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Aufrüsten gegen China
USA und Australien vereinbaren vertiefte Kooperation
Canberra und Washington wollen noch intensiver militärisch zusammenarbeiten. Das ist das Ergebnis eines Austausches der beiden zuständigen Minister am Mittwoch abend (Ortszeit) in Washington. Bei dem Treffen zwischen US-Kriegsminister Pete Hegseth und seinem australischen Amtskollegen Richard Marles sei vereinbart worden, »Initiativen zur Truppenstationierung auf australischen Stützpunkten zu beschleunigen, die Zusammenarbeit in der gemeinsamen Logistik zu verstärken und durch gemeinsame Übungen eine höhere Interoperabilität zu schaffen«, wie von beiden Seiten am Donnerstag verkündet wurde. Down Under gestattet zwar offiziell keine ausländischen Militärbasen auf eigenem Boden. Die Präsenz von US-Soldaten an mehreren Standorten soll aber ausgebaut und eine noch stärkere Vernetzung als bisher vorangetrieben werden.
Das Treffen fand 75 Jahre nach Gründung der bilateralen Militärallianz statt. Inzwischen ist Australien gemeinsam mit Großbritannien und den USA auch in den noch jungen AUKUS-Pakt eingebunden, der nach den Anfangsbuchstaben der drei Länder benannt ist. Im asiatisch-pazifischen Raum will man nach eigener Darstellung ein militärisches Gegengewicht zum wachsenden Einfluss Chinas und der angeblichen Bedrohungen durch die Volksrepublik schaffen. Wie Marles bei seinem Besuch betonte, habe Australien seine Rüstungsausgaben gemäß dem US-amerikanischen Drängen im vergangenen Jahrzehnt bereits um 117 Milliarden US-Dollar erhöht. Aktuell liege der Anteil bei 2,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die USA hatten 3,5 Prozent als Ziel ausgegeben. Sein Land liege damit deutlich vor den großen europäischen NATO-Staaten Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien und der Bundesrepublik, beteuerte Marles.
Keineswegs neu ist der Ausbau von Hafenstützpunkten zum Anlaufen von atomgetriebenen U-Booten rund um Perth. Künftig soll Australien eigene erhalten. Im nordaustralischen Darwin halten sich bereits regelmäßig US-Marines auf. Die öffentlich-rechtliche ABC berichtete zudem Mitte August vom Ausbau der Kapazitäten auf der RAAF-Luftwaffenbasis Tindal bei Katherine, rund 350 Kilometer landeinwärts im Süden von Darwin. Dort, so ABC, sind F-35-Kampfjets und Drohnen stationiert. Zwei weitere Basen der Luftwaffe im Nordwesten Australiens, bisher nur im Stand-by-Modus, könnten nun auch dauerhaft belebt werden.
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