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Sahel

Rund 50 Tote nach Angriffen in Mali

Bamako. Bei Angriffen von Dschihadisten sind in Mali am Mittwoch abend etwa 50 Menschen getötet worden. Die Angreifer hätten zwei Dörfer in der zentralen Region Mopti überfallen, sagten drei mit der Situation vertraute Personen – ein Mitarbeiter einer Hilfsorganisation, ein Diplomat und ein ‌Insider aus Sicherheitskreisen – am Donnerstag der Agentur Reuters. Unter den Opfern seien Zivilisten sowie ‌Mitglieder regierungstreuer Milizen. Bewaffnete hätten das Feuer eröffnet und das Dorf geplündert. Eine offizielle Stellungnahme lag zunächst nicht ‌vor. Es handelt sich um die schwersten bekanntgewordenen Angriffe, seit Al-Qaida-Kräfte Ende ​April gemeinsam mit Tuareg-Separatisten eine landesweite Offensive gegen die Regierung in Bamako gestartet haben. Dabei versuchen die Angreifer unter anderem, die Hauptstadt vom Rest des Landes abzuschneiden. Am Mittwoch wurden mehrere Lkw mit Lebensmitteln und anderen Gütern aus Marokko in Brand gesetzt. In Bamako kam es zu Hamsterkäufen, da die Bevölkerung befürchtet, dass die Märkte bald leer sein werden. Die Preise für Grundnahrungsmittel wie Getreide sind bereits erheblich gestiegen. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.05.2026, Seite 6, Ausland

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