Täglich eine Zeitung, die bestehende Verhältnisse präzise beschreibt und auch vor der Notwendigkeit von deren Überwindung nicht die Augen verschließt, zu machen und zu verbreiten, ist oft harte Arbeit. Damit sind 65 Kolleginnen und Kollegen in Verlag und Redaktion der Tageszeitung junge Welt beschäftigt. Aber ohne die zusätzliche Leistung Hunderter freier Autorinnen und Autoren, Fotografinnen und Fotografen, käme eine junge Welt mit der notwendigen inhaltlichen Vielfalt und Tiefe unmöglich zustande. Texte und Bilder, die exklusiv für junge Welt entstehen, sind keine Massenware, wie man sie auch bürgerlichen Medien anbietet. Denn oft handelt es sich um Themen und Inhalte, die von diesen geradezu verschmäht werden. Weil unser Verlag ausschließlich von Einnahmen aus Abonnements, Kiosk-, Anzeigen- und Shopverkauf lebt, bezahlen wir weder die festen noch die freien Mitarbeitenden angemessen, sondern nach unseren Möglichkeiten. Da wir den Bestand an bezahlten Abonnements (die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle) auch in diesem und den vorhergehenden Jahren stabil halten und sogar bescheiden weiterentwickeln konnten, leisten wir es uns, die Gehälter und Honorare geringfügig den allgemeinen Entwicklungen anzupassen. Denn als Marxisten wissen wir, dass auch unsere Mitarbeitenden und Freien über Einnahmen ihre Arbeitskraft reproduzieren müssen. Diese Erhöhung geschieht neben den vielen Preiserhöhungen – z. B. bei Post und anderen Logistik- und Zustelldiensten –, die wir zu stemmen haben.
Als nächsten Schritt erhöhen wir ab dem 1. Dezember 2020 die Zeilengelder und Honorarsätze für Beiträge, die in der Tageszeitung junge Welt veröffentlicht werden, um zwischen zehn und 30 Prozent (siehe AGBs für freie Autoren und Fotografen ab 01.12.2020 auf www. jungewelt.de). Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Die Honorare bleiben auch nach der Erhöhung eher bescheiden. Trotzdem bedeuten sie für unseren Verlag eine nicht unerhebliche finanzielle Mehrbelastung. Deswegen dürfen wir auch weiterhin nicht darin nachlassen, um jedes zusätzliche Print- und Onlineabonnement zu kämpfen.
Zum Auftakt des jW-Aktionsabos »Gemeinsam statt alleinsam«
Gabriele Senft
Einstieg in die jW-Kommune mit dem Aktionsabo
Das Wörtchen »wir« hat gerade Hochkonjunktur, so will es uns die Werbung an jeder zweiten Straßenecke glauben machen. Und in der Tat wäre gerade heute Zusammenhalt unerlässlich – angesichts pandemiebedingt bröckelnder Existenzgrundlagen und notwendigen gegenseitigen Infektionsschutzes. Aber wenn nicht klar ist, wer mit »wir« gemeint ist, verkommen die Slogans zu Worthülsen. Mehr noch: Sie werden zur zynischen Vereinnahmung und werben für die Illusion von Frieden mit genau denjenigen Kräften, die zu verantworten haben, dass die gegenwärtige Krise einmal mehr die Menschen in Profiteure und Leidtragende spaltet.
Genau hier unterscheidet sich die junge Welt vom ansonsten üblichen medialen Einerlei und Werbesprech, indem sie zeigt, wo die Grenze zwischen »wir« und denjenigen verläuft, die eben dieses »wir« verhindern wollen: zwischen oben und unten, zwischen Eigentümern an Produktionsmitteln und der Masse der Arbeitenden, zwischen Herrschenden und Beherrschten.
Einer, der die Grundlagen für diese Erkenntnis legte und auch Konsequenzen daraus zog, war Friedrich Engels, der am Sonnabend vor genau 200 Jahren geboren wurde. Seine Analyse besitzt bis heute Gültigkeit; dass mit der Kapitalistenklasse kein Frieden zu machen ist, zeigt auch die Berichterstattung dieser Woche – die brutalen Übergriffe der Polizei bei der Auflösung eines Flüchtlingslagers in Paris oder die rabiate Räumung der Klimaaktivisten im Dannenröder Wald. »Allein machen sie dich ein«, betonte eine junge Gewerkschafterin, die nach dem G-20-Gipfel eine der Angeklagten im sogenannten Rondenbarg-Prozess ist, im jW-Interview diese Woche treffend.
Wir haben also allen Grund, die Losung »Gemeinsam statt alleinsam« für unser Aktionsabo zu wählen, das wir ab heute anbieten. Wir verbinden damit das Ziel, die junge Welt mit ihrem unverwechselbaren Profil möglichst vielen zugänglich zu machen – und zwar in gedruckter Form, an jedem Werktag. Der deutlich verringerte Preis von 62 Euro für drei Monate jW-Lektüre erleichtert gerade gelegentlichen Lesern, Mitlesern, Kioskkäufern oder denjenigen, die unsere Onlineangebote nutzen, den richtigen Einstieg in die jW-Kommune. Und weil es um mehr als das bloße Miteinander geht, wie es das Folk-Duo Zupfgeigenhansel einst im gleichnamigen Lied anstimmte, empfehlen wir ausdrücklich, das Aktionsabo zu verschenken: Denn wenn jeder nur an sich denkt, ist schließlich nicht an alle gedacht. Ob das Abo sofort beginnen soll oder erst ab dem 2. Januar, entscheiden Sie. Eine Geschenkurkunde und Prämie gibt es obendrauf.
Die nächste Rosa-Luxemburg-Konferenz setzt neue Maßstäbe
Christian-Ditsch.de
Zusammenstehen: Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz 2019 in Berlin
Seit über 25 Jahren wird das Erscheinen der Tageszeitung junge Welt über den Verlag 8. Mai realisiert, unterstützt von vielen Abonnenten und Genossenschaftsmitgliedern. Ebenfalls seit über 25 Jahren findet immer am zweiten Sonnabend im Januar unsere Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin statt. Wir verstehen sie als eine Ausgabe der jungen Welt mit besonderen Mitteln: Für die internationalen Aspekte laden wir Gäste aus aller Welt ein (Außenpolitik), über die Lage linker Kräfte im Lande wird in einer Podiumsdiskussion gestritten (Innenpolitik), kulturpolitische Ideen werden von Künstlern und Wissenschaftlern vorgestellt (Feuilleton). Und wie in der Printausgabe der jungen Welt gehören auch für die Konferenz marxistischer Analyseansatz, Internationalismus und die Überzeugung, dass bestehende Verhältnisse präzise zu beschreiben und letztlich zu verändern sind, zum Selbstverständnis. Deshalb ist es auch kein Zufall, dass die Konferenzteilnehmenden der Leserschaft der jungen Welt entsprechen: Da treffen sich Junge und Alte, Wissenschaftler und Studenten, Gutsituierte und Obdachlose, Arbeiter und Kleingewerbetreibende aus West und Ost, aus Süd und Nord. Keine Zeitung, keine Konferenz in diesem Land kann so eine inhaltliche und soziologische Melange abbilden. Beide sind unverzichtbar.
