Gegründet 1947 Montag, 13. Juli 2020, Nr. 161
Die junge Welt wird von 2335 GenossInnen herausgegeben
jW stärken!

  • Leserinnen und Leser der jungen Welt sind interessante Menschen, die sich für vieles interessieren. In der jW-Ladengalerie können sie zur Zeit die Ausstellung »Wenn alle alles wüssten …« mit politischer Malerei und Grafik des bekannten Künstlers und langjährigen jW-Lesers Joachim John (1933–2018) bestaunen: Von der kleinen handgefertigten Neujahrsgrußkarte bis hin zur 240 mal 120 Zentimeter großen Leinwandmalerei und vielen Radierungen findet man auf kleinem Raum eine große Bandbreite von Motiven, Techniken und Arbeiten des Künstlers. Eine weitere Besonderheit der Ausstellung: die sechs großen Leinwände, die John 1995 für das Staatstheater Cottbus anfertigte, sowie einige der Radierungen sind Schenkungen für die junge Welt-Kunstsammlung. Und falls Sie selbst Kunst sammeln wollen, können Sie das mit der jW-Kunstedition tun! Das dritte Kunstwerk in dieser Reihe ist ein ganz besonderes: Die Malerin Heike Ruschmeyer widmet eine ihrer seltenen Grafiken der Mahnung an die NSU-Mordtaten. Das Werk »Köln 9. Juni 2004« ruft uns den Nagelbombenanschlag auf den Friseurladen in der Kölner Keupstraße auf erschütternde Weise ins Gedächtnis. Es ist zugleich die Vorarbeit zu einem Gemälde, das bald in der jW-Ladengalerie zu sehen sein wird. Näheres dazu lesen Sie bitte auf den Seiten 12 und 13 dieser Ausgabe. Ab 17. März ist die Grafik über den jW-Shop und in der jW-Ladengalerie erhältlich.

    jW-Ladengalerie

    Einzelgrafiken bestellen: jungewelt.de/kunstedition

  • Die junge Welt für Neugierige

    Erstaunlich viele Rückmeldungen zu unserem Probeaboangebot
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    jW-Leser wollen's wissen

    Unsere Probeaboaktion nimmt Fahrt auf: Uns erreichen nicht nur viele Probeabobestellungen, sondern auch Berichte darüber, wie die Absender auf die junge Welt aufmerksam wurden und weshalb sie an dieser Zeitung interessiert sind.

    So sah einer unserer neuen Leser das Probeaboangebot in einer jungen Welt, die eine Sitznachbarin in der S-Bahn las. Ein anderer berichtet, dass der Aufdruck auf einem jW-Jutebeutel ihn zum Probelesen animiert habe. Nicht wenige reagierten auf die Plakatwerbung, die zur Zeit in mehreren Städten zu sehen ist. Eine Probeleserin aus Hamburg berichtet, sie »suche noch eine Zeitung, die meinen Erwartungen entspricht. Getestet hatte ich bisher die Süddeutsche und das ND. Jetzt ist die junge Welt dran.« Viele entdecken die jW bei der Stichwortsuche im Internet, so zum Beispiel, wenn sie »Hanau« oder »Havanna«, »NATO-Manöver« oder »Gewerkschaftskämpfe« eingeben. Wieder andere wurden von Freunden zu einem Testabo eingeladen, oder sie kommen wie dieser Probeleser ganz von allein auf die Idee: Bei Recherchen »nach einer linken, unabhängigen und täglich erscheinenden Zeitung« sei er »auf die junge Welt gestoßen und nach einigen Leseproben sehr zufrieden«. Eine Leserin, die »durch Facebook auf die junge Welt aufmerksam geworden« war, hat sich »dann die jW-Webseite angeschaut« und kam zu dem Schluss: »Ich muss eure Zeitung mal lesen!«

    Die mit Abstand am häufigsten genutzte Form der Bestellung ist das Formular im Internet. Es gibt aber auch erstaunlich viele telefonische Anforderungen, und natürlich werden ebenso ganz klassisch ausgefüllte Coupons an unseren Verlag geschickt. Gleichermaßen erfreulich wie nachhaltig ist es, wenn jW-Abonnenten Freunde, Bekannte und Kollegen zu einer Bestellung anregen. So ist die Zielstellung, dass jeder jW-Leser möglichst drei Probeleser gewinnt, ein wichtiger Teil dieser Aktion. Und daran dürfen sich alle Neuleserinnen und Neuleser gerne beteiligen.

    Verlag, Redaktion und Genossenschaft junge Welt

    Die junge Welt testen: jungewelt.de/probeabo

  • Jedes Probeabo zählt

    Die Buchmesse Leipzig findet nicht statt – wie wir unsere Ziele mit Ihrer Hilfe trotzdem erreichen

    Er sollte einer der Höhepunkte der neuen Probeaboaktion werden: unser Auftritt auf der Buchmesse in Leipzig! Neben drei wunderbaren Veranstaltungen (25. Jahrestag der Verlags- und Genossenschaftsgründung, Cuba-Libre-Empfang und Feier zu Lenins 150. Geburtstag mit Vorstellung unseres neuen Lenin-Buches) und guten Gesprächen mit befreundeten Verlagen sollten dort vor allem viele, viele Probeabos für die junge Welt eingesammelt werden. Unsere Leserinnen und Leser haben wir gebeten, sich aktiv an der Aktion zu beteiligen, bei Freunden für Probeabos zu werben und die ersten Bestellcoupons dann in der nächsten Woche am Stand der jungen Welt in Leipzig vorbeizubringen.

    Daraus wird nun leider nichts, weil die Buchmesse abgesagt wurde. Was aber niemanden daran hindern sollte, aktiv Probeabos einzusammeln. Denn unser Aktionsbüro freut sich über jede Einsendung! Jedes Probeabo zählt! Nur mit starker Unterstützung unserer Leserinnen und Leser können wir die nun ausbleibenden Leipziger Probeabos wieder ausgleichen: Nutzen Sie das in der heutigen Ausgabe beigefügte Faltblatt und gewinnen auch Sie möglichst drei oder mehr Testleser für unser faires Angebot: Wer das Probeabo der jungen Welt bestellt, erhält die Zeitung drei Wochen lang kostenlos und unverbindlich in den Briefkasten geliefert. Was viele besonders sympathisch finden: Das Probeabo muss nicht abbestellt werden, es endet nach den drei Wochen automatisch. Uns geht es vor allem darum, dass viele Menschen das journalistische Angebot der jungen Welt ganz persönlich und zu Hause kennenlernen – und damit auch den Vorteil, den eine gedruckte, konsequent linke Tageszeitung mit sich bringt. Natürlich hoffen wir, viele der Testleser so zu überzeugen, dass sie anschließend die junge Welt bestellen oder die Zeitung am Kiosk kaufen.

    Wir bleiben also dabei und suchen weiterhin 2.500 jW-Testleser. Für die kommenden zwei Wochen sind weitere Höhepunkte geplant, darunter Plakat-, Kino- und Radiowerbung mit den Schwerpunkten Berlin, Leipzig, Bremen, Hamburg und Köln. Andere Werbemaßnahmen (wie etwa Anzeigen in Print- und Onlinemedien) werden bundesweit eingesetzt. Aber die wichtigsten Werbeträger sind unsere Leserinnen und Leser, die die Argumente für die junge Welt am besten potentiellen Neulesern vermitteln können. Wir rechnen mit Ihnen!

