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Erfolgreicher Widerstand der von Räumung bedrohten Gemeinschaft Prosfygika in Athen

Foto: IMAGO/Middle East Images
Nächtliche Solidaritätsdemonstration in Athen am 17. Mai 2026

Die Kampagne »Internationalisten schützen Prosfygika« informierte am Freitag über den Erfolg der von Räumung bedrohten selbstverwalteten Gemeinschaft in Athen:

Nach fünf Monaten ununterbrochener Proteste hat die Gemeinschaft der besetzten Prosfygika einen vielschichtigen Sieg errungen. Diese Woche beantwortete die Europäische Kommission die parlamentarische Anfrage zur Rechtmäßigkeit der Räumungspläne, die von 33 Mitgliedern des Europäischen Parlaments aus verschiedenen Fraktionen gestellt worden war. Die Europäische Kommission, die angeblich für die Finanzierung des Gentrifizierungsplans verantwortlich war, bestätigte die Rechtswidrigkeit der Räumung und das Fehlen von Fördermitteln; es wurden entgegen den Behauptungen der Regionalregierung niemals Mittel für diesen Plan bewilligt.

In ihrer Antwort hieß es eindeutig: »Die griechischen Behörden haben der Kommission mitgeteilt, dass bislang keine Ausschreibung zur Aufnahme des Prosfygika-Projekts in das Regionalprogramm ›Attika‹ veröffentlicht wurde. Da kein Vorhaben für eine EU-Förderung ausgewählt wurde, liegen der Kommission keine projektspezifischen Informationen vor.«

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Dieser Erfolg folgte auf den verkündeten Erfolg des Hungerstreiks. Suzon Doppagne und Aristotelis Chantzis, Mitglieder der Gemeinschaft der besetzten Prosfygika in Athen, gaben am 24.6.2026 die Entscheidung bekannt, ihren Hungerstreik bis zum Tod nach 140 bzw. 55 Tagen zu beenden. Zuvor hatte die Stadtverwaltung von Athen in einer Dringlichkeitssitzung für eine Entschließung gestimmt, die an die Regionalregierung und den griechischen Staat gerichtet war und die Aufhebung des Räumungsplans sowie die Anerkennung der Gemeinschaft der besetzten Prosfygika forderte. Darüber hinaus sieht die Entschließung vor, dass alle Bewohner von Prosfygika in ihren Wohnungen bleiben dürfen, und akzeptiert die schrittweise Sanierung der Gebäude, wie sie von der Gemeinschaft vorgeschlagen wurde.

Olga Nassis, Mitglied der Europäischen Linken, warnt: »Trotz des auf kommunaler Ebene errungenen Sieges ist die Gefahr noch lange nicht vorbei. Regierungssprecher Pavlos Marinakis griff Prosfygika unverantwortlich an, bezeichnete die Gemeinschaft als ›großen Schandfleck‹ und erklärte in bedrohlichem Ton, dass ›die zuständigen Behörden in operativen Angelegenheiten reagieren werden‹.« Dies ist eine glasklare Botschaft, die die Absicht andeutet, Polizeikräfte einzusetzen, um ein vorrangig soziales Problem durch Zwang und Repression zu lösen.

(…) Seit Beginn des Hungerstreiks am 5. Februar haben sich Solidaritätsbewegungen in über dreißig Städten auf vier verschiedenen Kontinenten gebildet. (…) In ihrer Erklärung zur ersten Demonstration der Tour, die am 2. Juli vor der griechischen Botschaft stattfand, gaben sie die folgende Erklärung ab: »Gemeinsam mit der Unterstützung unserer Genossinnen und Genossen in Österreich, Slowenien, Ungarn, Serbien, Albanien, Kroatien, Bulgarien und Mazedonien werden wir Aktionen vor verschiedenen griechischen Botschaften durchführen, um deutlich zu machen, dass wir vereint gegen die Räumungspläne stehen, dass der Kampf für das Leben und die Menschlichkeit keine Grenzen kennt und in jedem besetzten Haus, auf jedem Platz, in jedem Sozialzentrum und in jedem Herzen jeder Genossin und jedes Genossen weitergeht. Als internationalistische Brigade (…) werden wir gemeinsam zur Gemeinschaft der besetzten Prosfygika reisen, um praktische Unterstützung zu leisten und die Verbindungen – neue und alte –, die in der Hitze dieses Kampfes geschmiedet wurden, zu stärken.« (…)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.07.2026, Seite 3, Abgeschrieben

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