Die Rosa-Luxemburg-Konferenz ist mittlerweile der wichtigste Jahresauftakt der Linken im deutschsprachigen Raum. Viele sind in Vorfreude auf die Veranstaltung und nehmen dafür teils weite Anreisewege auf sich. Wie kann dieses kollektive Erlebnis in Pandemiezeiten umgesetzt werden? Die Konferenz findet, wie geplant, am Samstag, den 9. Januar 2021, in Berlin statt. Und es werden Tausende teilnehmen. Leider in diesem Jahr nicht vor Ort in Berlin – dafür übertragen wir das Geschehen direkt in Ihr Wohnzimmer. Überall, wo es eine Internetverbindung gibt, kann die nächste Rosa-Luxemburg-Konferenz verfolgt werden. Dazu brauchen Sie keinen Code, keine Zulassung, die ganze Veranstaltung ist frei und kostenlos zugänglich.
Zunächst orientiert sie sich an bisherigen Ausgaben: Sie beginnt um 10.30 Uhr mit der Eröffnung der Kunstausstellung der Gruppe Tendenzen – auf dieser Konferenz wird zudem eine Fotoausstellung von progressiven Kräften der Arbeiterfotografie vorgestellt. Wie immer beginnen die Hauptvorträge ab 11 Uhr. Aus Kanada wird Radhika Desai über die weltökonomische Lage aus marxistischer Sicht berichten, der US-Amerikaner John Bellamy Foster analysiert die ökologische Krise, aus Italien zeigt Stefano Azzará, wie der krisengeschüttelte Kapitalismus Irrationalismen befördert, aus den USA wird Donna Murch über die Stabilisierung kapitalistischer Verhältnisse durch Rassismus berichten, und Enrique Urbieta aus Kuba schildert die Vorteile einer sozialistischen Gesellschaft nicht nur im Umgang mit Pandemien. Neben diesen Hauptreferenten werden Aktivisten aus verschiedenen Ländern, so aus dem Libanon, den USA, aus Indien, Venezuela und Mali, ihre Kämpfe vor Ort beschreiben. Auch das Kulturprogramm ist so exquisit wie international: Inhalte und Musik kommen u. a. aus dem Libanon (Marcel Khalifé), den USA (David Rovics), Burkina Faso (Ezé Wendtoin) und aus Deutschland (Konstantin Wecker). Mit Szenen aus Brechts »Die Tage der Commune« wird zudem an den 150. Jahrestag des revolutionären Ereignisses gedacht. Wie in jedem Jahr kommen auch politische Gefangene zu Wort, die derzeit noch nicht direkt zu uns sprechen können, etwa der US-Journalist Mumia Abu-Jamal, aus der Türkei der Vorsitzende der HDP Selahattin Demirtas – oder Wikileaks-Gründer Julian Assange. Es wird auf der kommenden Konferenz zudem zwei Diskussionsrunden geben: In der Jugendrunde, traditionell moderiert von der SDAJ, wird ein Blick auf die Verlierer der Krise geworfen. Bei der abendlichen Diskussion ab 18 Uhr treffen sich Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Ländern und tauschen sich über ihren Kampf gegen die Ausbeutung beim Krisengewinnler Amazon aus.
Allerdings ist die Konferenz für unseren Verlag eine große finanzielle Herausforderung, auch weil die technische Umsetzung in bester Qualität stattfinden soll. Weil Einnahmen aus Eintrittskarten fehlen, bitten wir alle unsere Leserinnen und Leser, sich mit einer symbolischen Eintrittskarte an den Kosten zu beteiligen! Wir bedanken uns mit kleinen Zugaben: Bei Spenden bis neun Euro erhalten Sie unsere attraktive RLK-Karte. Bei Spenden ab zehn Euro zudem einen Kühlschrankmagneten mit dem aktuellen RLK-Motiv. Wer uns 20 Euro und mehr zukommen lässt, bekommt zusätzlich die Broschüre mit allen Beiträgen der Konferenz (Auslieferung ab Ende März 2021).
Wir wollen auf diesem Weg ein außergewöhnliches kollektives und internationales Ereignis organisieren – mit Ihnen und Tausenden weiteren Teilnehmenden vor den Bildschirmen in der ganzen Welt. Die Konferenz wird in drei Sprachen gestreamt (Deutsch, Englisch, Spanisch), und befreundete Medien übernehmen den Stream in Europa und anderen Kontinenten. Und wir werden wie jedes Jahr die Konferenz mit dem gemeinsamen Singen der Internationale beenden. Wie wir das praktisch schaffen wollen, verraten wir Ihnen zu einem anderen Zeitpunkt.
Für die Rosa-Luxemburg-Konferenz 2021 zählt jeder Beitrag
Bei der Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz geht es auch 2021 um eine politische Standortbestimmung, um Bündelung linker Kräfte und um eine Stärkung der internationalen Solidarität und Zusammenarbeit. Diesem Anspruch können wir nur mit vereinten Kräften optimal gerecht werden. Jede Leserin, jeder Leser kann dazu auf verschiedene Art und Weise beitragen.
Der Zugang zu unserem Livestream wird für alle Interessierten gratis sein, gerade deshalb sind wir auf Spenden angewiesen! Denn professionelle Aufnahme- und Streamingtechnik für die Übertragung in drei Konferenzsprachen kostet viel Geld. Mit dem Erwerb von Spendentickets können Sie einen ganz konkreten Beitrag zum Gelingen der Konferenz leisten. Bestellen Sie Ihr Spendenticket unter www.jungewelt.de/solikarten.
Aber auch ohne Geld lässt sich einiges machen. Wichtig ist, dass möglichst viele Menschen von der Veranstaltung erfahren und sich den 9. Januar 2021 als wichtigen Termin vormerken. Ordern Sie deshalb Plakate, Aufkleber und Flyer, um Werbung für die Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz zu machen! Empfehlen Sie die Veranstaltung auch mündlich in Ihrem persönlichen Umfeld weiter! Eine andere Möglichkeit: Teilen Sie jW-Artikel zur Konferenz über Ihre digitalen Kanäle. Nutzen Sie dazu auch die Webbanner in verschiedenen Formaten. Wir wollen, dass die Konferenz (trotz der Beschränkung auf ein digitales Liveformat) zu einem riesigen gemeinsamen Erlebnis wird. Bildet in Familie oder Freundeskreis – unter Einhaltung der Schutzbestimmungen – kleine Gruppen und schaut zusammen! In diesen Zeiten der sozialen Abschottung und der wachsenden Vereinnahmung des öffentlichen Raums von rechts ist es nötiger denn je, linke Kräfte zu bündeln. (jW)
Die junge Welt ist ein Resultat des Sieges über den Faschismus – bis heute
Christian-Ditsch.de
Dirk Keul vom Aktionsbüro legt am 8.5.2020 am sowjetischen Ehrenmal in Berlin-Tiergarten den Kranz der jungen Welt nieder
Die junge Welt ist seit ihrer Gründung im Jahr 1947 dem Antifaschismus verpflichtet. Sie ist in den Trümmern des Zweiten Weltkriegs als Zeichen des Sieges über den Faschismus gegründet worden. Die großen Faschismusforscher der DDR haben in jW geschrieben – in unserer Broschüre »Barbarossa. Raubkrieg im Osten« sind einige Beiträge von ihnen versammelt. Wer diese Tageszeitung liest, weiß, was Faschismus ist, wie er in die Köpfe der Beherrschten hineingedrückt, bei Widerspenstigkeit hineingeprügelt und -gefoltert wurde und wird.