    Aktion & Kommunikation

    jungewelt.de/testen

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    Weltklassemusiker: Marcel Khalifé

    Neben unserem Auftritt auf der Buchmesse in Leipzig müssen wir leider auch unsere Solidaritätsveranstaltung mit Bolivien am kommenden Montag in der Berliner jW-Ladengalerie absagen. Unsere Gäste aus dem lateinamerikanischen Land waren zuvor beim Menschenrechtsrat in Genf eingeladen, die damit verbundenen Veranstaltungen wurden aber ebenfalls wegen der Gefahr durch das Coronavirus abgesagt, so dass unsere geladenen Gäste ihren Kontinent erst gar nicht verlassen werden.

    Der Vorverkauf für unser großes Solikonzert in drei Wochen (28. März, Urania Berlin) mit den drei Weltklassemusikern Marcel und Rami Khalifé und Aymeric Westrich läuft unterdessen sehr gut. Mit dem Reinerlös der Veranstaltung soll der Bau eines Krankenhauses im Norden Libanons unterstützt werden, um die katastrophale Lage der dortigen Flüchtlinge etwas zu lindern. Auch weil sich viele Geflüchtete hier in Deutschland sehr für das Konzert interessieren, den Eintrittspreis aber (wie auch manche andere Interessierte) nicht aufbringen können, bitten wir um Spenden. Die werden zum einen direkt für das Krankenhausprojekt zur Verfügung gestellt – und zum anderen für die Bezahlung von Freikarten für Bedürftige genutzt. Wer es einrichten kann, sollte sich diese besondere Veranstaltung nicht entgehen lassen: Zur bunten Schar von jW-Lesenden werden sich Musikliebhaber aus aller Welt, vor allem aus dem arabischen Raum gesellen. Restkarten gibt es noch im jW-Vorverkauf.

    Auch die Vorbereitungen für unsere zentrale Veranstaltung zum 25. Jahrestag der Gründung der Verlag 8. Mai GmbH und unserer Genossenschaft LPG junge Welt eG laufen auf Hochtouren. Sie wird am Samstag, den 27. Juni 2020, in der Berliner Kulturbrauerei stattfinden. Wir starten am frühen Nachmittag mit der Generalversammlung unserer Genossenschaft LPG junge Welt eG (eingeladen sind alle Mitglieder, auch jene, die es in den nächsten Tagen und Wochen noch werden). Danach ist eine öffentliche Podiumsdiskussion zur Zukunft der gedruckten Tageszeitung geplant. Voraussichtlich ab 20 Uhr findet dann das große öffentliche Konzert mit dem US-amerikanischen Singer-Songwriter David Rovics und der Band »Die Zöllner« in großer Besetzung (10 Musiker rund um Dirk Zöllner) statt. Der Vorverkauf startet in einigen Tagen, den Termin Ende Juni sollte man sich auf jeden Fall schon jetzt für ein Berlin-Wochenende reservieren.

    Verlag, Redaktion, Genossenschaft

    Kartenvorverkauf Solikonzert online unter www.melodieundrhythmus.com/solikonzert, telefonisch unter 030/ 53635556 oder in der jW-Ladengalerie, Torstr. 6, 10119 Berlin zu den Öffnungszeiten (Di–Fr 12 bis 18 Uhr).

    Spendenkonto: Verlag 8. Mai GmbH, Postbank Berlin, IBAN: DE50 1001 0010 0695 6821 00, BIC: PBNKDEFF, Verwendungszweck: Solikonzert

  • Jetzt Aktionspaket bestellen!

    Aktion & Kommunikation
    Aktionspaket

    Am 29. Februar startete unsere Probeabo-Aktion »Teste die beste - linke, überregionale Tageszeitung«.

    Um die Aktion und das Angebot, die junge Welt drei Wochen kostenlos zu testen, bekannt zu machen, bieten wir unseren Leserinnen und Lesern verschiedene Werbemittel an.

    Die Plakate und Bestellkarten können zum Beispiel in linken Kneipen, Jugendzentren, sozialen Treffpunkten aufgehängt und ausgelegt werden.

    Das Aktionspaket enthält Plakate ( 3 x A1-, 6 x A2-Format), 20 Aufkleber und 20 Bestellkarten für das Probeabo. Es kostet inklusive Versand jeweils 6 Euro.

    Jetzt Aktionspakt bestellen!

  • 2.500 jW-Tester gesucht!

    Aufruf an die Leserinnen und Leser: Verschenkt dreiwöchige Probeabos der Tageszeitung junge Welt!
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    Das ist die Ausgangslage: Wir wollen im laufenden Jahr 2020 insgesamt 3.600 Printabos und zusätzlich 2.400 Onlineabos für die junge Welt gewinnen. Mit einer erhöhten verkauften Anlage gewinnen wir mehr Einfluss und können unser Tageszeitungsprojekt auch längerfristig ökonomisch absichern. Mit der Auftaktaktion »Dein Abo zur rechten Zeit« haben wir gezeigt, dass das zu schaffen ist – aber nur mit großen Anstrengungen von Verlag, Redaktion und Genossenschaft und mit Hilfe unserer Leserinnen und Leser!

    Als nächsten Schritt auf diesem Weg wollen wir 2.500 Menschen bewegen, ein kostenloses jW-Probeabo zu bestellen. Denn unsere Erfahrung zeigt: Nur wer die junge Welt gut kennt, ist auch bereit, ein bezahltes Abonnement abzuschließen. Andere wiederum können so angeregt werden, künftig die junge Welt am Kiosk zu kaufen. Und wir erweitern damit unseren Wirkungskreis und setzen den nächsten wichtigen Markstein im Kampf für den langfristigen Erhalt einer linken, überregionalen Tageszeitung.

    Damit das gelingen kann, setzen wir in den nächsten Wochen einiges in Bewegung. Ab heute bitten wir unsere Leserinnen und Leser verstärkt, Probeabonnenten im persönlichen Umfeld zu gewinnen: Finden auch Sie drei Personen, die ein Probeabo der jungen Welt bestellen. Das kann formlos (zum Beispiel über Telefon oder E-Mail) oder über unseren Bestellcoupon (auf dieser Seite oder im Internet) geschehen. Das ist weder für Sie noch für den Probeleser mit Kosten verbunden, denn die übernehmen wir. Nach drei Wochen endet das Probeabo automatisch, muss also nicht abbestellt werden. Nur ein Risiko gehen die Testleser ein: Nicht wenige von ihnen sind von der jW so angenehm überrascht, dass sie nach den drei Wochen ein bezahltes Abonnement abschließen. Oft haben Sie oder wir zuvor noch ein Gespräch geführt – deshalb ist es besonders wichtig, dass Sie den Probeleser darum bitten, eine Telefonnummer bzw. eine E-Mail-Adresse anzugeben. Selbstverständlich bleiben sämtliche Daten hier bei uns im Hause, werden also nicht an Dritte weitergegeben. Bitte bestellen Sie aber für niemanden ein Probeabo, ohne vorher mit ihm oder ihr darüber gesprochen zu haben.

