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23.05.20262 Leserbriefe
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Solidarität mit Castro
Tausende Kubaner protestieren vor US-Botschaft gegen Kriminalisierung des Expräsidenten
Der Widerstand gegen imperialistische Interventionen und äußere Bedrohungen hat in Kuba eine lange Tradition. Auch an diesem Freitag morgen versammelten sich Tausende Menschen auf der »Antiimperialistischen Tribüne José Martí« vor der US-Botschaft in Havanna, um die jüngste Aggression der US-Regierung zurückzuweisen und ihre Unterstützung für Revolutionsführer Raúl Castro zu bekräftigen. Die Kundgebung richtete sich gegen den Versuch Washingtons, den Expräsidenten zu kriminalisieren und die seit Jahrzehnten andauernde Wirtschaftsblockade weiter zu verschärfen. Parallel zu einer Anklage des US-Justizministeriums gegen Castro hatte das Pentagon den atomgetriebenen Flugzeugträger »USS Nimitz« in die Karibik verlegt.
»Die Helden des Vaterlands verdienen Respekt – unsere Geschichte und Traditionen werden nicht ohne Antwort beleidigt«, betonte Präsident Miguel Díaz-Canel in einem Aufruf zur Kundgebung. Die Revolutionsregierung Kubas verurteilte zugleich die Anklage gegen Castro wegen Mordes als »verabscheuungswürdigen und schändlichen Akt politischer Provokation«, der auf einer falschen Darstellung des Abschusses zweier Flugzeuge der Terrororganisation »Brothers to the Rescue« im Jahr 1996 beruhe. Die Regierung verwies auf mehr als 25 vorsätzliche Verletzungen des kubanischen Luftraums durch diese Gruppe und auf zahlreiche formelle Beschwerden, die Havanna deswegen bei der US-Luftfahrtbehörde und dem Außenministerium eingereicht hatte – Warnungen, die Washington bewusst ignoriert habe.
»Ja, Raúl kann beschuldigt werden«, erklärte Premierminister Manuel Marrero. »Beschuldigt, würdig zu sein, bescheiden, standhaft und fidelistisch.« Auch der Staatsrat der Republik verurteilte im Namen der Nationalversammlung die »niederträchtige Anschuldigung« und wies die jüngsten Exekutivverordnungen von US-Präsident Donald Trump zurück, die die einseitigen Zwangsmaßnahmen gegen die kubanische Bevölkerung weiter verschärfen. Der Direktor für Völkerrecht im Außenministerium, Yusnier Romero, prangerte an, dass die USA das Prinzip der souveränen Gleichheit offen verletzten, indem sie sich eine universelle Gerichtsbarkeit anmaßten.
Während sich die Kräfte der Landesverteidigung auf eine Invasion vorbereiten und die Bevölkerung für die Unabhängigkeit ihres Landes demonstriert, wächst zugleich die internationale Unterstützung. China und Russland weisen die gegen Castro erhobenen US-Anklagen scharf zurück und verurteilen sie als Ausdruck einer extraterritorialen Rechtspolitik und politischer Einmischung. Beide Staaten forderten Washington auf, Drohungen und einseitige Maßnahmen zu unterlassen, und betonten ihre Solidarität mit Kuba in Fragen der Souveränität und des internationalen Rechts.