Man kann es auch wissen, weil die Zeitung zum Beispiel darüber berichtet, wie Bereitschaftspolizisten heutige Naziaufmärsche schützen und blockierende Antifaschisten malträtieren. Unsere Erfahrung ist leider auch, dass darüber zu schreiben nicht reicht. Immer wieder einmal, derzeit etwa nach Demonstrationen sogenannter Coronaleugner, kündigen einige wenige jW-Leserinnen und -Leser ihr Abonnement. Wir seien jetzt Mainstream und machten Regierungspolitik – und bei den Demos sei von Nazis keine Spur zu sehen. Wir beweisen hingegen mit Wort und Bild, welche Rolle Rechte dabei spielen und dass sie in relevanter Zahl auftreten. AfD und Nazis erweitern somit ihren Einfluss in der Gesellschaft. Dazu kann die junge Welt nicht schweigen.
So traurig diese Entwicklung ist, sie verpflichtet uns, noch größere Aufmerksamkeit der Rechtsentwicklung und Faschisierung zu schenken. Da sind die Angriffe des Staates auf die »Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten« (VVN-BdA), der die Berliner Finanzverwaltung den Status der Gemeinnützigkeit entzogen und die sie damit in Existenznot gebracht hat. Da ist der Fakt, dass der Verfassungsschutz eine Rolle bei den Morden der NSU-Terroristen spielte. Oder: Die jW berichtete von der Beratung der AfD durch den damaligen Chef des Verfassungsschutzes, Hans-Georg Maaßen, von den Morddrohungen gegen linke Politiker durch rechtsradikale Gruppierungen in der Polizei. Und, und, und.
Es braucht eine Zeitung, die nicht staatstreu darüber schreibt, wenn es brennt, sondern die Feuerteufel und ihre Hintermänner vor ihren geplanten Verbrechen benennt, deren Strategien offenlegt und antifaschistischen Widerstand fördert. Diese Zeitung ist die junge Welt – und sie ist unverzichtbar. Wer das auch so sieht, der versteht, dass sie eine solide wirtschaftliche Grundlage benötigt, die auf der Solidarität von Leserschaft und Zeitung beruht. Denn von keiner Partei, keiner Kirche, keinem Unternehmen und keiner Stiftung wird sie finanziert. Wir benötigen die Unterstützung durch Print- und/oder Onlineabonnements. Wenn Sie keines oder eins von beiden nicht haben, bestellen Sie bitte die junge Welt und stärken Sie die konsequent antifaschistische Stimme in der deutschsprachigen Zeitungslandschaft.
Abenteuer Onlineveranstaltung: Programm der Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz 2021 nimmt weiter Gestalt an
nik/jW
Diese Woche steckte unser RLK-Technikteam mit der externen Aufnahmefirma die Köpfe zusammen. Wie erhalten Zuschauerinnen und Zuschauer in Spanien und Lateinamerika den spanischsprachigen Livestream? Wie die im englischen Sprachraum? Wie viele Bühnen können wir bespielen? Wo können wir die Simultanübersetzer unterbringen? Wo die jW-Redaktion? Wir haben für alles gute Lösungen gefunden und können ein wenig beruhigter das Abenteuer Onlineveranstaltung angehen.
In dieser Woche erreichte uns auch ein Signal aus Havanna. Enrique Ubieta Gómez, Direktor der Theoriezeitschrift Cuba Socialista, wird aufzeigen, warum der Sozialismus die einzige Alternative zur krisen- und coronageschüttelten westlichen Welt(un)ordnung ist. Sein Vortrag ist der fünfte Hauptbeitrag der RLK; die vier vorhergehenden werden die Ökonomie, Ökologie, die faschistische und rassistische Politik und den um sich greifenden Irrationalismus im niedergehenden Imperialismus analysieren. Insofern ist Ubietas Beitrag die vernünftige Konsequenz aus dem zuvor Vorgetragenen.
Die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) wird am 9. Januar 2021 kein Parallelprogramm zur RLK durchführen, sondern – viel besser – ihre Podiumsdiskussion wird in das Programm aufgenommen. Denn Zuschauerinnen und Zuschauer weltweit kann es interessieren, wie junge Menschen den Abwehrkampf gegen vielseitige Krisenerscheinungen führen.
Kostengünstiger wird die Konferenz nicht. Wir sparen die Raummiete, müssen aber einen ähnlich hohen Betrag für Technik ausgeben. Daher freuen wir uns sehr über die bisher schon eingegangenen Bestellungen von »Unterstützerkarten«. Jeder kann die Konferenz ohne Beschränkung sehen; jeder kann aber auch einen Solidaritätsobulus beitragen. Ab einem Betrag von fünf Euro erhalten Sie eine besonders gestaltete gedruckte »Unterstützerkarte«, ab zehn Euro zusätzlich einen Kühlschrankmagneten – in limitierter Auflage –, und ab einem Betrag von 20 Euro können Sie sich als drittes Präsent auch über die RLK-Broschüre freuen, die Mitte/Ende März 2021 erscheinen wird.
Jetzt Unterstützertickets für die Rosa-Luxemburg-Konferenz bestellen!
Grafik jW/JV
Unterstützertickets und Kühlschrankmagnet: Mit ihrer Hilfe können wir die Rosa-Luxemburg-Konferenz 2020 finanzieren
Wie bereits an dieser Stelle bekanntgegeben wurde, kann angesichts der Coronapandemie die 26. Ausgabe der Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz am 9. Januar nicht wie gewohnt in einem großen Saal mit Publikum über die Bühne gehen. Statt dessen werden wir sie als reine Onlineveranstaltung stattfinden lassen. Sie wird auf www.jungewelt.de live gestreamt, ohne Zugangsbeschränkungen. Zwar sparen wir damit die Miete für den Veranstaltungsort, jedoch stehen dem hohe Kosten für Technik und Werbung gegenüber. Derzeit rechnen wir mit einer Summe von bis zu 50.000 Euro.
Wir werden die Refinanzierung der Konferenz auch nicht wie in den letzten Jahren über Eintrittskarten, Standgebühren und Beiträge von Unterstützerorganisationen realisieren können. Deshalb sind wir auf Spenden angewiesen. Obwohl der Livestream am Tag der Konferenz frei zugänglich sein wird, bitten wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, um den Kauf von freiwilligen Unterstützertickets. So helfen Sie uns bei der Finanzierung der Konferenz. Sie können selbst entscheiden, wie hoch Ihr Unterstützungsbeitrag ist. In Abhängigkeit von der Höhe Ihres Beitrags erhalten Sie ein Dankeschön von uns: Ab einem Betrag von fünf Euro gibt es die extra gestaltete Karte, ab zehn Euro zusätzlich den limitierten Kühlschrankmagneten und ab einem Betrag von 20 Euro können Sie sich als drittes Präsent auch über die RLK-Broschüre, die Mitte/Ende März 2021 erscheinen wird, freuen. Alle, die uns besonders effektiv unterstützen möchten, können sich in der dritten Kategorie auch mit einem deutlich höheren Solibetrag beteiligen. Die Unterstützertickets eignen sich übrigens auch hervorragend als Weihnachtsgeschenk.
