkstein mit der Inschrift »Den Opfern des Stalinismus« ein. Der VOS-Vorsitzende Erich Kalweit hält eine Rede, in der er behauptet, der Stalinismus habe bisher 37 Millionen Menschenleben gefordert.

1976, 2. November: Bei den Präsidentschaftswahlen in den USA besiegt Jimmy Carter, der Kandidat der Demokratischen Partei, als erster Anwärter aus dem Süden seit dem Amerikanischen Bürgerkrieg den Republikaner Gerald Ford. Unter Carters Präsidentschaft kommt 1978 das erste Camp-David-Abkommen zustande.

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1986, 3. November: Mit dem Inkrafttreten des Vertrages über freie Assoziation endet die formelle US-Verwaltung Mikronesiens, und die im Westen des Pazifischen Ozeans gelegenen Föderierten Staaten von Mikronesien erlangen ihre Unabhängigkeit. Die Inseln waren 1899 Teil der Kolonie Deutsch-Neuguinea geworden, während des Zweiten Weltkriegs von den Japanern militärisch genutzt und schließlich von der UNO unter US-Treuhandverwaltung gestellt worden. Die USA führten auf den Inseln nach 1945 zahlreiche Kernwaffentests durch.

1981, 2. November: Die hessische Polizei räumt das Hüttendorf, das Gegner der »Startbahn West« auf dem Gelände des Flughafens Frankfurt am Main errichtet haben. In der Folge kommt es zu schweren Krawallen. Am 14. November demonstrieren in Wiesbaden mehr als 120.000 Menschen gegen den seit langem von Umweltgruppen kritisierten Ausbau des Flughafens. Die »Startbahn 18 West« wird ungeachtet anhaltender Proteste am 12. April 1984 offiziell eröffnet.

1976, 3. November: Infolge der nicht genehmigten Veröffentlichung seines Prosabandes »Die wunderbaren Jahre« im westdeutschen Verlag S. Fischer wird der DDR-Schriftsteller Reiner Kunze aus dem Deutschen Schriftstellerverband ausgeschlossen. Die vor der Auslieferung stehende DDR-Ausgabe seines zuerst im Westen erschienenen Kinderbuchs »Der Löwe Leopold« wird eingestampft. Im April 1977 stellt Kunze im Nachgang der Ausbürgerung Wolf Biermanns einen Ausreiseantrag und siedelt kurz darauf in die BRD über.

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Erschienen in der Ausgabe vom 31.10.2026, Seite 15, Geschichte

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