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Papst feiert Jahrestag mit Friedensappell

Pompei. Zum ersten Jahrestag seiner Wahl zum Papst hat Leo XIV. die Gläubigen am Freitag zum Einsatz für den Frieden aufgerufen. »Die Kriege, die noch immer in vielen Regionen der Welt toben, verlangen ein erneuertes Engagement – nicht nur in wirtschaftlicher und politischer, sondern auch in spiritueller und religiöser Hinsicht«, sagte das Oberhaupt von 1,4 Milliarden Katholiken vor Tausenden Menschen in Pompei. Der Besuch in dem Marienwallfahrtsort am Fuße des Vesuvs fand einen Tag nach einem Treffen des Papstes mit US-Außenminister Marco Rubio im Vatikan statt, bei dem sich beide nach jüngsten Anfeindungen US-Präsident Donald Trumps gegen den Pontifex betont versöhnlich zeigten. Leo XIV. hatte sich gegen die »Barbarei in Gaza« und den US-amerikanisch-israelischen Angriffskrieg auf Iran ausgesprochen und auch Repressionen gegen Geflüchtete in den USA angeprangert. Trump hatte ihm vorgeworfen, mit Iran ein Land in Schutz zu nehmen, das die Vereinigten Staaten nuklear vernichten wolle. Am Donnerstag war neben dem Nahen Osten auch die aufgrund der verschärften US-Blockade immer schwieriger werdende Lage in Kuba Thema der Unterredung zwischen dem Papst und dem katholischen US-Chefdiplomaten kubanischer Herkunft. Rubio soll die Bereitschaft der USA unterstrichen haben, humanitäre Hilfe für Kuba zu leisten – sofern diese über Netzwerke der Kirche verteilt werde. (dpa/AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.05.2026, Seite 6, Ausland

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