Die Konferenz wird nur am 9. Januar live im Netz verfolgbar sein. Wir planen, die Videomitschnitte der Reden und Diskussionen auf einer DVD zu veröffentlichen, die der Broschüre zur Rosa-Luxemburg-Konferenz beiliegen wird. Es gibt also gute Gründe, sich den 9. Januar im Kalender zu notieren und digital an der Konferenz teilzunehmen.
Rosa-Luxemburg-Konferenz 2020: Kurzer Talk unter Freunden. 2021 ist das nur in den eigenen vier Wänden möglich. Die RLK geht online
Derzeit arbeiten die Kolleginnen und Kollegen in Verlag und Redaktion mit Hochdruck an der Programmplanung für die Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz (RLK). In der kommenden Woche gehen die ersten Plakate und Aufkleber in den Druck, weitere Werbemittel wie Flyer folgen.
Wir möchten Sie bitten, uns bei der Bewerbung und beim Bekanntmachen der Konferenz und des Programms zu unterstützen. Bereits jetzt können Sie Aktionspakete bestellen, die jeweils zwei Plakate im A1- und A2-Format, 20 Aufkleber und 20 A5-Flyer enthalten. Gern stellen wir auch größere Mengen zur Verfügung. Die Kolleginnen und Kollegen des jW-Aktionsbüros stehen für Nachfragen und Bestellungen zur Verfügung.
Nutzen Sie auch Ihre sozialen Netzwerke, egal ob analog oder digital, um die Konferenz bekanntzumachen. Alle Informationen finden Sie auf der neuen RLK-Website www.jungewelt.de/rlk, die regelmäßig aktualisiert wird.
Auch als Livestream kann die Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz ein kollektives Erlebnis sein. Einerseits können sich die einzelnen Zuschauer sicher sein, dass sie nicht allein der Konferenz folgen. Auf der anderen Seite gibt es bereits jetzt erste Initiativen, die sich zum gemeinsamen Verfolgen des Streams treffen wollen, unter Berücksichtigung der Abstandsgebote. Egal, ob im privaten Wohnzimmer, Partykeller, sozialen Zentrum, Kneipen oder Parteibüros. Wenn Sie, allein oder mit Freunden und Genossen, ein solches gemeinsames Event organisieren, teilen Sie uns das mit. Über die verschiedenen Orte werden wir hier auf der Seite 16 und auf der RLK-Internetseite informieren.
RLK-Vorbereitungskollektiv
Jetzt Aktionspaket bestellen: telefonisch unter 0 30/53 63 55 10 oder per Mail unter aktionsbuero@jungewelt.de
Spendenkonto: Verlag 8. Mai GmbH Verwendungszweck: RLK IBAN: DE 50 1001 0010 0695 6821 00 BIC: PBNKDEFF
Jahresauftakt der Linken im deutschsprachigen Raum – gemeinsames Singen der »Internationale« zum Abschluss der Konferenz. RLK 2019, Berlin-Moabit
Zum Jahresanfang 2021 ist eine Rosa-Luxemburg-Konferenz (RLK) vor Ort und in ähnlicher Größe wie in den Jahren zuvor nicht möglich. Das war den Veranstaltern – der Tageszeitung junge Welt, dem Kulturmagazin Melodie & Rhythmus – und den Unterstützerorganisationen klar: Die Konferenz muss diesmal online stattfinden. Dazu gibt es keine sinnvolle Alternative, wenn wir auf den Jahresauftakt der Linken nicht verzichten wollen. Doch eine digitale Veranstaltung bietet auch Vorteile: Im Internet lässt sich eine weit größere Reichweite erzielen, mehr Zuschauer können erreicht werden, als je zuvor in den bisherigen RLK-Veranstaltungsstätten Platz hatten. Viel mehr Menschen in zahlreichen Ländern können die Reden, Kulturbeiträge und Diskussionen live verfolgen. Das größte Hemmnis stellt jedoch das fehlende sinnliche und gemeinschaftliche Erleben in der digitalen Welt dar. Hier gilt es, praktikable Lösungen zu finden.
So kommt der internationalen Verbreitung des Events eine noch größere Bedeutung zu. Mehr als bei den vorhergehenden Konferenzen werden jetzt im spanisch- und englischsprachigen Raum Multiplikatoren gesucht, also Medienportale und Organisationen, die auf ihren Internetseiten die Konferenz am 9. Januar spiegeln und vorab auch Werbung für diesen Tag machen. Mit dem lateinamerikanischen Sender Telesur und Cubainformación stehen wir bereits in Kontakt, damit die Übertragungen von der RLK in Lateinamerika und Spanien verbreitet werden. Die dänische Onlinezeitung Arbejderen streamt die Konferenz auf ihrer Webseite. Nach weiteren geeigneten Partnern, besonders im englischsprachigen Raum, wird noch gesucht.
Auf diese Weise kann die Konferenz ihrem internationalistischen Charakter stärker gerecht werden, indem sie ein in weite Teile der Welt ausstrahlendes Ereignis wird. Von zu Hause aus schauen – aber mit vielen tausend Gleichgesinnten zugleich. Auch das kann verbinden. Wir empfehlen, die Übertragung nicht ganz alleine zu verfolgen, sondern im Kreis von Genossen und Bekannten, Nachbarn und Familienangehörigen – und vor allem mit denjenigen ohne Internetzugang. Von diesen Zuschauerkollektiven können natürlich Fotos geschossen und an das junge Welt-Aktionsbüro gesendet werden. Es kann also, trotz aller Einschränkungen, auch richtig gut werden. Denn so ist es möglich, den Nachteil halbwegs auszugleichen, dass das Gemeinschaftserlebnis, wie man es von den bisherigen Konferenzen kannte, im Januar 2021 fehlen wird.
Die Erfahrungen aus der reinen Onlinekonferenz sind für die nächsten Jahre wichtig, wenn wir nach der Pandemie wieder eine Konferenz vor einem Saalpublikum durchführen können. Dann wollen wir beide Formen, die analoge und die digitale, zusammenfügen. Neben den Tausenden Menschen vor Ort können in Zukunft auch viel mehr über das Internet erreicht werden.
Die Notlage zwingt uns jetzt zu dieser Entscheidung, aber wir sind gewillt, das Beste daraus zu machen: Neue Formen zu erlernen, die zukünftig auch unsere – dann hoffentlich auch wieder ganz normal stattfindenden – Veranstaltungen bereichern werden. Unser Ziel bleibt: eine internationale Gemeinschaft mit leibhaftigen politischen Menschen, für eine Welt ohne Kapitalismus.
