Kriegsentscheidende des Tages: Grüne
Dunkel ist’s in der deutschen Industrie, nur der grüne Mond scheint helle. Am Donnerstag machte das Nachrichtenportal Table Briefings auf das »Impulspapier« 7/26 »Innovation durch Verteidigung« eines »Wirtschaftsvereinigung der Grünen e. V.« aufmerksam. Am Montag berichtete die Berliner Zeitung unter der Überschrift »Panzer statt Pazifismus« über das neuste Ei des Kolumbus, besser: die Kalaschnikow des 21. Jahrhunderts.
So genial einfach wie die AK-47 ist nämlich der Grünen Grundidee: Wir halten die Billion Euro, die Merz und Klingbeil für Militärschrott zum Fenster hinauswerfen, zusammen, kaufen nicht so viel bei Donald Trump, sondern stecken das Geld in die eigene, noch nicht wachgeküsste Rüstungsindustrie: »Es hängt davon ab, wofür es eingesetzt wird.«
So fährt grüner Geist blitzesschnell langsam um die Ecke – und achtet auf »einen verlässlichen und kosteneffizienten Rüstungshochlauf«. Merz und Klingbeil wurden schließlich schon dabei gesehen, wie sie Geldkoffer aus dem Kanzleramt auf Dicke Bertas warfen, statt wie die Grünen auf Papier »zum Aufbau von neuer industrieller Stärke, von innovativen Ökosystemen und technologischer Souveränität« zu führen.
So haben die Deutschen das beste Flottenprogramm seit dem Kaiser und überbieten alle mit »KI, Quantencomputing, Drohnen, Robotik, Raumfahrt und Satellitenkommunikation«. Denn die grünen Verfasser haben entdeckt: »Die Militärstrategie benennt sie explizit als kriegsentscheidende Schlüsseltechnologien.« Kriegsentscheidend aber will auch ein grünes Impulspapier sein. Egal, welcher Krieg. Der ist eine Naturkonstante, und effiziente Aufrüstung muss sein. Daher wusste schon das Kinderlied: »Grün die schneebedeckte Flur, als ein totgeschoss’ner Hase auf dem Sandberg Schlittschuh lief.« Oder so ähnlich. ’s ist Krieg, und die Grünen begehren, schuld zu sein.
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