    In etwas mehr als zwei Wochen beginnt die heiße Phase dieser Aktion: Dann werden wir in ausgewählten Städten mit Radio- und Kinowerbung, Plakatierung und Postkarten auf unser Probeaboangebot aufmerksam machen. Werbematerial stellen wir Unterstützern auch für alle anderen Orte zur Verfügung. Plakate, Flyer und Aufkleber können Sie im Internet unter www.jungewelt.de/aktionspaket ordern. Onlinebanner für Ihre Internetseiten gibt es ebenfalls (www.jungewelt.de/materialien).

    Der erste Schritt aber ist, dass Sie sich überlegen, wer in Ihrem Umfeld Interesse an der jungen Welt haben könnte. In der Familie, im Sportverein, in Ihrer Partei oder Bewegung finden sich garantiert Personen, für die es spannend wäre, unsere Zeitung kennenzulernen, kostenlos und unverbindlich! Und dann kann bestellt werden, zum Beispiel mit dem nebenstehenden Coupon!

    Verlag, Redaktion und Genossenschaft

    Probeabobestellungen telefonisch unter 030/ 5363 5584, per E-Mail an abo@jungewelt.de oder online unter www.jungewelt.de/probeabo

  • Einer der Höhepunkte unserer neuen Probeaboaktion ist die Buchmesse in Leipzig, die vom 12. bis 15. März 2020 stattfindet. Alle Leserinnen und Leser unserer Zeitung, die ohnehin dort aufkreuzen, laden wir ganz herzlich zu einem Besuch an unseren jW-Stand in Halle 5, K 300 ein! Auf drei Veranstaltungen möchten wir aufmerksam machen: Die erste gibt es am Donnerstag, den 12. März: Ab 17 Uhr feiern wir den 25. Geburtstag von Verlag und Genossenschaft und laden Verlage wie Messegäste zum Rot- oder Weißwein an unseren Stand ein. Vertreter von Taz, Neues Deutschland und junge Welt diskutieren über die Zukunft der gedruckten Tageszeitung, der Gitarrenvirtuose Nicolás Miquea trägt einige seiner Kompositionen und Lieder vor. Dazu gibt es Fotoeindrücke aus 25 Jahren Verlag 8. Mai.

    Am Freitag, den 13. März, findet ab 17 Uhr der traditionelle Cuba-libre-Empfang statt: Zu kubanischen Getränken begrüßen wir Gäste von der Karibikinsel, der jW-Autor Volker Hermsdorf wird über die aktuelle Lage sprechen, der Liedermacher Tobias Thiele erzählt von seiner Kulturreise über die rote Insel und spielt einige seiner Lieder. Dazu gibt es wunderbare Bilder aus Havanna. Am Samstag, den 14. März, laden wir erneut um 17 Uhr zu einem Empfang ein, diesmal soll der anstehende 150. Geburtstag von Wladimir Iljitsch Lenin gefeiert werden. jW-Kulturredakteur Peter Merg stellt im Gespräch mit dem Autor Carlos Gomes das neueste Buch aus dem Verlag 8. Mai vor: »Lenin lebt!«, ein Text-Bild-Band über Geschichte und heutigen Zustand von 49 Lenin-Denkmälern in den alten und neuen Bundesländern. Dazu wird Wodka und Schwarzbrot mit Speck und Gurke gereicht.

    Alles findet an unserem Stand statt, alles ist gratis – wer kann, bringt uns bei der Gelegenheit aber schon einmal die ersten eingesammelten Probeabos vorbei. Darüber würden wir uns riesig freuen. Und wir hätten gleich noch einen Grund mehr, gemeinsam anzustoßen!

    Aktion & Kommunikation

    www.jungewelt.de/leipzig

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    Es genügt nicht, eine gute Zeitung zu machen: Es müssen auch immer mehr Leserinnen und Leser für sie gefunden werden, um Wirkung zu erzielen. Und von ihnen sind möglichst viele davon zu überzeugen, dass es ohne ihr Abonnement auf Dauer nicht möglich ist, eine antikapitalistische Zeitung auf dem kapitalistischen Markt anzubieten.

    Deshalb kämpfen wir seit fast 25 Jahren darum, einerseits Bekanntheitsgrad und Reichweite der Zeitung zu erhöhen – und andererseits darum, den Bestand an bezahlten Print- wie Onlineabonnements zu steigern. Sicher, es geht voran. Aber nicht schnell genug: Mit unserer aktuellen Aktion »Dein Abo zur rechten Zeit« wollten wir in sieben Wochen 360 neue Printabos und 240 zusätzliche Online­abos (jeweils inklusive Umsteiger auf eine höhere Preisklasse) gewinnen. Das Ziel haben wir fast erreicht – aber eben nur fast. Wir brauchen auch weiterhin eine positive Entwicklung, weil wir nur dann die vor uns stehenden Aufgaben ökonomisch meistern können.

    Vor uns liegt die nächste Etappe unserer Jahreskampagne. Mit einer Probeaboaktion, der 1.-Mai-Verteilaktion und einer Kioskkampagne wollen wir bis Mitte Mai 2020 sehr viele Menschen erreichen, denen die junge Welt bisher noch kein Begriff ist. Ihnen wollen wir unsere Zeitung vorstellen und sie zum Probelesen oder Kioskkauf animieren. Wir stellen ihnen unsere journalistische Arbeit vor und regen sie damit an, über die jW täglich andere als die üblichen Sichtweisen und Analysen kennenzulernen. Dadurch werden unsere besondere Tageszeitung und ihr inhaltliches Angebot nicht nur bekannter – wir wollen die Neuleser auch überzeugen, ein Abo abzuschließen, damit diese Art von Information finanziert und weiterhin einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden kann.

    Zunächst möchten wir uns aber bei allen bedanken, die bereits ihren Beitrag dazu geleistet haben, unsere aktuellen Aktionsziele zu erreichen, sei es durch ein eigenes Abonnement, ein Geschenkabo, ein Abo für Gefangene oder durch den Umstieg auf eine höhere Preisklasse. Wer noch nachträglich seinen Anteil zum Ergebnis abliefern will, darf das gerne tun. Und auch bei unseren nächsten Schritten können Sie uns unterstützen: Verschenken Sie reichlich Probeabos, bestellen Sie unsere 1.-Mai-Ausgabe und verteilen Sie diese in Ihrer Region! Damit sich möglichst viele Menschen gegen den Rechtstrend immunisieren und mit guten Argumenten und Informationen dafür sorgen können, dass Dummheit, Lüge und Hass nicht unwidersprochen bleiben!

    Verlag, Redaktion und Genossenschaft der jungen Welt

  • Rund um den 1. Mai 2020 sollen in Deutschland, der Schweiz und in Österreich insgesamt 100.000 Exemplare der jW-Ausgabe vom 30.4./1.5. verteilt werden – und zwar gezielt auf Veranstaltungen und Kundgebungen rund um den internationalen Kampftag der Arbeiterklasse! Das organisiert nicht eine bezahlte Mediaagentur für die junge Welt – das schaffen wir selbst mit Hilfe unserer Leserinnen und Leser! Bis heute wurden bereits 21.200 Zeitungen bestellt. Wir bitten dringend darum, Ihre Bestellung rechtzeitig abzugeben, um die Anlieferungen fehlerfrei koordinieren zu können! Die Zeitung wird am Mittwoch, dem 29. April, hergestellt, gedruckt und über Nacht ausgeliefert, so dass Ihnen schon am Donnerstag, dem 30. April, morgens die aktuelle Ausgabe für die Verteilung zur Verfügung steht. Wir schicken die bestellten Zeitungen an (fast) jeden Ort, ab 500 Exemplaren wird die Spedition beauftragt, direkt anzuliefern (bitte Adresse angeben), andere Mengen werden an einen Kiosk in Ihrer Nähe gebracht. Das Formular für Ihre Bestellung finden Sie online unter www.jungewelt.de/verteilen, gerne können Sie sich mit Bestellungen und Fragen auch direkt an uns wenden: per E-Mail an aktionsbuero@jungewelt.de oder telefonisch unter 030 53 63 55 10.