Warum junge Welt für linke Gewerkschafter unverzichtbar ist
Bjoern Kietzmann
Verteilaktion der jungen Welt am 1. Mai 2019 in Berlin
Für viele mag es den Anschein haben, dass es in heutigen Zeiten keine Unterschiede mehr zwischen den Klassen gibt. Für uns aber gilt nach wie vor: Der Grundwiderspruch zwischen Arbeit und Kapital ist wesentliches Merkmal des Kapitalismus. Die Herrschenden versuchen mit allen Mitteln, diesen zu verschleiern, gerade auch mit journalistischen. »Klassenkampf von oben kommt ohne Medien nicht aus«, schrieb Arnold Schölzel an dieser Stelle vor einiger Zeit, um treffend zu schlussfolgern: »Der von unten auch nicht. Deswegen gibt es die junge Welt.« Solange Konzerne satte Gewinne einfahren und an ihre Aktionäre Milliardenbeträge ausschütten, wie kürzlich der Automobilkonzern Daimler, und gleichzeitig ihre Beschäftigen mit Kurzarbeit abspeisen oder gar Stellen abbauen, solange zwischen Besitzenden und Lohnabhängigen die entscheidende Grenze verläuft – solange braucht es wenigstens eine Tageszeitung, die ihre Aufmerksamkeit genau darauf richtet und vom Standpunkt der Arbeitenden aus berichtet. Das macht die junge Welt unverzichtbar für aktive linke Gewerkschafter. Wer sonst berichtet umfassend von gewerkschaftlichen Kämpfen, wer beschäftigt sich mit der Lage der Auszubildenden, wie es beispielsweise diese Zeitung am vergangenen Mittwoch mit einer Beilage machte?
Wenn aber die zu verteilenden Kuchenstücke (und manchmal selbst die verbleibenden Brotkrümel) immer kleiner werden, werden Ellbogen vielfach spitzer, Egoismus verdrängt Kollektivität, die Entsolidarisierung schreitet voran. Denn nur so funktioniert der Kapitalismus auf Dauer: Die, die gemeinsam kämpfen könnten, müssen gegeneinander ausgespielt werden, die Konkurrenz unter ihnen muss geschürt werden. Wenn Starke sich auf Kosten von Schwachen Vorteile erkämpfen, nennt man das Sozialdarwinismus. Doch das Prinzip »Survival of the fittest« ist kein Naturgesetz unter Menschen. In Wirklichkeit sind dies Begleiterscheinungen des Klassenkampfs von oben und Vorboten faschistischer Zustände. Starke, solidarische Gewerkschaften helfen, solche Zustände zu verhindern. Aber auch eine klare antikapitalistische Haltung. Denn neben dem täglichen Kampf gegen die Umverteilung von unten nach oben ist es notwendig, für gesellschaftliche Alternativen einzutreten. Die Tageszeitung junge Welt steht gleichermaßen für gewerkschaftlichen Kampf und gesellschaftliche Veränderung.
Nicht zufällig stammt deshalb das aktuelle Motiv unserer »Unverzichtbar«-Aktion von einer Gruppe junger Gewerkschafter aus Süddeutschland, die bei einer gemeinsamen Reise nach Berlin einen Besuch bei der jungen Welt einlegten. Seit längerem schon schätzen sie diese Zeitung, da sie viele Themen behandelt, die sie als Gewerkschaftsjugend bewegen und die in anderen Medien oft zu kurz kommen. Mit ihrer Berichterstattung und ihren Analysen ist die jW unverzichtbar für ihre gewerkschaftliche Arbeit, daher unterstützen sie diese Zeitung. Wenn möglichst viele ihrem Beispiel folgen, stärkt das auf jeden Fall unsere Kampfbedingungen.
Prämierte Bilder aus dem jW-Fotowettbewerb 2020 werden in der Ausgabe am kommenden Mittwoch vorgestellt
Christian Scholz
Einsendung von Christian Scholz, Titel »Neue Sichtweisen – krankes System«
Auch in diesem Jahr sollte der Höhepunkt unseres junge Welt-Fotowettbewerbs die Preisverleihung in der jW-Ladengalerie in Berlin sein: Wir wollten außergewöhnliche Aufnahmen vorstellen, über kritische Fotografie diskutieren und den Siegern die Preise überreichen. Kurzreisen, eine Kamera, Wertgutscheine und Fotobücher werden nun per Post zugestellt, denn die Veranstaltung fällt coronabedingt leider aus.
Als unverzichtbare Tageszeitung sind wir mit der Themenwahl im diesjährigen Wettbewerb mitten im Zeitgeschehen: »Nachbarschaft« lautete das eine Thema und »Corona« das andere. Uns interessierte auch die Sichtweise unserer Leserinnen und Leser auf das 75. Jahr der Wiederkehr der Befreiung vom Faschismus durch die Rote Armee. Und schließlich: Wie sehen Jugendliche ihre Zukunft, und wie fordern sie diese ein? Keine leichten Aufgaben – aber erfreulicherweise erreichten uns viele spannende Zusendungen. Wir bedanken uns herzlich bei allen, die beim diesjährigen Wettbewerb mitgewirkt haben.
Die Pandemie soll uns aber nicht daran hindern, die interessanten Arbeiten unserer Leserinnen und Leser einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen. Zum Glück gibt es ja die gedruckte Tageszeitung im Briefkasten und am Kiosk: In der jW-Ausgabe vom kommenden Mittwoch, dem 4. November 2020, werden in einer Beilage die Arbeiten vorgestellt, die es auf die ersten Plätze geschafft haben. Lassen Sie sich überraschen, wie die Fotografien auf Zeitungspapier gedruckt wirken im Vergleich zu den digitalen Veröffentlichungen, die Sie dann unter www.jungewelt.de ebenfalls zu sehen bekommen. Schließlich wählen wir aus allen Einsendungen 13 Fotografien aus, die im Hochglanzformat in unserem jW-Jahreskalender 2022 präsentiert werden. Den Kalender vom vorjährigen Wettbewerb kann man übrigens noch in unserer Ladengalerie (oder im jW-Shop) erwerben.
Auch 2021 wird es unseren Fotowettbewerb geben. Die Themen werden wie in jedem Jahr in der Osterausgabe der jungen Welt vorgestellt. Vorschläge dafür nehmen wir gerne unter foto@jungewelt.de entgegen.
jW-Fotoredaktion
Kauf am Kiosk:
Am Mittwoch, dem 4. November, erscheint in der jungen Welt eine Beilage, in der unseren Leserinnen und Lesern die Fotografien aller Preisträger des jW-Fotowettbewerbes 2020 zur Begutachtung vorgelegt werden.
Ist mit der jW-Lesewoche der Testlauf für eine Rosa-Luxemburg-Konferenz online gelungen? Unsere Leserinnen und Leser sind gefragt
Kommunikation und Aktion
Jens Schulze
Alles genau mitbekommen: Kommunikation-Chefin Katja Klüßendorf neben Thorsten Biernath vom Filmteam am Schnittpult
Schon vor der offiziellen Absage der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2020 arbeitete der Verlag 8. Mai, in dem die Tageszeitung junge Welt und das Kulturmagazin Melodie & Rhythmus erscheinen, an einer anderen Variante für sein dort vorgesehnes Programm. Es sollten Wege gefunden werden, um den alljährlichen Messestand bestmöglich in ein digitales Format zu bringen sowie Neuerscheinungen und eigene Verlagspublikationen vorstellen zu können. Ebenfalls wollten wir wie jedes Jahr unsere Solidarität mit Kuba bezeugen. Die technische Antwort hieß: Livesendungen auf jungewelt.de. Gerade sie bieten die Gelegenheit, Veranstaltungen einem weitaus größeren Publikum als in der Berliner Ladengalerie oder eben um einen Messestand herum zugänglich zu machen – auch wenn die Dramaturgie eines herkömmlichen Miterlebens kaum zu ersetzen ist. Und es muss alles funktionieren, sonst verlassen die Zuschauer die Sendung.
