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05.06.2026
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Für alle was
Am Sonntag sind die TT-Finals in Erfurt
Irgend etwas ist bekanntlich immer. Diesmal kommen die deutschen Meisterschaften im Tischtennis, die am Wochenende unter dem neudeutschen Titel TT-Finals in Erfurt stattfinden, relativ konkurrenzlos daher, jedenfalls im Tischtennis. Es gibt kein internationales WTT-Turnier von Format, lediglich die World Masters in Shanghai.
Litt die Besetzung gerade unter den Profis noch im vergangenen Jahr sehr daran, dass sehr, sehr viele absagten – ob sie nun woanders verpflichtet waren oder einfach eine Pause brauchten –, muss man 2026 schon suchen, um herauszufinden, wer überhaupt fehlt. Klar ist: Kay Stumper wird es verdammt schwer haben, seinen Titel bei den »Erwachsenen«, wie der Wettbewerb der Männer inzwischen heißt (theoretisch dürfen hier auch Damen aufschlagen), zu verteidigen.
Denn diesmal sind alle am Start, oder sagen wir, fast alle. Dang Qiu, Benedikt Duda, Dimitrij Ovtcharov, auch die Youngster Andre Bertelsmeier oder Wim Verdonschot. Patrick Franziska jagt bei den Lotto Thüringen TT-Finals 2026 sogar seinen allerersten Titel als Deutscher Meister.
Bei den Damen steht Annett Kaufmann ganz vorne, als Titelverteidigerin und Hoffnungsträgerin, die allerdings in ihrer Entwicklung jüngst leicht stagnierte. Im Gegensatz zu Sabine Winter, die mit ihrem Antibelag bis auf Weltranglistenplatz neun vorgestoßen ist. Kommt es hier zur Neuauflage des Finales von 2025, als Kaufmann Winter kaum eine Chance ließ? Oder wird Nina Mittelham, frisch verheiratet und in aufsteigender Form, die spaßverderbende Dritte? In dem Starterinnenfeld ist Ying Han die einzige von Rang, die fehlen wird.
Aber das ist längst nicht alles, was in Erfurt geboten wird. Es ist im Grunde ein Schaulaufen des gesamten deutschen Tischtennis. Die Finals erfahren hier noch einmal eine Erweiterung – auch die sogenannte Outdoor-Szene wird am Start sein. Drei Hallen, ein Außenparcours, alles wird im Überfluss vorhanden sein. Verschwitzte Rentnerinnen, Kinder, jede nur erdenkliche Kategorie wird in diesem Sport, dem an seiner Basis auch immer etwas Bürokratisches anhaftet, zu ihrer Entscheidung finden. Am Sonntag abend sollten die Siegerinnen und Sieger dann feststehen.
Natürlich gibt es auch ein Rahmenprogramm mit Live-Podcasts, Autogrammstunden und genügend Fressstände für alle. Es wird Spielchen und Präsentationen geben, und die Nerds aus den Provinzvereinen können sich hier mit Trikots, Belägen, Gimmicks eindecken. Im vergangenen Jahr gab es einen Schlumpf mit Tischtennisschläger. Erfurt scheint sich vielleicht nicht als Mekka, aber als großer Anziehungspunkt im Tischtennis zu etablieren.
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