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Terroropfer des Tages: Andreas Büttner
Anfang Januar, Uckermark: Auf das Privatgrundstück von Andreas Büttner, Antisemitismusbeauftragter des Landes Brandenburg, wird ein Anschlag verübt. Ein Schuppen brennt, an der Haustür prangt ein rotes Dreieck. Damit ist alles klar: Hamas, Terror, Islamismus, die »neue autoritäre Linke«. Die Republik reagiert: Verurteilungen, Solidaritätsbekundungen, große Worte. Bild fordert einen »harten Kurs« gegen Linke. Die Generalstaatsanwaltschaft setzt für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, eine Belohnung von bis zu 10.000 Euro aus.
Ein Bericht des Tagesspiegel führt nun zu großer Ernüchterung: Als Exempel für den in der Provinz grassierenden Hamas-Terror taugt der Fall nicht mehr. Vielmehr haben die polizeilichen Ermittlungen ausgerechnet ins engste Umfeld geführt: Zwei junge Männer – Freunde, Geschäftspartner, Mitgesellschafter Büttners – sind tatverdächtig. Einer davon soll vor dem Anschlag einen Drohbrief an Büttners Büro im Potsdamer Landtag gesandt haben – rotes Dreieck und eine weiße Substanz inklusive.
Politisch ist Büttner kein Freund fester Bindungen: CDU, FDP, Linkspartei, heute parteilos im Staatsauftrag. Polizeioberkommissar, erster deutscher Büroleiter der proisraelischen Lobbyorganisation Elnet, jüngst dann auf Veranstaltungen zu sehen, auf denen für den iranischen Exilmonarchen Reza Pahlavi mobilisiert wurde – er ist, um es vorsichtig zu sagen, politisch also breit aufgestellt. Dass der hochsymbolische Angriff auf ihn nun plötzlich zum möglichen Projekt aus dem eigenen Netzwerk schrumpft, wirft Fragen auf. »Selbstverständlich« hatte er »keine Kenntnisse«.
Was bleibt vom Hamas-Terror in der Uckermark? Nichts. Statt dessen, mutmaßlich, ein Anschlag unter Freunden und ein Antisemitismusbeauftragter, der nichts gewusst haben will. Von denjenigen, die im Januar gleich alles wussten, wird man nun auch wenig hören. Hauptsache, die Solidaritätsbekundungen waren schön laut.
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Peter Voge aus Templin/Grunewald 29. Apr. 2026 um 21:27 UhrDie Verlogenheit durch alle Beteiligten in diesem Fall ist durch nichts zu überbieten. Ein Opfer, das erst Fotos von seiner Haustür macht, bevor es die Polizei und nicht die Feuerwehr ruft! Ein Staat, der ohne nachzudenken den Köder schluckt und danach nicht den Mut hat, seine Fehler einzugestehen. Hat ja nur das Geld des Steuerzahlers gekostet. Interessant wäre eine Aufstellung der Kosten, beginnend mit dem stundenlangen Hubschraubereinsatz bis zur 24/7-Bewachung des »Opfers«. Nicht zu vergessen die Installation der Videoüberwachung. Hauptsache, alle haben mitgemacht! Pfui! Kann ja mal passieren, dass kiffende Kinder/Jugendliche zündeln. Und die Story geht weiter.
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