    Aktion und Kommunikation

  • Rechte Propaganda zurückdrängen!

    Mit fulminantem Endspurt wollen wir doch noch ein wichtiges Ziel erreichen
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    Um die vor uns stehenden Aufgaben meistern zu können, müssen wir den Bestand der bezahlten Abonnements bzw. den durchschnittlichen Erlös pro Abo erhöhen. Dazu brauchen wir möglichst viele zusätzliche solcher Bestellungen, aber auch möglichst viele Leserinnen und Leser, die für ihr Print- oder Onlineabonnement auf eine höhere Preisstufe umsteigen. Von Jahresbeginn bis heute wollten wir 600 neue Abonnements bzw. Umsteiger gewinnen. Dieses Ziel haben wir aber noch nicht erreicht! Mit einem fulminanten Endspurt gilt es nun, die fehlenden Abos zu gewinnen. Dazu verlängern wir unsere Aktion um eine Woche! Wir bitten unsere Leserinnen und Leser: Wenn Sie noch kein Abo haben – bitte bestellen! Sollten Sie bereits regelmäßig unsere Tageszeitung beziehen, buchen Sie bitte ein Print- oder Onlineabo hinzu oder verschenken Sie eins. Als dritte Möglichkeit bitten wir zu prüfen, ob auf eine höhere Preisklasse umgestiegen werden kann. Alle Optionen finden Sie unter www.jungewelt.de/dein-abo!

    Leider ist es nicht so, dass mit dem Ende dieser Aktionswoche und dem Erreichen unseres Zieles die »rechten Zeiten« einfach vorüber sein werden. Schon deshalb wollen und müssen wir den Bekanntheitsgrad der jungen Welt und die Zahl der Abonnenten auch danach weiter erhöhen. Mit der aktuellen Aktion schaffen wir aber eine sehr wichtige Voraussetzung dafür, dass wir die kommenden Aktivitäten vorbereiten und finanzieren können. Damit Bekanntheitsgrad und Reichweite unserer Zeitung deutlich größer werden, werden eine Probeabo-, eine Verteil- und eine Kioskaktion folgen. Wirklich viele Menschen werden wir aber nur erreichen, wenn wir dafür genug Geld in die Hand nehmen können. Denn wenn diverse Medien uns beschweigen, müssen wir eben andere Wege finden, auf unsere Zeitung aufmerksam zu machen. Auch dabei wird es viele Möglichkeiten für Sie geben, uns aktiv zu unterstützen.

    Jetzt aber geht es erst einmal darum, die materiellen Grundlagen für ein erfolgreiches Jahr zu schaffen! Ihr konkreter Beitrag wäre ein Abo oder ein Umstieg auf eine höhere Preisklasse. Er mag für sich genommen gering erscheinen, aber in der Summe ergeben 600 zusätzliche Abonnements (inklusive Umsteiger) einen deutlich größeren ökonomischen Spielraum, mit dem wir für eine noch bessere Verbreitung der jungen Welt sorgen können. Und das wiederum ermöglicht es uns, rechte Desinformation und Propaganda zurückzudrängen! Sie können dazu einen wichtigen, einen praktischen Beitrag leisten!

    Verlag, Redaktion, Genossenschaft junge Welt

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    Das Wesen des Internationalismus: an der Seite der Ausgebeuteten und Unterdrückten stehen, ganz gleich ob sie in Deutschland oder anderswo auf der Welt leben (Wandbild in Caracas)

    Linke Selbstverständlichkeiten können bei manchen Linken (bzw. bei solchen, die sich noch dafür halten) heute leider nicht immer vorausgesetzt werden. So sollte für Linke nicht entscheidend sein, ob es sich um In- oder Ausländer, Schwarze oder Weiße handelt, sondern ob diese arm oder reich sind. Auch in Deutschland werden Ausbeutung und Sozialabbau verschärft, aber der Blick über den Tellerrand zeigt: Das geht andernorts noch wesentlich schlimmer! Und daran sind nicht selten deutsche und europäische Konzerne direkt beteiligt. Deshalb steht die junge Welt an der Seite der Ausgebeuteten und Unterdrückten, ganz gleich ob sie in Deutschland oder anderswo auf der Welt leben. Und wir beobachten besonders aufmerksam, wenn linke oder sozialistische Regierungen vor allem deshalb angegriffen werden, weil sie die soziale Frage in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen und sich den Direktiven der imperialistischen Mächte entziehen. Das gehört zum Selbstverständnis der jW. Allerdings gibt es tatsächlich Zeitgenossen, die das »lustige Solidarität«, »falsche Schwerpunktsetzung«, »Verwirrtheit« oder gar »obskuren Internationalismus« nennen und meinen, man solle lieber die junge Welt stärken, als »in Lateinamerika herumschwirren«, denn der politische Hauptfeind stehe »in dem Land, in dem du arbeitest«. Wichtiger als unsere Veranstaltungen etwa für Bolivien sei es, Probeabos für die Zeitung zu sammeln, meint etwa ein ehemaliger jW-Unterstützer aus Hamburg.

    Um es klar zu sagen: Wir lassen unsere Klassenschwestern und -brüder nicht im Stich, weder im In- noch im Ausland! Internationale Solidarität ist für uns Voraussetzung jeder Art linker Arbeit. Für uns ist das weder Marketing noch »obskurer« Internationalismus, für uns ist und bleibt das eine Selbstverständlichkeit! Alle Leserinnen und Leser unserer Zeitung, die das genauso sehen, möchten wir auch deshalb zu drei wichtigen Veranstaltungen einladen:

    An diesem Sonnabend, dem 15. Februar, findet ab 18 Uhr in der jW-Ladengalerie ein wichtiges Treffen zur Unterstützung der Kubanischen Revolution mit viel Information und Kultur statt. Am Montag, dem 16. März, laden wir ab 19 Uhr zu einer Soliveranstaltung mit Genossinnen und Genossen aus Bolivien in unseren Laden ein (am darauffolgenden Dienstag, dem 17. März, findet die Veranstaltung auch in Hamburg statt). Und am 28. März (Sonnabend) veranstalten wir gemeinsam mit dem Libanesischen Demokratischen Verein in der Berliner Urania ein großartiges Solikonzert mit Marcel und Rami Khalifé sowie Aymeric Westrich. Der Erlös dieser Veranstaltung wird einem insbesondere für Kriegsflüchtlinge bestimmten Krankenhaus im Norden des Libanon zugutekommen. Nicht nur für Probeabos, auch dafür schrubben wir gerne ein paar Sonderschichten.