Möglich war das durch die Professionalität des betreuenden Filmteams. Auch wenn nicht alles reibungslos lief: Sei es die direkte Übertragung über die jW-Homepage, die in letzter Minute nicht klappte, für die der Umweg über Facebook herhalten musste, sei es Geflüster, das über nicht ausgeschaltete Mikrofone zu hören war.
Jens Schulze
Auftaktveranstaltung »Unblock Cuba«: Liedermacher Nicolás Miquea in der jW-Ladengalerie am 17. Oktober 2020
Damit live gestreamte Auftritte zur Routine werden können, diente die Lesewoche als Testlauf. Ziel ist es, langsam, aber sicher, das dafür nötige Know-how zu erlernen. Hierfür sind wir auf Sie, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, angewiesen. Schicken Sie uns Ihre Einschätzungen und Hinweise zur jW-Lesewoche. Was fiel positiv auf, was weniger? Für uns bildet das eine unerlässliche Grundlage, um für die geplante Übertragung der am 9. Januar 2021 stattfindenden XXVI. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz zu lernen. Dann müssen Vorträge, Liveschaltungen und Einspieler zahlreicher bekannter Politiker, Wissenschaftler und Künstler so ansprechend und professionell wie möglich digital gesendet werden. Schauen Sie sich das Programm der jW-Lesewoche gerne noch einmal an. Es eignet sich für Filmabende, idealerweise mit Freunden, Familie und Genossen im coronabedingt kleinen Kreis. Wir sind auf Ihre Reaktionen gespannt.
Unverzichtbare Berichterstattung über Kuba und Lateinamerika
Christian-Ditsch.de
Manifestation für Kuba auf der 24. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz am 12. Januar 2019 in Berlin
Internationale Solidarität nimmt in der Tageszeitung junge Welt seit ihrer Gründung eine zentrale Rolle ein. Wenn gegen Boliviens gewählte Staatsführung ein Putsch wie im Herbst 2019 gegen Evo Morales stattfindet, dann nennen wir das in der jungen Welt auch so und verklären das nicht (wie viele andere Medien) als »Absetzung einer autoritären Regierung«. Wenn in Venezuela die USA und verbündete Rechtskräfte versuchen, die legitime Regierung zu stürzen und mit Juan Guaidó eine Marionette zu installieren, dann nennt die junge Welt auch diesen versuchten Staatsstreich klar beim Namen.
Praktische Solidarität war schon immer ein Markenzeichen der jW, so führte diese Zeitung schon vor Jahrzehnten große Solidaritätsaktionen für Vietnam, Chile und Nicaragua durch. Und als sich die Bundesregierung unter Kanzler Gerhard Schröder und Außenminister Joseph Fischer im Herbst 2003 entschloss, die Buchmesse Havanna im Jahr 2004 zu boykottieren, obwohl Deutschland zuvor die Einladung als Ehrengastland angenommen hatte, organisierte jW gemeinsam mit Gruppen der Kuba-Solidaritätsbewegung die bis dahin größte Präsenz deutscher Verlage in Havanna. Und seit 2017 druckt und vertreibt der jW-Verlag die deutschsprachige Ausgabe der Granma Internacional, des Zentralorgans der Kommunistischen Partei Kubas. Um nur einige Beispiele zu nennen.
All das ist nur auf gesicherter wirtschaftlicher Grundlage zu leisten. Finanziert wird die junge Welt vor allem durch Abonnements. Deshalb ist es notwendig, immer wieder neue Leserinnen und Leser zu finden, die auf diese Zeitung nicht verzichten wollen. Mit Ihrem Abonnement helfen Sie, dass Sie und andere auch künftig über die Geschehnisse in Kuba und Lateinamerika gut und aktuell informiert werden. Falls Sie sich nicht zwischen der gedruckten und der Onlineausgabe der jW entscheiden, sondern die Vorzüge beider Ausgaben nutzen wollen, wählen Sie das Kombiabo. Aber auch jedes zusätzliche Abo, das Sie in Ihrem Freundeskreis einwerben können, ist ein praktischer Beitrag zur internationalen Solidarität!
Kundgebung gegen die US-Blockade in der Schweizer Hauptstadt Bern (17.6.2019)
Im vergangenen Jahr organisierten jW und 41 Kuba-Solidaritätsgruppen, Parteien, Vereine und Medien die Kampagne »Unblock Cuba«. 2020/21 gibt es eine Neuauflage dieser Soliaktion. Wenn im Mai kommenden Jahres vor den Vereinten Nationen die nächste Abstimmung zur Verurteilung des US-Embargos gegen Kuba stattfindet, wollen wir europaweit auf die völkerrechtswidrige US-Politik aufmerksam machen und die Kumpanei der europäischen Regierungen anprangern. Zwar stimmen diese seit Jahren in der UN-Vollversammlung meistens für eine Verurteilung der Blockade, lassen dem aber keine Taten folgen. In möglichst vielen europäischen Hauptstädten soll mit Plakaten, Aktionen, Veranstaltungen auf die fatalen Auswirkungen des Wirtschaftskriegs gegen Kuba, die vor allem die kubanische Bevölkerung treffen, hingewiesen werden. Die Aktion wird ausschließlich über Spenden finanziert. Allein für die Werbemaßnahmen hierzulande benötigen wir etwa 25.000 Euro.
Am Mittwoch fand die zweite Koordinierungsrunde der europäischen Solidaritätsgruppen mit dem ICAP (Kubanisches Institut für Völkerfreundschaft) online statt, in welcher das weitere Vorgehen beraten wurde. Inzwischen beteiligen sich bereits 86 Soligruppen, Parteien, Medien, Organisationen und Einzelpersonen aus zwanzig Ländern an dieser beispielgebenden Aktion. Diesen Samstag findet in der jW-Ladengalerie ab 19 Uhr der Aktionsauftakt der deutschen Kuba-Solidarität statt, den auch Sie live unter jungewelt.de mitverfolgen können. Unter anderen werden Ramón Ignacio Ripoll Díaz, Botschafter der Republik Kuba in der BRD, der Filmemacher Hans-Peter Weymar und Katrin Hansing, Mitinitiatoren der Petition »Deutschland mit Europa – für ein Ende der Blockade gegen Kuba«, zu Wort kommen. Videobotschaften von Fernando González, Held der Republik Kuba und ICAP-Vorsitzender, sowie Vertretern der Kuba-Solidarität aus Italien und Großbritannien werden eingespielt. Ausklingen wird der Abend mit einem Konzert des chilenischen Liedermachers und Gitarristen Nicolás Rodrigo Miquea. Der Livestream ist ab 18.45 Uhr auf der jW-Internetseite und über unseren Facebook-Auftritt abrufbar, die Veranstaltung beginnt pünktlich um 19 Uhr.
Beteiligen Sie sich an der Aktion »Unblock Cuba« mit Ihrer Spende! Aktionspakte mit Plakaten, Aufklebern und Flyern können Sie zudem über das Aktionsbüro bestellen: aktionsbuero@jungewelt.de.
