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06.05.2026, 19:04:07
- → Kapital & Arbeit
Bericht: Rheinmetall fordert zwölf Milliarden Euro für F126-Fregatten
Berlin. Der Rüstungskonzern Rheinmetall fordert einem Medienbericht zufolge rund zwölf Milliarden Euro vom Bund für die Übernahme des Fregatten-Programms »F126«. Die Gesamtkosten für die sechs Kriegsschiffe würden damit auf etwa 14 Milliarden Euro steigen, berichtete die Zeitung Financial Times am Mittwoch unter Berufung auf mit den Gesprächen Vertraute. Zwei Milliarden Euro hatte der Bund bereits für den Anlauf des Programms zur Verfügung gestellt. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums wollte dies nicht bestätigen. Die Gespräche über die Fregatten und den Wechsel des Generalunternehmers liefen noch.
Ursprünglich sollte die niederländische Damen-Werft die Schiffe bauen. Das Projekt verzögerte sich jedoch auch wegen Finanzierungsschwierigkeiten. Als Generalunternehmer soll nun die im März von Rheinmetall übernommene Werft NVL (Naval Vessels Luerssen) einspringen. Der Bund macht Druck, weil die Marine die Schiffe eigentlich noch vor 2030 haben wollte – wegen der angeblichen »russischen Bedrohung«.
Dem FT-Bericht zufolge legte die Marinesparte von Rheinmetall die Konditionen nach einer sechsmonatigen Prüfung des Projekts vor. Die Verzögerungen hatten auch dazu geführt, dass der Bund vier Schiffe vom Typ »Meko A-200« von Thyssen-Krupp Marine Systems (TKMS) kaufen will. Ein erstes soll noch vor 2030 an die Marine übergeben werden. Die »Meko« sind allerdings kleiner und leisten nicht das, was das Militär sich von der »F126« verspricht. Die »günstigeren« Schiffe für etwa eine Milliarde Euro pro Stück dienen aber auch als Druckmittel bei den Gesprächen mit Rheinmetall.
Das Angebot der Rheinmetall-Marinesparte umfasst dem Bericht zufolge eine Inflationsklausel und eine geplante Auslieferung des ersten Schiffes im Jahr 2032. Dies wäre vier Jahre später als ursprünglich geplant. Ein Sprecher der Rheinmetall-Marinesparte sagte, ein erstes Schiff könne 2032 oder bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen sogar früher ausgeliefert werden. (Reuters/jW)
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