    Verlag, Redaktion, Genossenschaft von junge Welt und Melodie & Rhythmus

  • Vorwärts immer!

    jW-Aktionsbüro
    jW-Verteilaktion am Hackeschen Markt in Berlin (1. Mai 2018)
    jW-Verteilaktion am Hackeschen Markt in Berlin (1. Mai 2018)

    Noch bis Ende Februar läuft die aktuelle Aboaktion »Dein Abo zur rechten Zeit.« Weitere Infos zur Aktion gibt es hier, unsere Angebote für Bestellungen, Abospenden und das Umteigen auf eine höhere Preisklasse hier.

    Anschließend beginnt am 29. Februar unsere Probeaboaktion, mit der wir möglichst viele Menschen auf die Tageszeitung junge Welt aufmerksam machen und neue Leserinnen und Leser gewinnen möchten. Dafür laufen gerade die Planungen und Vorbereitungen auf Hochtouren. Werbemotive werden gestaltet, Plakatflächen gebucht, Radiospots eingesprochen und vieles mehr.

    Nebenbei gilt es auch den Auftritt von junge Welt, Melodie & Rhythmus und der deutschsprachigen Ausgabe der Granma Internacional auf der Buchmesse Leipzig vorzubereiten. Und natürlich die große Verteilaktion zum Ersten Mai. Dann werden wieder über 500 Unterstützerinnen und Unterstützer in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs sein, um die aktuelle Ausgabe der jW zu verteilen. Am 30. April erscheint die junge Welt mit einer Zusatzauflage von 100.000 Exemplaren.

    Bei der großen Verteilaktion sind wir auf Hilfe angewiesen. Die Verteilexemplare können über unser Bestellformular im Aktionsblog geordert werden.

    Zu jeder Aktion bieten wir ein Aktionspaket mit Aufklebern, Flyern und Plakaten an. Die Bestellungen können direkt über unseren Aktionsblog erfolgen. Darüber hinaus bieten wir jeweils aktuelle Banner und Werbebilder zum Download an, die auf Webseiten eingebunden oder über Social Media-Kanäle verbreitet werden können.

  • Seit 1959: Sie können es nicht verwinden. Aber es bleibt dabei!
    Seit 1959: Sie können es nicht verwinden. Aber es bleibt dabei! (Heinz Böhm, 1907–1988)

    Nicht nur in Deutschland sind rechte Kräfte aktiv: Überall in der Welt versuchen sie, fortschrittliche Bewegungen und Regierungen zu attackieren – wobei sie sich bei der Wahl der Mittel nicht zimperlich zeigen. Die imperialistischen Mächte scheren sich nicht mehr um die von ihnen ansonsten gepriesene bürgerliche Demokratie, wenn sie ihnen lästig wird. Und das ist immer dann der Fall, wenn Interessenvertreter gewählt werden, die ihnen nicht genehm sind. In Venezuela ernennt man dann einen Möchtegern zum alternativen Regierungschef. In Bolivien verjagt man die reguläre Regierung und installiert religiöse Fanatiker als Statthalter.

    In Kuba gelingt es weder dem US-Imperium noch anderen reaktionären Kräften, das Volk gegen die sozialistische Regierung aufzuhetzen. Was aber nicht heißt, dass sie es nicht weiterhin mit allen Mitteln versuchen, also auch mit Bomben, Mordanschlägen und jahrzehntelanger Wirtschaftsblockade. Wie in Venezuela, Bolivien oder Brasilien wird heute verstärkt Desinformation als Waffe für die konterrevolutionären Umtriebe eingesetzt. Fortschrittliche Kräfte halten mit Aufklärung und Verbreitung der Wahrheit dagegen – so mit einer Veranstaltung, die am kommenden Samstag, den 15. Februar 2020, von 18 bis 20 Uhr in der Ladengalerie der Tageszeitung junge Welt in Berlin (Torstraße 6) stattfindet.

    Aufklärung und Solidarität wird dabei mit viel Vergnügen verbunden sein: Zu kubanischen Getränken und Speisen wird junge Welt-Redakteur Frederic Schnatterer u. a. mit den Musikern Nicolás Miquea und Tobias Thiele sowie dem jW-Korrespondenten Volker Hermsdorf über ihre kürzlich beendeten Kuba-Reisen und ihre Eindrücke von der Lage sprechen. Die beiden Künstler werden auch einige Lieder vortragen. Passend zum Veranstaltungsthema, gibt es weitere Informationen über aktuelle Formen konterrevolutionärer Umtriebe in Berlin. Die Ladengalerie öffnet an diesem Tag schon um 17 Uhr. Alle Freunde Kubas sind ganz herzlich eingeladen!

    Aktionsbüro

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    Große Aufregung: FDP-Kemmerich lässt sich von Fascho-Höcke zum Ministerpräsidenten Thüringens machen und muss dann wieder zurückrudern. Der Tabubruch kam jedoch nicht allzu überraschend: So mancher der heutigen AfD-Kader hat FDP oder CDU einst nur deshalb verlassen, weil diese derzeit nicht offen genug rechte Positionen vertreten. Wahltaktisch scheint die Zeit eben noch nicht reif, um die inhaltliche Nähe der großen bürgerlichen Parteien zu den offen faschistischen zuzugeben. Trotzdem gab es diese in der Bundesrepublik Deutschland schon immer: Im ersten Kabinett Adenauer saßen mehr NSDAP-Mitglieder als im ersten Kabinett Hitler. Anfang der 70er Jahre kungelten in Baden-Württemberg die Filbinger-CDU (Wahlergebnis 1968: 44,2 Prozent) und die NPD (9,8), indem letztere ihre Kandidaten zurückzog, um so den Machterhalt der Christdemokraten zu sichern.

    Ein Skandal bleiben die aktuellen Vorgänge in Thüringen trotzdem: Gerade wurde der Befreiung der KZ-Lager in Auschwitz gedacht, der 75. Jahrestag des Sieges der Roten Armee über den Hitlerfaschismus steht bevor – und in Deutschland entscheiden Faschisten, wer Ministerpräsident in einem Bundesland sein darf. Aber vergessen wir nicht: Nicht wenige von jenen, die sich heute über solche Zustände echauffieren, schicken gleichzeitig deutsche Soldaten in vielen Ländern der Welt an die Front und trainieren mit anderen imperialistischen Kräften den großen Krieg gegen Russland. Kurzum, wir leben nicht erst seit dieser Woche in Zeiten, in denen rechte Kräfte immer radikaler die Interessen der Herrschenden umsetzen. Und nicht erst seit dieser Woche muss dem unbedingt etwas entgegengesetzt werden.

    Wir hätten da einen ganz praktischen und wirksamen Vorschlag: Helfen Sie mit, dass die Stimme der Vernunft und Menschlichkeit, der Solidarität und Gerechtigkeit auch in diesen Zeiten nicht verstummt! Sorgen Sie dafür, dass die Hintergründe rechter Umtriebe, für Menschenhass und Kriegstreiberei bekannt werden und lassen Sie es nicht zu, dass sich eine hetzerische rechte Partei als Alternative zu anderen rechten Parteien verkaufen kann! Bestellen Sie die junge Welt und wirken Sie aktiv dabei mit, dass deren Bekanntheitsgrad ständig wächst: Jedes Abo zählt!