Neue jW-Serie blickt auf das, was mit der DDR verlorenging
Grafik jW/DAH
Der 30. Jahrestag des Anschlusses der DDR an die BRD wurde in den Medien in den letzten Wochen meistens unkritisch bejubelt. »Einheitsexpo«, Aktion »Deutschland singt«, »Einheizstream«, »Weitervereinigung«, um nur einige Beispiele des gewaltigen, millionenschweren Jubiläumspektakels zu nennen. Die junge Welt geht anders heran: Ab diesem Sonnabend fragt sie in einer siebenteiligen Serie danach, was mit dem sozialistischen deutschen Staat verlorenging und setzt damit einen deutlichen Kontrapunkt zum medialen Einerlei.
Mit der Serie »In ein neues Deutschland. Was mit der DDR verlorenging« möchten wir neue Leserinnen und Leser gewinnen, aber auch Erfahrungen und Wissen weitergeben. Deshalb bewerben wir den Einzelverkauf der jungen Welt im Pressehandel. Neben bundesweiten Anzeigenschaltungen, Plakatierungen und Onlinewerbung setzen wir auch Radiospots ein, die ab heute auf dem Berliner Sender Radio eins (RBB) laufen. Wir wollen in diesen Tagen deutlich mehr jW-Ausgaben an Kiosken und in Supermärkten verkaufen.
Sie, liebe Leserinnen und Leser, können uns dabei auf vielfältige Weise unterstützen: Weisen Sie Freunde und Bekannte auf die Serie und den Kauf der Zeitung im Pressehandel hin. Teilen Sie über Ihre Social-Media-Känale, E-Mail-Verteiler und Internetseiten unsere Werbebilder und den animierten Clip. Oder nehmen Sie beim Einkauf ein oder zwei Exemplare der jW mit und reichen Sie die Zeitung ganz gezielt an Nachbarn mit dem Hinweis auf die Serie und die Möglichkeit weiter, die folgenden Nummern selbst am Kiosk zu kaufen. Die nächstgelegene jW-Verkaufsstelle finden Sie (oder Ihr Nachbar) übrigens mit dem My-Kiosk-Tool online unter jungewelt.de/ddr-serie.
Wie Sie uns in der jW-Lesewoche helfen können, die XXVI. InternationaleRosa-Luxemburg-Konferenz vorzubereiten
jW
Auch im Januar 2021 wird die von der Tageszeitung junge Welt mit Unterstützung vieler Organisationen veranstaltete Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz stattfinden. In den letzten Jahren trafen sich dabei jeweils über 3.000 Teilnehmende mit Gästen aus der ganzen Welt zum größten regelmäßigen Symposium der deutschsprachigen Linken, wie der ehemalige BDI-Chef Olaf Henkel erkannte. Unter Coronabedingungen ist es allerdings nicht möglich, die Konferenz wie gewohnt mit großem Publikum vor Ort abzuhalten. Wie bereits berichtet, findet die nächste RLK am 9. Januar 2021 daher als Onlineveranstaltung statt – allerdings auch vor starkem, international zugeschalteten Publikum, denn die Konferenz soll in mehreren Sprachen mitverfolgt werden können. Es wird ein wahres Fest der Internationalen Solidarität werden – das verpflichtet uns zu einer optimalen Vorbereitung.
Auch dazu nutzen wir die vom kommenden Mittwoch bis Samstag in der jW-Ladengalerie stattfindende jW-Lesewoche. In dieser Zeit wird täglich ab 19 Uhr eine spannende Veranstaltung im Netz präsentiert. In der Regel werden Buchneuerscheinungen vorgestellt – diesmal ist auch eine geniale Neuausgabe dabei: Die Künstlerin Lea Grundig schuf bereits 1968 einen Bilderzyklus für das Kommunistische Manifest von Karl Marx und Friedrich Engels – der Verlag 8. Mai veröffentlicht das so illustrierte Manifest nun zum ersten Mal, denn die geplante Herausgabe in den 60er Jahren kam nie zustande. Der absolute Höhepunkt wird aber am Samstag stattfinden: Wir berichten über die große europaweite Unblock-Cuba-Aktion, an der sich erstmals seit vielen Jahren internationalistische Gruppen aus bisher 16 Ländern beteiligen, unter anderem aus Kuba. Diese Veranstaltung kann auf Deutsch und Spanisch weltweit live mitverfolgt werden. Alle Informationen zum Programm der Lesewoche finden Sie auf Seite sieben dieser Ausgabe und online unter jungewelt.de/lesewoche.
Wir möchten die Leserinnen und Leser der jungen Welt aber nicht nur dazu einladen, diese Veranstaltungen in der nächsten Woche zu Hause mitzuverfolgen – wir möchten Sie auch ausdrücklich um Ihre Rückmeldung bitten! Was ist Ihnen angenehm, was unangenehm aufgefallen? Ihre Anmerkungen und Hinweise helfen uns, die Onlineübertragung der Rosa-Luxemburg-Konferenz am 9. Januar 2021 noch besser vorzubereiten. Schicken Sie deshalb Ihre Anregungen bitte direkt an aktionsbuero@jungewelt.de. Vielen Dank!
RLK-Vorbereitungskollektiv
jW-Lesewoche vom Mittwoch, den 14.10, bis Samstag, den 17.10, jeweils 19 Uhr. Online unter www.jungewelt.de/lesewoche
Dann wird jW unverzichtbar. Das Kapital braucht radikale Kritik
Gabriele Senft
Haben die Einsicht, dass es anders werden muss: Teilnehmerinnen der FFF-Demo am 25. September in Berlin
»Freie Presse ist deshalb eine freie Presse, weil sie sich marktwirtschaftlich finanziert«, sagte am Dienstag dieser Woche Philipp Welte, Vorstand »Medienmarken National« beim Konzern Hubert Burda Media und Vizepräsident des Verbandes Deutscher Zeitungsverleger, auf einer Onlinekonferenz des Verbandes. Das leuchtet im Spätkapitalismus ein, wo mit allem Profit gemacht werden muss. Was waren das für Zeiten, als Bürger sich besonders für Pressefreiheit einsetzten und schließlich Schießpulver mischten, um die verhassten Unterdrücker aus Adel und Klerus wegzurevolutionieren. Aber auf diese Weise wurde das Bürgertum selbst Unterdrücker der produzierenden Menschen.
Auch derjenigen bei der Presse. Was in der revolutionären Phase der Bourgeoisie ein notwendiges Aufklärungsmittel war, wurde schnell zu einer Ware und diente zur Durchsetzung von Unternehmensinteressen. Nicht nur darum, aber auch deshalb mussten die neuen Unterdrücker kritisiert werden: »Die erste Freiheit der Presse ist es, kein Gewerbe zu sein«, schrieb Karl Marx 1842 in der Rheinischen Zeitung. Denn: Freie Presse funktioniert nur als Information – als Gewerbe ist sie die Sache von Druckereien, Anzeigenagenturen und ähnlichen profitorientierten Unternehmen.
Keine andere überregionale Tageszeitung ist von Konzernen so unabhängig wie die junge Welt. Seit einigen Jahren sind die ökonomischen Verhältnisse so geklärt, dass zu 95,6 Prozent der Verlag 8. Mai den in der LPG junge Welt eG genossenschaftlich organisierten Leserinnen und Lesern der Zeitung und des Kulturmagazins Melodie & Rhythmus gehört (siehe unten). Einnahmen über Abonnementgebühren fließen direkt in die Finanzierung des Tagesgeschäfts.
