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Lieber gemeinsam
Nach jeder Saison ziehe ich ein Fazit: Wie lief es aus Sicht der Fans? Mancher mag da an die zunehmenden Repressionen gegen Fußballfans denken. Da ich ein Optimist bin, lasse ich Negatives lieber weg und denke an das, was aus Fansicht Kraft für die Zukunft geben könnte. In der vergangenen Saison gab es so viele positive Fanaktionen, die Zeichen gesetzt und ihre mediale Wirkung nicht verfehlt haben. Aktionen, so stark, dass sie selbst ignorantesten Polizeigewerkschaftern oder Verbandsfunktionären nicht entgangen sein dürften.
Bestens erinnere ich mich an die letzte Innenministerkonferenz Anfang Dezember in Bremen. Zahlreiche Fanszenen protestierten gegen die Vorhaben der Innenminister, die Aktivitäten gipfelten in einer großen Fandemo in Leipzig. Die Einigkeit in der Sache war überwältigend, führte dazu, dass die Repressionskeule wieder eingepackt werden musste. Auch die skurril anmutende Aktion, ausgerechnet bei dem Pokalendspiel in Berlin ein sehr großes Transparent mit einem durchgestrichenen DFB-Logo fernsehwirksam durchs Stadion kreisen zu lassen, war ein tolles Statement. Dass Fanszenen zusammen mit ihren Vereinen längst Kampagnen wie »Verbandsstrafen abschaffen« oder »Meister müssen aufsteigen« machen, dürfte Verbandsfunktionäre ebenfalls kaum erfreuen.
Die Geschlossenheit dieser und anderer Aktionen zeigt, was gemeinsam möglich ist. Darin besteht für mich das positive Fazit der Saison.
»Sport frei!« vom Fananwalt.
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