    Aktionsbüro

    jungewelt.de/dein-abo

  • Dein Abo fehlt …

    Ganz konkret kämpft die junge Welt in diesen Tagen darum, bis Mitte Februar 360 zusätzliche Print- und 240 weitere Onlineabonnements (bzw. Umsteiger auf eine höhere Preisklasse) zu gewinnen, und damit um einen guten Jahresauftakt. Er soll eine Basis dafür bilden, um die wesentlich ehrgeizigeren Jahresziele zu erreichen. Wir wollen damit erneut beweisen: Tageszeitungen müssen nicht zwangsläufig an Auflage verlieren. Und sie können den verschärften Marktbedingungen auch ohne dramatische und letztlich kontraproduktive Preiserhöhungen trotzen. Vor allem kann so überzeugend belegt werden: Eine linke Tageszeitung mit hohem Nutzwert wird dringend gebraucht! Allerdings fehlen uns derzeit noch 154 Print- und 149 Onlineabos, um unser Etappenziel in 14 Tagen zu erreichen! Deshalb bitten wir Sie dringend, unsere Aktion ganz konkret mit Ihrer Abobestellung (egal ob Print oder Online) oder mit einem Umstieg auf eine höhere Preisklasse (wird wie ein Neuabo gezählt) zu unterstützen! Alle Unterstützungsmöglichkeiten (auch für Geschenkabos) finden Sie unter www.jungewelt.de/dein-abo.

    Damit die Bekanntheit der jungen Welt über das ganze Jahr hinweg deutlich gesteigert werden kann, arbeiten wir bereits an weiteren Elementen unserer Jahreskampagne: Von der 1.-Mai-Ausgabe der jungen Welt wollen wir auch in diesem Jahr 100.000 Exemplare zusätzlich drucken und im ganzen deutschsprachigen Raum verteilen! Viele jW-Unterstützergruppen, aber auch Hunderte von Leserinnen und Leser beteiligen sich an der Verteilung und bestellen beim jW-Aktionsbüro ihr Kontingent, um es im Rahmen von Veranstaltungen und Demos rund um den 1. Mai in ihrer Stadt unter die Leute zu bringen. Alle, die schon einmal mitgemacht haben, werden in diesen Tagen angeschrieben. Aber wie in jedem Jahr freuen wir uns über weitere Unterstützer. Jede helfende Hand wird gebraucht!

    Auch bei dieser großen Verteilaktion geht es letztlich darum, auf die Zeitung aufmerksam zu machen und möglichst viele neue Leserinnen und Leser für die junge Welt zu gewinnen. Um vom Leser zum Abonnent der Zeitung zu werden, braucht es aber einen weiteren Schritt. Dabei können Sie helfen: Sie kennen in Ihrem Umfeld bestimmt Menschen, die schon längst die junge Welt abonnieren sollten. Manchmal brauchen sie nur noch einen Hinweis, ein zusätzliches Argument oder eine konkrete Empfehlung, um ein jW-Abo abzuschließen.

    Aktionsbüro

  • Fünf Kampffelder

    Warum sich junge Welt von anderen Tageszeitungen unterscheidet
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    Die Kolleginnen und Kollegen von Redaktion und Verlag der jungen Welt arbeiten an vielem zusätzlich, etwa in der Ladengalerie, für Konferenzen und Veranstaltungen bis hin zu Soliaktionen. Vor allem aber müssen sie sich täglich auf fünf schwierigen Kampffeldern bewähren: Erstens ist es ihre Hauptaufgabe, jeden Tag eine brauchbare und deshalb nützliche und (soweit das die Tagesmeldungen zulassen) auch unterhaltsame Zeitung zu machen sowie ihre pünktliche Anlieferung an Abonnenten und Verkaufsstellen zu organisieren. Dabei ist zweitens immer darauf zu achten, dass in Berichterstattung, Kommentar und Analyse eine klare Klassenposition bezogen wird. Drittens ist es in Zeiten zunehmender Verwirrung und Verdummung wichtig, für Aufklärung zu sorgen. Dabei leitet uns der Gedanke, dass nicht nur Schwachsinn, sondern prinzipiell auch die Wahrheit und die Welt erkennbar sind. Beim täglichen Erarbeiten dieser Haltung hilft ein wissenschaftlicher Ansatz. Gerade deshalb wenden wir uns gegen die zunehmende Wissenschaftsfeindlichkeit im Spätkapitalismus. Wir unterscheiden uns aber von anderen Tageszeitungen auch dadurch, dass wir die Zustände nicht nur erkennen, sondern auch verändern wollen. Weil hierfür bestimmte Medien besonders geeignet sind, hat viertens der Kampf für die gedruckte und täglich erscheinende Tageszeitung an Bedeutung zugenommen. Das gilt auch für die von ihr abgeleitete Onlineausgabe der jungen Welt, die sich an den Stärken der gedruckten Version orientiert (zum Beispiel hilfreiche Gewichtung und klare Eingrenzung) und gleichzeitig eigene Stärken zum Tragen bringt (etwa Verfügbarkeit, gezielter Zugriff, Themensammlungen). Grundlage bleibt aber die gedruckte Ausgabe – viele Verlage verabschieden sich derzeit von diesem wichtigen Kulturgut.

    Weil aber die junge Welt die einzige Tageszeitung ist, die sich alle vier bisher genannten Aufgaben auf die Fahne geschrieben hat, gewinnt das fünfte Kampffeld immer mehr an Bedeutung: Wir brauchen viel mehr Leserinnen und Leser, die die Zeitung abonnieren, um diese Kämpfe auch mittel- und langfristig gegen alle Widerstände durchstehen (und das heißt vor allem auch finanzieren) zu können. Denn die junge Welt kann ihre Bekanntheit und damit ihre Stellung auf dem kapitalistischen Medienmarkt nur ausbauen, wenn sie die dafür notwendigen Kosten aufbringt. Da aber eine Zeitung, die vom großen Kapital unabhängig agiert, von dort auch keine Unterstützung erhält, ist sie auf die Hilfe jener angewiesen, die genau so eine Zeitung brauchen. Unter den vielen Möglichkeiten dazu bleibt das Abonnement die wichtigste.

    Verlag, Redaktion, Genossenschaft

    jungewelt.de/dein-abo

  • Unser Amerika

    Solidarität mit den Kämpfen in Lateinamerika
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    Während der Verlesung der Resolution kommen die Teilnehmer auf dem Podium zu einer Kundgebung zusammen (im Bild Tory Russel, Luz Díaz und Victor Grossmann, v. r. n. l.)

    »Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker« – dieses Zitat, das Che Guevara zugeschrieben wird, ist auch das Motto unserer Manifestation im Rahmen der XXV. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz, zu der wir heute in Berlin zusammengekommen sind. Zum Beginn eines neuen Jahres und eines neuen Jahrzehnts wollen wir damit demonstrieren, dass der Kampf der Völker überall auf der Welt derselbe ist.

    Unsere Wut und unser Protest richten sich in diesen Tagen gegen die Interventionspolitik des Westens im Nahen und Mittleren Osten. Insbesondere der Aggressionskurs des US-Imperialismus hat dort erneut zu akuter Kriegsgefahr geführt. Wir stehen solidarisch an der Seite der arbeitenden Menschen im Iran, im Irak, in Syrien, in Kurdistan, im Libanon, in Palästina und Israel, in Libyen, … und überall!

