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VdK kritisiert Kürzungen beim Wohngeld

Foto: REUTERS

Zu den von Bund und Ländern geplanten Einschnitten beim Wohngeld erklärte Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK am Sonntag:

»Bund und Länder wollen ausgerechnet bei Menschen sparen, die schon heute kaum ihre Miete bezahlen können. Was das Bauministerium hier vorlegt, ist eine der größten Sozialkürzungen der letzten Jahre. Und sie trifft diejenigen, die sich am wenigsten dagegen wehren können.

Über die Hälfte der Wohngeldhaushalte sind Seniorinnen und Senioren mit kleinen Renten. 44 Prozent sind Familien, viele davon Alleinerziehende. Diese Menschen haben kein Polster, kein zweites Einkommen und keine Rücklagen – sie haben das Wohngeld. Nun sollen sie erhebliche Teile dieser Unterstützung verlieren. Beim VdK gehen seit geraumer Zeit sehr viele Zuschriften von Mitgliedern ein, die Angst haben, ihre Wohnung zu verlieren. Das sind keine abstrakten Zahlen, das sind Menschen in echter Not.

Für viele Haushalte entscheidet das Wohngeld bereits heute darüber, ob sie ihre Wohnung halten können. Die Bundesregierung plant diese Kürzungen zu einem Zeitpunkt, an dem vielerorts die Mietpreise explodieren, keine günstigen Wohnungen mehr auf dem Wohnungsmarkt angeboten werden und ein Umzug damit illusorisch ist.

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Besonders widersprüchlich ist, dass der Gesetzentwurf selbst einräumt, dass infolge der Kürzungen Hunderttausende Menschen in die Grundsicherung gedrängt werden. Das ist kein Sparen, sondern eine Kostenverschiebung auf dem Rücken der Schwächsten. Wohnungsnot und Altersarmut lassen sich nicht durch Kürzungen verhindern.«

Die Hilfs- und Menschenrechtsorganisation Medico International wies am Sonntag auf die notwendige Hilfsarbeit nach dem verheerenden Erdbeben in Venezuela hin:

Das Ausmaß der Katastrophe ist auch Tage nach den zwei Erdbeben noch unklar. Hunderttausende Menschen sind auf Unterstützung angewiesen, Zehntausende noch immer vermisst, mindestens 1.000 Menschen sind gestorben. Die Frankfurter Hilfsorganisation Medico International unterstützt mit 20.000 Euro die Soforthilfe vor Ort und ruft zu Spenden auf.

Dafür hat Medico Kontakt zu ihrer früheren Partnerorganisation Cecosesola aufgenommen. Der krisenerprobte Verband von basisdemokratischen Kooperativen begann unmittelbar nach den Beben, Nothilfe für die Überlebenden zu leisten: Lebensmittel, Wasser, Medikamente, Hygieneartikel und Kleidung.

»Trotz der prekären Versorgungslage in Venezuela ist die Solidarität der Menschen groß«, so Timo Dorsch, Südamerikareferent von Medico International. »Während die internationale humanitäre Hilfe nach Katastrophen in umkämpften Ländern wie Venezuela allzu oft Einfallstor für politische Einflussnahme ist, bleibt sich Cecosesola treu: Die Hilfe der Kooperativen orientiert sich ausschließlich an den Bedürfnissen der Betroffenen, nicht an einer politischen Agenda – von den Menschen für die Menschen.«

Cecosesola ist ein Verband von Kooperativen in Barquisimeto, westlich der Hauptstadt Caracas, die vor allem in den Bereichen Landwirtschaft und Gesundheit aktiv sind. Auf den Märkten der Kooperative kaufen jede Woche 70.000 Familien ein. In ihrer Klinik und weiteren kooperativen Gesundheitseinrichtungen werden über 220.000 Menschen medizinisch versorgt. (…)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.06.2026, Seite 3, Abgeschrieben

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