Parallel dazu verschärft sich die militärische Dimension der Drohungen. Trump bestritt zwar, dass die Entsendung der »Nimitz« zur Einschüchterung Kubas erfolgt sei, doch die aus Begleitschiffen, Luftgeschwadern und Versorgungseinheiten bestehende Kampfgruppe ist Teil einer verstärkten US-Militäraktivität in unmittelbarer Nähe zur Insel. Laut der spanischen Nachrichtenagentur Efe wurden gleichzeitig Hunderte US-Soldaten aus Puerto Rico »zu Ausbildungs- und Spezialeinsätzen in nicht näher benannte Einsatzgebiete« entsandt. Puerto Rico fungierte bereits in den vergangenen Monaten mehrfach als Ausgangspunkt regionaler US-Militäroperationen. Kurz nachdem Trump die Entsendung des Flugzeugträgers heruntergespielt hatte, bezeichnete Außenminister Marco Rubio Kubas Expräsidenten als »Flüchtigen der US-Justiz«. Ein auf der Website des Weißen Hauses veröffentlichtes Plakat sorgt zusätzlich für internationale Kritik. Darauf werden vier Personen als »Feinde Amerikas« dargestellt, die durch Maßnahmen der Trump-Regierung »ausgeschaltet« worden seien, darunter auch Raúl Castro und der venezolanische Präsident Nicolás Maduro.
In Kommentaren der mexikanischen Tageszeitung La Jornada wird die Entwicklung als Teil einer gefährlichen Eskalation beschrieben, in der Medienkampagnen, juristische Schritte und militärische Aufmärsche ineinandergreifen. Der Fall Castro werde genutzt, um ein neues politisches Narrativ zu etablieren, das Kuba als strategische Bedrohung konstruiere, um weitergehende Maßnahmen zu legitimieren. Die Zeitung warnt vor derartigen Eskalationsmustern, die nicht nur die Region gefährdeten, sondern auch die Grundlagen des internationalen Rechts zerstören würden.
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Cecilia Yesenia Castillo aus Berlin / Murcia (Spanien) 26. Mai 2026 um 11:09 UhrFür alle, die an den Tagebüchern, die Ernesto »Che« Guevara geschrieben hat, interessiert sind: Jede dieser Ausgaben ist in deutscher Sprache und ebenfalls im spanischen Original bei Amazon bestell- und lieferbar. Das sind zum Beispiel »The Motorcycle Diaries. Latinoamericana. Tagebuch einer Motorradreise 1951/52«, »Das magische Gefühl, unverwundbar zu sein. Lateinamerika-Reise 1953–56«, »Episoden aus dem Revolutionskrieg«, »Kubanisches Tagebuch«, »Der afrikanische Traum. Das wieder aufgefundene Tagebuch vom revolutionären Kampf im Kongo«, »Bolivianisches Tagebuch«.
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Raimon Brete aus Chemnitz 25. Mai 2026 um 16:56 UhrKuba – meine unerschütterliche Liebe. Obwohl tausende Kilometer zwischen uns liegen, sind mir die Menschen auf Kuba so nah. Diese Insel ist seit Jahrzehnten eine Hoffnung und Symbol für eine gerechtere, solidarischere und friedfertigere Gesellschaftsordnung. Nach dem Sturz des korrupten und US-hörigen Diktators Batistas 1959, nahm das kubanische Volk sein Schicksal in die eigenen Hände und trotzt seit Jahrzehnten mit Erfolg dem politischen, ökonomischen und finanziellen Terror der USA und der Europäischen Union. Letztere handeln wissentlich und vorsätzlich seit Jahren gegen den erklärten Willen der Völker, der sich in UNO-Beschlüssen zugunsten Kubas manifestiert. Im unermesslichen Hass und unter Missachtung der universellen Menschenrechte nehmen die USA mit Unterstützung des Europäischen Parlaments und von Exilkubanern das Land in den Würgegriff und wollen deren Politiker physisch vernichten. Welch entsetzlich mörderische Moral liegt diesem Handeln zugrunde! Das Land, das für sich Demokratie und Freiheit einfordert, bedroht ernsthaft mit seiner weltweit stärksten Militärmaschinerie und seiner ökonomischen Macht die Bewohner einer kleinen Insel, die nur selbstbestimmt leben wollen. Den USA und ihren Verbündeten ist die gesellschaftspolitische Alternative Kubas mehr als nur ein Dorn im Auge – sie stellt für sie eine ernste Bedrohung ihrer kapitaldominierten und menschenverachtenden politischen und ökonomischen Interessen dar. Kuba muss Dank unserer aller Solidarität überleben!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
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