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Israels Krieg gegen Gazas Kinder
UN-Menschenrechtsrat konstatiert, dass Tel Aviv gezielt und systematisch Kinder in der abgeriegelten Enklave tötet. Heranwachsende seien Folter und sexualisierter Gewalt ausgesetzt
Der Gazastreifen ist voll mit Terroristen. Jedes Kind, das jetzt – in dieser Minute – geboren wird, ist bereits ein Terrorist«, sagte der Likud-Abgeordnete Nissim Vaturi im Januar 2025 im israelischen Fernsehen. Der ehemalige Knesset-Sprecher Mosche Feiglin legte im Mai 2025 nach: »Jedes Kind dieser Art, dem ihr jetzt Milch gebt, wird in 15 Jahren eure Töchter vergewaltigen und eure Söhne niedermetzeln«, sagte er in einem TV-Interview. Seine Konsequenz: »Nicht ein einziges Kind« solle in dem Küstenstreifen bleiben.
Es ist eine Logik, die sich wie ein roter Faden durch die Völkermorde der Geschichte zieht: Das eigene Kollektiv wird als Opfer imaginiert, das einer Gruppe gegenübersteht, die das absolut Böse repräsentiert. Um das eigene Überleben zu sichern, müssen die anderen ausgerottet oder weggeschoben werden. Das schließt explizit auch deren Kinder ein, denn die sind die Bösen von morgen. Diese Schlussfolgerung ist keine Randerscheinung in der israelischen Politik, sondern Regierungspraxis – zu diesem Ergebnis kommt der UN-Menschenrechtsrat in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht. »Die israelischen Behörden und Sicherheitskräfte haben vorsätzlich palästinensische Kinder ins Visier genommen«, heißt es darin. Das sei eines der zentralen Elemente, »die den Völkermordvorsatz« Israels belegen. Tel Avivs Vertretung in Genf erklärte dagegen, der Bericht sei eine »verleumderische Farce«.
Die genauen Umstände etlicher Fälle, in denen unterschiedliche Einheiten der Armee gezielt Kinder töteten, werden in dem Bericht dokumentiert. So sieht es das UN-Untersuchungsgremium etwa als erwiesen an, dass Soldaten zwischen dem 20. und 21. Dezember 2023 vier Handgranaten in ein Haus warfen, in dem 30 Angehörige einer Familie Schutz suchten. Daraufhin seien sie in das Gebäude eingedrungen und hätten acht unbewaffnete Menschen erschossen – darunter eine hochschwangere Frau und ihren Ehemann. Deren Kinder, ein fünf- und ein sechsjähriger Junge, hätten das Massaker mit ansehen müssen und seien mit schweren Verletzungen zurückgelassen worden.
Bereits im September 2025 dokumentierte die niederländische Tageszeitung De Volkskrant, dass Dutzende ausländische Ärzte, die in der abgeriegelten Enklave tätig waren, immer wieder Kinder mit Schussverletzungen im Kopf oder Oberkörper behandelten. Die Zeugenaussagen legen ein gezieltes und systematisches Vorgehen nahe – und decken sich mit den Angaben israelischer Scharfschützen, die Haaretz ebenfalls im September 2025 veröffentlichte.
Mehr als 20.000 getötete Kinder wurden seit Oktober 2023 im Gazastreifen geborgen – über 44.000 wurden verletzt. Damit machen Kinder etwa 30 Prozent der Kriegsopfer aus, heißt es in dem UN-Bericht. »Massenhaftes Trauma, Verwaisung, Trennung, Behinderung, wiederholte Vertreibungen, Hunger sowie der Zusammenbruch des Bildungs- und Gesundheitswesens«, hätten den Heranwachsenden in Gaza ihre Kindheit geraubt, konstatiert das Untersuchungsgremium. Zudem seien sie in israelischen Gefängnissen »Folter und schweren Formen der Misshandlung ausgesetzt«, darunter »sexualisierter Gewalt«.
In dem Report wird außerdem erwähnt, dass die israelische Armee seit der im Oktober 2025 zwischen der Hamas und der israelischen Regierung vereinbarten Waffenruhe das Töten ohne Pause fortgesetzt hat. Derweil torpediert Israels Premierminister Benjamin Netanjahu die aus dem Fokus der Öffentlichkeit geratenen Verhandlungen zwischen Donald Trumps »Friedensrat« und der Hamas mit maximalistischen Forderungen. Den Palästinensern soll die bedingungslose Kapitulation und Aufgabe ihres Strebens nach Selbstbestimmung aufgezwungen werden. Und auch die Vertreibungspläne stehen noch auf der Agenda Tel Avivs: Haaretz berichtete am Dienstag, dass der nationale Sicherheitsrat gleichentags eine Sitzung einberufen habe, um die »freiwillige Ausreise« aus Gaza zu fördern.
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Frank Adam aus Bautzen 26. Juni 2026 um 20:04 UhrAuf der Montagsdemo in Bautzen wurde bereits sehr oft über diese mörderische, verbrecherischen Handlungen der israelischen Armee gesprochen. Und es wird weiter berichtet, auch wenn das einigen Vertretern aus der rechten Sachsenpartei nicht passt. Gleiches trifft auch auf Cuba und die US-Blockade zu. Vom Redner wird immer wieder auf die verbrecherischen Völkermordabsichten der vielen US- Regierungen hingewiesen. Wir alle sollten uns weiter empören und die Einhaltung der Info-Beschlüsse fordern. Attackieren wir besonders auch unsere heuschlerische, verlogene Regierung unter Merkel bis Merz. Es lebe das Menschenrecht und die Solidarität.
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Reinhard Hopp aus Berlin 25. Juni 2026 um 16:50 Uhr»Soldaten sind Mörder.« (Kurt Tucholsky) Aber nicht nur die, auch jene, die sie unterstützen und am Morden kräftig (mit)verdienen; die »Sekundär«-Mörder, so will ich sie mal bezeichnen. Und nicht zu vergessen, das Heer der ewigen Ignoranten und Wegschauer sowie die gesamte Phalanx der schweigenden Mainstreammedien.
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Es gibt auch unter den Linken genügend Leute, die diesen fortdauernden Mord auch an Kindern geflissentlich übersehen, obwohl er nicht zu übersehen ist. Sie erregen sich lauthals über die Opfer des 7. Oktober. Zehnmal so viele getötete Kinder wären es wert umzudenken. Oder das selbstverliehene Etikett des Linksseins freiwillig abzulegen.
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Hans-Werner Meiners aus Angermünde 25. Juni 2026 um 08:50 UhrEs ist an sich schon eine Schande, dass israelische Politiker und Soldaten wegen der Tötung von Kindern nicht bestraft werden und deutsche Politiker, die durch ihre Haltung Sanktionen gegen diese Mörder verhindern, nicht zur Verantwortung gezogen werden können. Allerdings gibt es eine dritte Gruppe, die wegen der persönlichen Vorteilsnahme an den genannten Verbrechen unter anderem durch Boni und Gewinnbeteiligungen durchaus angeklagt werden könnte. Ich meine die Vorstände und Geschäftsführer der Firmen, die Israel Getriebe für Panzer, Granaten für Panzerkanonen und Munition für Scharfschützen liefern. Nicht zu vergessen die Vorstände und Geschäftsführer der Firmen, die Israel Giftstoffe (Stichwort Glyphosat) und weißen Phosphor liefern, um den Südlibanon auf Jahre unbewohnbar zu machen.
Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
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