Gegründet 1947 Sa. / So., 29. / 30. November 2025, Nr. 278
Die junge Welt wird von 3063 GenossInnen herausgegeben
jW stärken!

  • Gewinn für alle

    Keinen unnützen Krempel verschenken, sondern aufklärerische Nachrichten
    Aktion und Kommunikation
    jweihnachten-online.jpg

    Zur guten Sitte gehört es in der Weihnachtszeit, seine Nächsten nicht nur zum Umtrunk auf den Wintermarkt zu geleiten, sondern auch zu beschenken. Sollten auch Sie sich an diesem Brauchtum beteiligen wollen, hätten wir da eine großartige Idee: Verschenken Sie 30 Tage die Tageszeitung junge Welt.

    Die oder der Beschenkte freut sich dann rund einen Monat lang an jedem Erscheinungstag über eine frischgedruckte junge Welt in ihrem oder seinem Briefkasten. Mit den Informationen aus der Zeitung schaut es sich ganz anders auf diese Welt, und der Wille zur Veränderung artikuliert sich deutlicher. Das Geschenk kostet Sie 25 Euro, nach 30 Tagen endet das Abo natürlich automatisch. Obendrein gibt es den Kalender »Viva La Habana 2026« als Geschenk unsererseits dazu. Er zeigt jeden Monat ein authentisches Foto aus dem alltäglichen Leben auf der sozialistischen Karibikinsel Kuba.

    Auch die Tageszeitung junge Welt fühlt sich gleich mitbeschenkt: Geschenkabos erhöhen unsere Reichweite, und die beschenkte Person abonniert die Zeitung anschließend vielleicht sogar dauerhaft. So trägt Ihr Weihnachtsgeschenk langfristig dazu bei, das Fortbestehen der jW zu sichern – Sie tun also Gutes, der Mann mit der Rute wird Sie verschonen, und Sie können mit einem guten Gewissen ins neue Jahr starten. Mehr gute Vorsätze sind eventuell gar nicht nötig.

    Und noch mal ganz weltlich gesprochen: Die Regierung kündigt an, bis 2029 »kriegstüchtig« werden zu wollen. Die Jugend wird auf ihren Dienst vorbereitet, die Bundeswehr umwirbt sie ganzheitlich: in der Schule, im Stadtbild, auf Tik Tok. Mit der jungen Welt können Sie den Kriegstreibern die Suppe versalzen: So dass junge Menschen nicht noch freiwillig in den Krieg ziehen, sich – bestenfalls bevor es zum Krieg kommt und junge Männer gewaltvoll zum Einsatz an der Front gezwungen werden – gegen diese Zustände wehren.

    Verschenken Sie das Abonnement gerne auch mehrfach. Zielgruppe sind selbstverständlich nicht nur Junge, sondern alle des Lesens kundigen Altersklassen. Auch Tante, Kollege, Neffe, Nachbar, Freundin, Genosse, Kegelbruder und Co. sollten in Erwägung gezogen werden. Ein Geschenk­abo haben sie sicher verdient – in einem Krieg jedoch, mit einer Waffe von Heckler & Koch in der Hand oder in einem Panzer von Rheinmetall sitzend, zu sterben, ganz bestimmt nicht. Besser versorgt mit Friedenspropaganda anstatt mit Kriegsspielzeug.

  • imago839890209.jpg

    Am kommenden Freitag, dem 5. Dezember, werden Tausende mutige Schülerinnen und Schüler bundesweit auf die Straße gehen. Unter dem Motto »Schulstreik gegen die Wehrpflicht« artikulieren sie ihren Widerstand gegen den anstehenden Zwangsdienst zur Kriegstüchtigkeit der »schwarz-roten« Regierungskoalition. Während diese alles daran setzt, ihre Kriegspropaganda in die Klassenräume zu tragen, erfreut sich die Bundeswehr nicht gerade allzu großer Beliebtheit bei den potentiellen Soldaten der Zukunft. Die bürgerliche Presse macht sich währenddessen zum Sprachrohr der Regierung und trommelt für das Sterben im Kapitalinteresse. Daher begrüßt die Tageszeitung junge Welt die Initiative der Schülerinnen und Schüler. Denn der Frieden braucht Menschen, die ihn bewahren, und eine Tageszeitung, die dabei mithilft. Wir möchten daher alle Organisatoren und Teilnehmer dazu einladen, die junge Welt zu bestellen und zu verteilen.