Und bekanntlich ist die junge Welt eine marxistisch orientierte Zeitung und hält sich auch inhaltlich an Marx’ Worte. Keine andere überregionale Zeitung in der BRD legt täglich die Misere des krisengeschüttelten Kapitals offen, hintergründig und knapp auf 16 Seiten, damit sich die Leserinnen und Leser für den Tag orientieren können – auch, um nicht in Fallen zu tappen wie nationale Lösung ökonomischer Grundprobleme und Marschieren mit Rechten für Demokratie in Coronazeiten, beides Widersprüche in sich.
Gut zwei Dutzend unserer Leserinnen und Leser werden sich von heute an 15 Wochen lang mit ihren Meinungen zur Unverzichtbarkeit der jungen Welt im Blatt abwechselnd äußern – Menschen, die sich als Gewerkschafter, in der Friedensbewegung, als Feministinnen, Antifaschisten ... engagieren. Ihnen ist dieses Blatt ein unverzichtbares Lebensmittel geworden, und sie wollen Sie, liebe Leserin und lieber Leser, auffordern, ebenfalls jW im Abonnement zu lesen, um täglich informiert zu sein. Aktion & Kommunikation
Jedes Abo ist unverzichtbar - jetzt bestellen: jungewelt.de/abo
Bis zum Jahresende wollen wir das 2.500. Mitglied in der Genossenschaft begrüßen
jW
Der 7. Oktober ist ein Grund zum Feiern. An dem Tag jähren sich die Gründung des ersten sozialistischen Staates auf deutschem Boden und der Genossenschaft LPG junge Welt eG.
Die Privatisierungswelle, die nach der Übernahme der DDR auf Ostdeutschland überschwappte, machte auch vor der jungenWelt nicht halt. Für eine symbolische Mark wurde die Zeitung an Investoren verscherbelt, Preise hochgeschraubt und die Belegschaft dezimiert.
Seit 25 Jahren sichert die Genossenschaft das Erscheinen der Zeitung. Verlag und Redaktion sind dadurch unabhängig von Anzeigenkunden, Konzernherrn und Parteibonzen. Trotz steigender Vertriebs- und Produktionskosten konnte sich die junge Welt dadurch auf dem hart umkämpften Pressemarkt behaupten.
Doch Covid 19 verschärft die Probleme der Branche. Die großen Verlagshäuser treiben die Digitalisierung voran. Medienkonsum soll online stattfinden. Google bezahlt für »Content«. Das Kulturgut gedruckte Tageszeitung wird zum Auslaufmodell erklärt. Zeitungskonzerne fordern Finanzhilfen vom Staat, die nach »Auflagenstärke« berechnet werden sollen. Das heißt, wer seine Zeitungen in der 1. Klasse der Deutschen Bahn und der Lufthansa verscherbeln kann, ist besser dran. Für das Kapital ist die Krise eine Chance.
Verlag, Redaktion und Genossenschaft halten Kurs – gegen alle Trends. Dafür brauchen wir noch mehr Unterstützung. Bislang sind wir 2.392 Genossinnen und Genossen. Bis Ende des Jahres wollen wir erreichen, dass unsere LPG 2.500 Mitglieder stark ist! Mitglied kann jeder werden, der mindestens einen Anteil zeichnet. Ein Anteil kostet 500 Euro und kann auch in Raten bezahlt werden. Nur gemeinsam können wir das Erscheinen der einzigen marxistischen Tageszeitung im deutschsprachigen Raum sichern. Gegen den Rechtsruck und für Frieden, Internationalismus und Solidarität!
Das Protestabo endet, junge Welt ist unverzichtbar – wie auch der Protest
Gabriele Senft
»Fridays for Future«-Demonstrantin am Brandenburger Tor in Berlin am 25.9.
Seit dem 18. Juli führt die junge Welt eine Kampagne, um gerade unter den Menschen, die in diesen Zeiten auf der Straße protestieren, neue Leserinnen und Leser zu gewinnen. Auch in den vergangenen zehn Wochen prangerten wir Klima-, Asyl-, Kriegs- und Mietenpolitik, das weitere Erstarken der Rechten und die fehlende Solidarität mit Kuba an.
In diesen zehn Wochen kamen noch weitere Gründe hinzu, auf die Straße zu gehen oder zivilen Ungehorsam zu leisten. Während China, Russland und Venezuela als Diktaturen abgekanzelt werden, lässt US-Präsident Donald Trump die Frage von Journalisten offen, ob er nach verlorener Wahl abdanke. Die US-Getreuen in der BRD, von Friedrich Merz (CDU) bis Annalena Baerbock (Grüne), äußern sich nicht dazu. Wichtiger ist ihnen, das russisch-deutsche Gemeinschaftsprojekt, die Gaspipeline »Nord Stream 2«, zu verhindern. Schließlich darf man den ins Visier genommenen Kriegsgegner ökonomisch nicht stärken. Wie verkommen der Spätkapitalismus in seinen Zentren schon ist, zeigen die Vorwürfe gegen den Zahlungsdienstleister Wirecard – Bilanzbetrug, Insolvenzverschleppung und Geldwäsche. Tiefpunkt der Krise dieses Gesellschaftssystems sind die Zerstörung des Flüchtlingslagers Moria auf Lesbos und – in der BRD – die beiden großen von Coronaleugnern organisierten Demonstrationen, wo rechten Gruppen wie der AfD und organisierten Neonazis mit jeder Art von Irrationalisten der Schulterschluss gelang.
Vernunftgeleiteter und damit linker Widerstand zeigt Erfolg. »Deutsche Wohnen & Co. enteignen« ist einen Schritt weiter: Ein Volksbegehren zur Enteignung von Immobilienkonzernen in Berlin rückt näher. Und »Fridays for Future« meldete sich am Freitag mit über 400 Demos zurück. Zu den Aktionen des Bündnisses »Ende Gelände« im Rheinland können gar nicht alle kommen – das Hygienekonzept sei sonst nicht einzuhalten.
Über all diese Ereignisse berichtet junge Welt. Sie ist Ausdruck dieser Protestkultur. Wer diese Tageszeitung liest, weiß Bescheid. Darum bieten wir bis diesen Montag ein letztes Mal das preisgünstige und unverbindliche dreimonatige Abo an. Interessiert? Dann füllen Sie den nebenstehenden Kupon oder das Online-Formular aus.
Die junge Welt ist folgerichtig unverzichtbar. Darum läuten wir Ende der kommenden Woche die Aboaktion »Unverzichtbar« ein. Dann kommen Sie, liebe Leserinnen und Leser, zu Wort und können kurz und bündig erklären, warum diese Zeitung für Sie unentbehrlich ist. Erste Einsendungen haben uns bereits erreicht. Senden Sie uns Ihr Statement mit einem Foto an aktion@jungewelt.de. Wir sind gespannt.
Vor einer Woche stellten wir hier das Buchprojekt das »Kommunistische Manifest« mit elf Arbeiten der Malerin Lea Grundig vor und baten um Unterstützung durch Bestellung eines der auf 100 Stück limitierten und besonders ausgestatteten Subskriptionsexemplare. Alle 100 sind nun vorgemerkt. Das Buch können wir wie geplant am 19. Oktober in den Druck geben. Neben den Subskriptionsexemplaren wird es ab Ende November, zum 200 Geburtstag von Friedrich Engels, auch eine deutlich preiswertere »Volksausgabe« geben. (jW)