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Kolumbien

Anschläge zum Amtsantritt

Kolumbien: Bombenangriffe nach Vereidigung von Rechtspräsident

Foto: Santiago Saldarriaga/AP/dpa
Deutliche Ansage an den Ultrarechten im Präsidentenpalast: Einer der Anschläge vom Sonnabend in Quilichao

Der Amtsantritt von Kolumbiens Staatschef Abelardo de la Espriella ist am Wochenende von Gewalt überschattet worden. Einen Tag nach der Vereidigung des rechten Hardliners wurden am Sonnabend an verschiedenen Orten des südamerikanischen Landes zwei Bombenanschläge verübt, wie die Armee mitteilte. Für einen der Anschläge machte das Militär abtrünnige Guerillakämpfer verantwortlich. De la Espriella verurteilte die Anschläge scharf. Zuvor hatte er seine Absicht bekräftigt, wieder für »Ordnung« zu sorgen.

Bei den Anschlägen wurde laut Armee mindestens ein Polizist getötet. Weitere Menschen seien verletzt worden. Abtrünnige FARC-Guerillakämpfer hätten demnach am Sonnabend morgen eine Mautstelle nahe Cali im Südwesten des Landes mit Sprengstoff zerstört. Etwa 1.000 Kilometer nördlich wurde im Departemento Cesar bei einem weiteren Bombenanschlag ein Beamter getötet. Dort traf eine mit Sprengstoff versehene Drohne eine Polizeistation, wie Behördenvertreter mitteilten. Wer hinter dem Anschlag steckte, war zunächst unklar.

In der Region Cali sind Kämpfer unter dem Kommando von Iván Mordisco aktiv, der als meistgesuchter Guerillakommandant Kolumbiens gilt. Mordisco führt Kämpfer an, die sich vom unzureichend umgesetzten Friedensabkommen von 2016 zwischen der FARC und der kolumbianischen Regierung abgespalten haben.

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»Ein Angriff auf die Infrastruktur des Landes ist ein Angriff auf den Fortschritt«, erklärte De la Espriella auf X. An die Verantwortlichen gerichtet fügte er hinzu: »Es wird keinen Zufluchtsort, keine Nachsicht und keine Straffreiheit geben.« Der für seine harte Rhetorik bekannte Politiker war am Freitag vereidigt worden. Er werde den »Drogenterrorismus und alle kriminellen Organisationen unermüdlich bekämpfen« und die Friedensgespräche mit bewaffneten Gruppen beenden, sagte er in seiner Antrittsrede in Calí im Departemento Cauca. Der von US-Präsident Donald Trump unterstützte Politiker hatte die Stichwahl am 21. Juni mit weniger als einem Prozentpunkt Vorsprung gewonnen.

Nach seiner Vereidigung erklärte er vor Hunderten uniformierten Soldaten in einer Kaserne Calís, die von seinem linken Vorgänger Gustavo Petro verfolgte »Option des Dialogs« sei »völlig ausgeschöpft«. Die Mitglieder illegaler Banden hätten die Wahl: sich dem Gesetz zu »unterwerfen« oder sich mit der »entschlossenen Härte des Staates« konfrontiert zu sehen. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.08.2026, Seite 7, Ausland

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