    Unsere Solidarität gilt weiterhin den Kämpfern für Frieden und soziale Gerechtigkeit in Lateinamerika. Die Völker dort sind bereits seit Jahrzehnten der Aggression aus Nordamerika ausgesetzt. Wir stehen an der Seite der Protestbewegung in Chile, die die neoliberale Kürzungspolitik abschaffen will und für eine Überwindung der noch aus Zeiten der Pinochet-Diktatur stammenden Verfassung eintritt. Wir stehen an der Seite der Völker Boliviens in ihrem Kampf gegen die klerikalfaschistische Putschdiktatur. Wir stehen an der Seite Venezuelas im Widerstand gegen die aggressive Einmischung Washingtons und der Europäischen Union. Wir stehen an der Seite des sozialistischen Kubas im Kampf gegen die Blockade und für das Recht, den eigenen Weg fortsetzen zu können. Wir stehen an der Seite der Menschen in Haiti, in Ecuador, in Kolumbien und allen anderen Ländern, in denen Tausende, Hunderttausende gegen Unterdrückung und Ausbeutung aufbegehren. Wir stehen an der Seite unseres Amerikas!

    Rosa Luxemburg schrieb am 14. Januar 1919, einen Tag vor ihrer Ermordung, in der Roten Fahne: »Der ganze Weg des Sozialismus ist – soweit revolutionäre Kämpfe in Betracht kommen – mit lauter Niederlagen besät. Und doch führt diese selbe Geschichte Schritt um Schritt unaufhaltsam zum endgültigen Siege!« Und mit ihr rufen wir dem Imperialismus und seinen Helfershelfern zu: »Ihr stumpfen Schergen! Eure ›Ordnung‹ ist auf Sand gebaut. Die Revolution wird sich morgen schon ›rasselnd wieder in die Höh’ richten‹ und zu eurem Schrecken mit Posaunenklang verkünden: Ich war, ich bin, ich werde sein!«

    Berlin, 11. Januar 2020

    Resolution, angenommen auf der Manifestation »Solidarität mit Lateinamerika« während der XXV. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz

  • Aufklärung und Widerstand

    Wie notwendiges Wissen möglichst viele Menschen erreicht
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    Die Tageszeitung junge Welt führt nicht nur einen inhaltlichen Kampf um Aufklärung und Klarheit, sie kämpft auch für den Erhalt eines linken Mediums, mit dem die dafür notwendigen Informationen, Analysen und Stellungnahmen transportiert werden können. Wohlgemerkt: Es geht nicht wie in früheren Jahren einfach um den Erhalt der Tageszeitung junge Welt an sich, es geht darum, dass das Instrument überregionale Tageszeitung als verbindendes Element der Informationsübermittlung und täglichen Schulung erhalten bleibt. Keine weitere Zeitung hat sich diesen Kampf auf die Fahne geschrieben. Das verbessert unsere Chancen nicht gerade, macht aber diesen Kampf um so nötiger.

    Gleichzeitig bereiten die Herrschenden ganz praktisch und vor aller Augen den nächsten großen Krieg vor: Ihre Schlussfolgerung aus dem anstehenden 75. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion im großen Vaterländischen Krieg gegen den Hitlerfaschismus sind martialische Manöver und die praktische Einkreisung Russlands. Denn der aktuelle Imperialismus bringt nicht nur Krisen hervor, sondern ist selbst ständige Krise, die nur noch über Kriege vorläufig gelöst werden kann. Mit Russland und China sind die Hauptfeinde ausgemacht, weil diese Länder ökonomisch wie politisch die Macht besitzen, um sich dem Diktat der großen Westmächte zu widersetzen. Aber auch kleinere Länder mit deutlich weniger Möglichkeiten fallen in Ungnade, wenn sie sich nicht restlos den neoliberalen Vorgaben unterwerfen. Um über solche Vorgänge täglich und präzise unterrichtet zu sein, aber auch darüber, wie sich das politische Personal in unserem Land (wie etwa Kriegsministerin Kramp-Karrenbauer) verhält, braucht eigentlich jeder vernünftige Mensch eine linke, unabhängige Tageszeitung wie die junge Welt. Die soll es auch dann noch geben, wenn alle anderen nur noch gelegentlich oder gar nicht mehr angeboten werden.

    Das schaffen wir nur mit möglichst vielen zusätzlichen Abonnements. Da es aber genügend Menschen gibt, die diese Zeitung täglich nutzen sollten, besteht eigentlich nur die Frage, wie wir sie erreichen. Und wie wir ihnen klarmachen, dass so eine Zeitung sich nur über Abonnements finanzieren kann. Wir rechnen mit Ihrer Unterstützung: Abonnieren Sie, falls Sie das nicht schon längst getan haben! Werben Sie neue Abonnenten oder verschenken Sie an Menschen und Institutionen ein Abo, die es sich nur mit Ihrer Unterstützung leisten können, täglich gut informiert zu sein. Umfassende Information über die Vorbereitung nächster Kriege ist auch eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sich wirkungsvoller Widerstand herausbildet. Weil am Anfang jeder Veränderung das Wissen um unhaltbare Zustände steht.

    Verlag, Redaktion und Genossenschaft

    jungewelt.de/dein-abo

  • Inhalte statt Befindlichkeiten

    Neue Angriffe gegen junge Welt
    Dietmar Koschmieder
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    Einer der Höhepunkte der XXV. Rosa Luxemburg Konferenz: Die Bewegungsrunde mit Aktiven von »Ende Gelände«, »Fridays for Future«, Parkschützern aus Stuttgart, »Deutsche Wohnen und Co. enteignen«, »Rheinmetall entwaffnen« und dem »Kulturkosmos«

    Anlässlich der 25. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz gab es neben viel Lob auch heftige Anwürfe. So behauptete die Berliner B. Z. schlicht und ohne jeden Beleg, auf einer Konferenz mit 3.000 Teilnehmenden sei gegen den deutschen Rechtsstaat polemisiert worden. Vernichtender ist die Kritik des Bundeskassierers des Deutschen Freidenkerverbandes, Klaus Linder: »Die diesjährige Rosa-Luxemburg-Konferenz könnte in die Geschichte der Veranstaltung eingehen als diejenige Zäsur, mit der die Unterordnung politisch ›linker‹ Koordinaten unter die Lufthoheit der reaktionärsten Kreise unwiderruflich wurde«, teilt er der Öffentlichkeit am 15. Januar über Facebook mit. Reaktionärste Kreise haben also endgültig die Regie bei der Konferenz und damit auch bei den Veranstaltern junge Welt und Melodie & Rhythmus übernommen? Ein schwerwiegender Vorwurf, für den Linder umgehend den Beweis liefert: »Der eindeutig ausfallende Lackmustest war der Applaus, den man dort den Bewegungen der extremen Rechten organisierte – in Gestalt von ›Fridays for Future‹ und ›Ende Gelände‹.«

    Wie bitte? Die genannten Aktivisten bekommen für gesellschaftskritische Äußerungen Applaus vom Konferenzpublikum – und das also soll der Beweis dafür sein, dass die Konferenz »unwiderruflich von reaktionärsten Kreisen« übernommen worden sei? Ist doch logisch, meint Linder: »Da beißt die Maus keinen Faden ab: Wer den Durchmarsch dieser Speerspitzen-›Bewegungen‹ der reaktionärsten Monopolbourgeoisie auch nur passiv begünstigt, steht nicht länger auf der proletarischen, antiimperialistischen Seite der Barrikade.«