    Wendet euch hierzu gerne an das jW-Aktionsbüro unter der 0 30 / 53 63 55 - 10 oder schreibt eine E-Mail an aktionsbuero@jungewelt.de

  • Geschäftsmodell Klassenbewusstsein

    Relevante Inhalte bescheren der jW ein besseres Geschäft als dem Rest der Branche
    Aboservice
    285x153_Vollabo sag mir HU.jpg

    Zwei Meldungen aus den vergangenen Tagen, die das Geschäft der jW direkt beeinflussen: Der Geschäftsführer des »Familienunternehmens« DuMont, Christoph Bauer, verantwortlich für einige Regionalzeitungen, Zeitschriften und Radiosender, bescheinigt der journalistischen Medienbranche in Deutschland ein fehlendes relevantes Geschäftsmodell im Digitalen. Dort sind die Umsätze viel geringer und nicht kalkulierbar. Mit ihren Inhalten lässt sich online allein auf absehbare Zeit nicht ausreichend Geld verdienen.

    Gleichzeitig mit dieser Wortäußerung hat ein kleiner Zeitungsverlag seine Abonnentinnen und Abonnenten angeschrieben – mit der Bitte, auf ein höherwertiges Abo umzusteigen, sofern es ihnen möglich ist. Schon in den ersten Wochen haben sich über hundert Zeitungsleser bei der jungen Welt gemeldet und verbessern mit ihrem Umstieg die ökonomische Basis der jW. Es könnte an den klassenbewussten Analysen und Nachrichten liegen, die hier zusammengetragen und aufbereitet werden. Diese sind konkurrenzlos gegenüber den randomisierten Newshäppchen der Techgiganten. Diese Informationen bekommen Sie täglich nur bei junge Welt.

    Wenn auch Sie von uns angeschrieben worden sind, dann nehmen Sie sich den Brief doch bitte noch einmal zur Hand und wägen auch Ihre Möglichkeiten ab. Aber auch ohne das Anschreiben können Sie sich gern auf unserer Aboseite oder direkt bei den Kolleginnen und Kollegen im jW-Aboservice über mögliche Angebote informieren. Neben unseren einmaligen Inhalten haben wir auch hier einiges zu bieten.

  • Kreativste Form der Rückmeldung

    Die Preisträger des jW-Fotowettbewerbs werden nächste Woche bekanntgegeben: In einer Beilage und bei der Preisverleihung
    Team Fotowettbewerb
    JWG_9397.JPG

    Eine Tageszeitung funktioniert vielleicht dann am besten, wenn sie nicht nur Nachrichten verbreitet, sondern auch die Stimme der Leserinnen und Leser hört. Leserbriefe und der Kontakt an Ständen, aber auch die Mitgliedschaft in der Genossenschaft sind die offensichtlichsten Möglichkeiten für einen Austausch. Der jährliche Fotowettbewerb, der gerade zu Ende gegangen ist, stellt vielleicht die kreativste Form der Rückmeldung aus der Leserschaft dar. Die Jury war begeistert von den vielfältigen Bildideen und hatte Mühe, die Gewinnerinnen und Gewinner in den drei Kategorien »Schwarz und Weiß«, »Eat the rich – Essen ist politisch« und »Wasser« zu küren.

    136 Einsendungen von Leserinnen und Lesern im Alter zwischen 16 und 80 Jahren sind zwar Einzelbeiträge. Eine Teilnehmerin wird jedoch mit ihrem Leistungskurs zur Preisverleihung am Donnerstag, dem 27. November, ab 18.30 Uhr in die Maigalerie kommen. Das ist ein sehr schönes Beispiel für eine Beteiligung und das, was wir uns bei der Ausschreibung des Wettbewerbs gewünscht haben; ein gemeinschaftlicher Austausch über die Themen und eine gemeinsame Auswahl der besten Motive.

    Die Plazierungen verraten wir nicht heute, dafür aber in der Beilage am Mittwoch, dem 26. November, die Sie gratis in der Tagesausgabe der jungen Welt finden. Wer nicht auf gesponserte Reisen, Buchpreise oder den Sonderpreis fiebert, findet in der Beilage die prämierten Fotos. Ein Blick lohnt sich in jedem Fall. Sagen Sie es gern auch den Fotografieafficionados in Ihrem Bekanntenkreis. In diesem Jahr konnten wir neben altbekannten, treuen Teilnehmern auch einige neue Namen finden. Wenn es aber im nächsten Jahr noch viel mehr werden, freut uns das um so mehr. Zu Ostern 2026 werden wir die neuen Themen bekanntgeben.

  • Ewig kann’s nicht Winter sein

    Das jW-Aktionsabo für 25 Euro testen, empfehlen, verschenken
    Aktion und Kommunikation
    1100x526_Winterabo.jpg

    Der Winter kommt. Morgens dunkler, abends früher still und auch politisch ist es momentan eher frostig. Während Ministerien hektisch neue »Reformen« basteln, Betriebe Personal abbauen und gleichzeitig die Rüstungsausgaben ungebremst hochgeschraubt werden, ist die Wahrnehmung, dass die öffentliche Debatte an einem vorbeiläuft, verbreitet. Entscheidendes bleibt häufig unausgesprochen.

