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»Ein-China-Prinzip«

China: Kritik an Taiwan-Besuch

Beijing. China hat den Besuch einer Delegation des Deutschen Bundestags in Taiwan kritisiert. Die Volksrepublik habe stets jegliche Form offiziellen Austauschs ihrer diplomatischen Partnerländer mit Taiwan abgelehnt, sagte Außenamtssprecherin Mao Ning in Beijing am Montag. Auf der Welt gebe es nur ein China, und Taiwan sei ein untrennbarer Teil Chinas, fuhr sie fort. Das »Ein-China-Prinzip« sei die »politische Grundlage« der deutsch-chinesischen Beziehungen, erklärte Mao weiter. »Wir fordern die jeweiligen Personen der deutschen Seite auf, sich an das Ein-China-Prinzip zu halten und damit aufzuhören, die falschen Signale an Taiwans Unabhängigkeitskräfte zu senden«, sagte sie. Am Wochenende war die fünfköpfige Abgeordnetengruppe mehrerer Parteien unter Führung von Till Steffen (Bündnis 90/Die Grünen) in Taiwan eingetroffen. Auf Nachfrage zu Maos Äußerungen sagte Steffen: »Viele Worte und eine einfache Antwort: China sollte sich nicht in die deutsch-taiwanischen Beziehungen einmischen.« (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.05.2026, Seite 6, Ausland

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