    Wer das verstehen will, sollte auch den Vorschlag kennen, der vom Freidenkerverband im April 2019 in die Vorbereitung der Konferenz eingebracht wurde. Die 25. Konferenz solle sich mit »Ökologismus« als Strategie der Finanzbourgeoisie beschäftigen: Der sei deren Mehrzweckwaffe, um ihre reaktionärsten Interessen durchzusetzen. Man könnte es auch so formulieren: Früher setzten die am meisten reaktionären Kräfte des Kapitals auf Faschismus, wenn es nicht mehr anders ging, heute halt auf »Ökologismus«. Wer so denkt, für den sind Kämpfer für den Erhalt der natürlichen Umwelt nichts anderes als Handlanger der »reaktionärsten Monopolbourgeoisie«. Es sei hier nur kurz angemerkt, dass sich der Vorschlag der Freidenker nicht durchsetzen konnte und ihr Verband den folgenden Vorbereitungstreffen fernblieb.

    Während ihr Bundeskassierer die Rosa-Luxemburg-Konferenz auf dem »Weg zur konterrevolutionären Eindeutigkeit« sieht, beschwert sich der Verbandsvorsitzende darüber, dass die Freidenker dabei nicht mehr mittun dürfen: »Ohne Begründung und ohne es zu kommunizieren, hat die junge Welt den Freidenkerverband klammheimlich von der Liste der Unterstützerorganisationen gestrichen«, heißt es auf der Internetseite des Verbandes und auf einem Flugblatt, das der Vorsitzende Klaus Hartmann auf der Konferenz verteilte. Aber auch diese Aussage ist falsch, denn der Verband hatte seit April weder an den Vorbereitungssitzungen teilgenommen, noch sich als Unterstützer gemeldet. Nachdem Hartmann gemeinsam mit Diether Dehm von der Partei Die Linke im vergangenen Sommer eine Kampagne gegen die junge Welt gestartet hatte (siehe Quellenhinweise), hätten wir einen entsprechenden Antrag wohl auch abgelehnt. Zumal auch Hartmann krude Vorwürfe gegen den Konferenzveranstalter vom Stapel gelassen hat: Die junge Welt sei eine »Journaille der Verhetzung«, die zumindest objektiv »die publizistische Kompanie der NATO-Kriegstreiber« spiele und Verbreiterin von »Fake News« sei, behauptete er beispielsweise in einer Rede im Berliner Kino Babylon.

    Aber immerhin werden jetzt inhaltliche Vorwürfe gegen die junge Welt erhoben und nicht mehr abgelehnte Texte oder persönliche Befindlichkeiten vorgeschoben. Als nächstes Angriffsziel haben sich Hartmann und sein Umfeld den ehemaligen Chefredakteur der jungen Welt, Arnold Schölzel, vorgenommen. So beschwert sich Vorsitzender Hartmann auf einer Konferenz des Freidenkerverbandes darüber, dass Schölzel in Kommentaren die Angriffe des »Tiefen Staates« nicht wie er sehen will. Anneliese Fikentscher vom Internetportal Neue Rheinische Zeitung rätselt in ihrem Bericht über die Veranstaltung zunächst: »Tritt der ›Tiefe Staat‹ auch in der ›marxistischen‹ Tageszeitung junge Welt zutage?« Um sie am 23. Januar 2020 an gleicher Stelle mit einem klaren Ja zu beantworten.

    https://www.jungewelt.de/­downloads/jw_dokumentation_freidenker.pdf

  • Klares Signal: Solidarität!

    Über die Rosa-Luxemburg-Konferenz der Tageszeitung junge Welt wird in deutschen Medien nur ungern berichtet
    Dietmar Koschmieder
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    Manifestation in Solidarität mit Lateinamerika auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz

    Es war die 25. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz, die am vergangenen Samstag in Berlin mit über 3.000 Teilnehmenden stattfand, aber auch im Jubiläumsjahr blieb der Blick nach vorn gerichtet: Kämpfe und Bewegungen in aller Welt standen im Mittelpunkt der Vorträge, Diskussionen und Kunstbeiträge. Dabei ging es nicht nur darum, Erfahrungen zu teilen: Konkrete praktische Solidarität zog sich wie ein roter Faden durch die ganze Veranstaltung. Einer der Höhepunkte war die Solidaritätsmanifestation mit den kämpfenden Menschen in Lateinamerika, die ein klares Signal über den großen Teich geschickt hat: Wir beobachten hier in Europa genau, wie demokratisch legitimierte Regierungen weggeputscht werden oder werden sollen. Wir stehen an der Seite aller fortschrittlichen Kräfte dieser Länder, die erkennen, dass die Kapitalfraktionen nicht in ihrem Interesse, sondern für optimale Kapitalverwertungsbedingungen mit allen Tricks agieren. Unter vielen Fahnen war auch eine aus Brasilien zu sehen, um daran zu erinnern: Jair Bolsonaro konnte nur deshalb Präsident des Landes werden, weil er seinen Konkurrenten Lula wegsperren ließ. Seinen Auftraggebern dankt er es, indem er ihnen freie Fahrt für Sozialabbau und gnadenlose Naturvernichtung im Interesse der Profitmaximierung verschafft.

    Auch in diesem Jahr findet die Konferenz in europäischen und lateinamerikanischen Medien gute Resonanz – in den deutschen wird darüber lieber nicht berichtet. Allerdings bekommt dieses Schweigekartell langsam Risse. So erwähnt die Berliner B. Z. die Konferenz, allerdings nur mit einem einzigen trüben Satz: »Und auf einer Konferenz mit 3.000 Teilnehmern wird gegen den deutschen Rechtsstaat polemisiert.« (B. Z. online, 12.1.20). Auch das Neue Deutschland berichtet (im Gegensatz zu den Vorjahren) über die Konferenz. Allerdings wird dort behauptet, dass in einer Kunstausstellung internationale Plakate ausgestellt worden seien – tatsächlich waren 51 verschiedene Kunstobjekte von 23 ausgewählten Künstlerinnen und Künstler zu sehen, kein einziges davon ein Plakat. Ansonsten würdigten nur noch die Wochenzeitung UZ und die junge Welt selbst das Ereignis. Das Magazin »Kulturzeit« von 3sat nahm über die junge Welt Kontakt zum Referenten aus Frankreich auf und interviewte ihn ausführlich, nicht ohne zuvor darauf hinzuweisen, dass sich Karl Ghazi, Gewerkschaftssekretär der CGT aus Paris, anlässlich der Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin aufhielt, die von der linken Tageszeitung junge Welt ausgerichtet worden sei. Auch dies ein kleiner Fortschritt: Vor einem Jahr wollte ein Fernsehsender den Konferenzgast Abel Prieto, ehemaliger Kulturminister aus Kuba, interviewen. Das Interview wurde dann aber doch noch abgesagt, weil man bei einer Ausstrahlung hätte erwähnen müssen, weshalb und auf wessen Einladung der Exminister in Deutschland weilte.

    Dietmar Koschmieder

    Informationen: rosa-luxemburg-konferenz.de