    Genau an dieser Stelle braucht es Medien, die nicht nur nacherzählen, was ohnehin schon überall steht, sondern nachfragen, recherchieren, anstoßen. Die manchmal auch unangenehm sind. Und vor allem: unabhängig bleiben – finanziell und politisch. Eine Zeitung, die sich ihren Leserinnen und Lesern verpflichtet fühlt, die der Kriegspropaganda etwas entgegensetzt, die die Perspektiven und Interessen der arbeitenden Klasse einnimmt.

    Diesen Winter machen wir, die Tageszeitung junge Welt, Ihnen daher ein Angebot, das ganz bewusst niedrigschwellig gehalten ist; circa einen Monat Zeitung ins Haus – für 25 Euro. Kein Abo, das sich automatisch verlängert, kein Haken. Ein überschaubarer Zeitraum, um herauszufinden, ob die tägliche Portion kritischer Journalismus genau das ist, was im eigenen Alltag noch gefehlt hat.

    Wer mitliest, merkt schnell: Hier herrscht keine sterile Distanz, sondern leidenschaftliche Auseinandersetzung. Mal scharf, mal ausführlich, mal überraschend leise – aber immer mit dem Anspruch, die Dinge nicht einfach durchzuwinken. Ob internationale Konflikte, soziale Kämpfe, Kultur oder Wirtschaft: Die Perspektive rückt selten die oberen Etagen in den Mittelpunkt, sondern Menschen, deren Stimmen im medialen Lärm meist untergehen.

    Viele langjährige Abonnentinnen und Abonnenten nutzen das winterliche Aktionsabo, um anderen einen Anstoß zu geben: »Probier’s doch mal aus!« Bei einem Preis von 25 Euro fällt das Verschenken auch leichter. Gerade zum Jahresende wollen einige etwas geben. Der gute Zweck folgt verzögert: Oft wird aus dem Probemonat später ein fester Platz am Frühstückstisch. Denn wer eine Zeitung findet, die den eigenen Blick erweitert oder schärft, hält daran fest.

    Zunächst einmal endet der Bezug aber nach 30 Tagen, garantiert. In diesem Zeitraum bieten wir Ihnen zusätzlich die Möglichkeit, den Onlinezugang der jungen Welt zu testen. Ob Sie sich dann täglich die PDF-Ausgabe per Mail zusenden lassen, die App nutzen und einen vertieften Blick in das Archiv bis 1997 werfen, bleibt Ihnen überlassen.

    Das Winteraktionsabo ist also mehr als eine Einladung zum Schnuppern. Es ist ein solidarischer Beitrag zur Sicherung einer Zeitung, die sich nicht verbiegen lässt. Gerade jetzt, in einer Zeit, in der allzu viele politische Entscheidungen hinter PR-Formeln verschwinden, braucht es Klartext. Denn sie lügen wie gedruckt, wir drucken, wie sie lügen.

    Vielleicht genau das, was in diesem Winter gebraucht wird, was jetzt gebraucht wird.

  • Hilfe, bitte!

    D25D0111RosaLuxemburgKonfernz2025-105033.jpg

    Liebe Leserinnen und Leser,

    wir wenden uns heute mit zwei Bitten an Sie, an Euch. Die 31. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz, die am 10. Januar 2026 erneut in Berlin-Wilhelmsruh stattfinden wird, benötigt Hilfe.

    Einerseits vor Ort: Garderobe und Kopfhörerausgabe sind jedes Jahr nur durch die Mitarbeit vieler Freiwilliger ausreichend zu besetzen, auch die Ordnerschichten werden so organisiert.

    Und andererseits ist die Bewerbung der Konferenz eine kollektive Anstrengung. Flugblätter mit dem Programm, Plakate, Aufkleber und Postkarten sind gedruckt und harren ihrer Verteilung auf Veranstaltungen, Demonstrationen, Aktionen. Sollten Sie, solltet Ihr die Möglichkeit sehen, für den Jahresauftakt linker Kräfte im deutschsprachigen Raum zu werben oder gar vor Ort tatkräftig mitzuhelfen, freut sich das Aktionsbüro der Tageszeitung junge Welt auf Nachricht.

    Vielen Dank!

  • Gemeinsam stärker werden

    Die junge Welt trägt sich durch ein solidarisches Modell und bleibt so unabhängig. Jetzt auf ein höheres Abo umsteigen!
    Aktion und Kommunikation
    1100x526 Vollabo jetzt umsteigen 2.jpg

    Unabhängiger Journalismus kostet Kraft, Zeit, Nerven – und auch Geld. Wer die junge Welt regelmäßig nutzt, weiß, dass diese Zeitung nicht von Konzernen, Parteien oder staatlichen Zuschüssen abhängig ist. Es gibt sie immer noch, weil viele Tausend sie tragen – mit einem Abonnement, Tag für Tag, Monat für Monat. Die junge Welt ist und bleibt eine Zeitung, die sich fast ausschließlich durch ihre Leserinnen und Leser finanziert. Das bedeutet Unabhängigkeit, und das ist ihre Stärke – und zugleich ihre größte Herausforderung.

