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Vergiftetes US-Angebot an den Iran

. Das iranische Ölministerium hat am Sonnabend in scharfer Form das vergiftete Angebot der USA zurückgewiesen, auf See befindliches Erdöl aus dem Iran für knapp einen Monat von den Sanktionen auszunehmen und damit dessen freien Verkauf auf dem Weltmarkt zu ermöglichen. Das sei nur ein »psychologischer Trick«, um »künstlich« die globalen Ölpreise zu senken, erklärte Ministeriumssprecher Saman Ghodusi. Iran habe gegenwärtig kein freies Öl auf dem Wasser und besitze auch keine Überschussmengen, die auf andere internationale Märkte geleitet werden könnten.

Das US-Finanzministerium hatte am Freitag angekündigt, seine Strafmaßnahmen gegen die Käufer iranischen Erdöls zu einem sehr kleinen Teil kurzzeitig auszusetzen. Das gilt aber ausschließlich für Öl, das sich bereits auf dem Transport befindet, und auch für dieses nur bis zum 19. April. US-Finanzminister Scott Bessent schätzt dessen Menge auf 140 Millionen Barrel.

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Insgesamt habe die Trump-Administration seit Kriegsbeginn dafür gesorgt, dass bisher rund 440 Millionen Barrel zusätzlich auf den Weltmarkt gelangt seien. Darin enthalten sind 172 Millionen Barrel aus der staatlichen Reserve der USA und vermutlich ungefähr 130 Millionen Barrel russisches Erdöl auf See, für die das Finanzministerium schon am 12. März eine ähnliche Ausnahmeregelung angeboten hat wie jetzt für den Iran.

Bessent bestätigte am Sonnabend mit einem Posting auf seinem X-Account die negative iranische Einschätzung seines Schachzuges: »Im Grunde benutzen wir die iranischen Barrels gegen Teheran, um den Preis nach unten zu drücken, während wir die Operation ›Epic Fury‹ fortsetzen.« Außerdem werde man durch »maximalen Druck« dafür sorgen, dass Iran vom Verkaufspreis nichts zu sehen kriegt. Die Erlöse sollen, heißt es aus der Trump-Regierung, auf US-kontrollierten Treuhandkonten landen.

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.03.2026, Seite 8, Kapital & Arbeit

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