Zum Inhalt der Seite

Gesellschaft für Öcalan

Ankara. Abdullah Öcalan, der Führer der Arbeiterpartei Kurdistans PKK, ist nicht mehr der einzige Gefangene auf der Gefängnisinsel Imrali. Die türkische Regierung ließ in der Nacht zum Dienstag nach Informationen der Nachrichtenagentur Dogan fünf weitere Personen in einen Zellenneubau auf der Insel im Marmarameer vor Istanbul verlegen. Dabei soll es sich um fünf wegen PKK-Mitgliedschaft verurteilte Männer halten.

Die Verlegung weiterer Gefangener nach Imrali ist Teil der Strategie der türkischen Regierung, durch kleine Reformen den kurdischen Aufstand einzudämmen. So lehnt Ankara die von der im Parlament vertretenen kurdischen Partei für eine Demokratische Gesellschaft DTP geforderten Friedensverhandlungen mit Öcalan strikt ab.
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 18.11.2009, Seite 7, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!