    Die Bedingungen, unter denen unabhängige Medien arbeiten, sind schwieriger geworden. Papier, Druck, Versand, Energie – alles wird teurer. Die Konkurrenz um Aufmerksamkeit ist enorm, und die Positionen der jW sind relevant: klar an der Seite der lohnabhängig Beschäftigten, klar für den Frieden, klar antifaschistisch, klar internationalistisch. Es handelt sich um unbequeme Standpunkte in diesen Zeiten, und das macht sie daher um so wichtiger. Um das zu ermöglichen, setzt die junge Welt weiterhin auf ein solidarisches Modell: Wer kann, zahlt etwas mehr, damit mehr die Zeitung lesen können. Gelebte solidarische Praxis.

    Drei Preiskategorien bietet die junge Welt für Abonnements, online wie gedruckt, an: Sozialabo, Normalabo und Soliabo. Jede und jeder entscheidet selbst, was leistbar ist. Niemand soll ausgeschlossen werden, weil das Geld knapp ist. Gleichzeitig gilt: Je mehr Leser sich für die nächsthöhere Preisstufe entscheiden, desto stabiler wird die wirtschaftliche Grundlage der Zeitung. Denn die Einnahmen aus Abonnements sind die einzige verlässliche Quelle, um unabhängige Berichterstattung, investigativen Journalismus und eine Redaktion mit Haltung ökonomisch abzusichern.

    Die Einkommen unserer Leser sind sehr unterschiedlich. Der eine kommt gerade so über die Runden, der andere verdient mehr, als er für sich braucht. Viele Abonnenten leisten bereits, was sie können. Dafür möchten wir danke sagen! Doch vielleicht lohnt ein kurzer Blick auf die eigene Abokategorie. Manch einer, der einst mit dem Sozialabo eingestiegen ist, kann sich inzwischen vielleicht ein Normalabo leisten. Andere, die das Normalabo nutzen, könnten in das Soliabo wechseln und so helfen, dass die Zeitung auch künftig allen offensteht. Es sind oft nur wenige Euro im Monat – aber sie machen einen großen Unterschied.

    Denn eine stabile ökonomische Grundlage stärkt die Situation der Zeitung. Und sendet ein Signal: Diese Zeitung ist nicht beliebig, nicht austauschbar, sie gehört uns – den Leserinnen und Lesern, die sich bewusst entschieden haben, eine Gegenöffentlichkeit zu unterstützen.

    Das Umsteigen ist einfach. Ein kurzer Anruf (0 30/53 63 55-80) oder eine E-Mail (abo@jungewelt.de) an den Aboservice genügen, um in eine höhere Preiskategorie zu wechseln. Und wer neu dazukommen will, findet unter www.jungewelt.de/abo alle Abo­angebote.

  • Gegenöffentlichkeit herstellen

    Sichern Sie sich jetzt Ihre Karte! Und bestellen Sie Werbematerial
    RLK-Vorbereitungskollektiv
    16.JPG
    Mehr als 3.000 Menschen vor Ort und rund 25.000 Zuschauerinnen und Zuschauer via Livestream konnten das Programm mitverfolgen: 30. Rosa Luxemburg-Konferenz der jungen Welt im Januar 2025

    Am 10. Januar 2026 lädt die junge Welt zur 31. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz nach Berlin ein – dem politischen Jahresauftakt der Linken im deutschsprachigen Raum. In Zeiten von Krieg, Aufrüstung, Sozialabbau und wachsender Repression braucht es Orte, an denen Analyse und Aktion zusammenfinden, an denen Gegenwehr organisiert und Solidarität gelebt wird. Das Forum für alle, die sich der imperialistischen Kriegspolitik und der Profitlogik des Kapitals entgegenstellen – dieses Jahr unter dem Thema »Kopfüber in den Krieg. Gegen Rüstungswahnsinn und mediale Mobilmachung«.

    Wer für Frieden, soziale Gerechtigkeit und internationale Solidarität eintritt, sollte dabei sein! Aktivisten, Gewerkschafter und Vertreter fortschrittlicher Bewegungen aus aller Welt diskutieren Strategien des Widerstands – gegen Krieg, Ausbeutung und Umweltzerstörung. Die Konferenz steht für gelebten Internationalismus: kämpferisch, solidarisch, mutig.

    Jetzt gilt: Karten sichern! Das Interesse an der Konferenz wächst Jahr für Jahr, die Plätze sind begrenzt. Technik, Übersetzung, Saalmiete, der »Markt der Möglichkeiten«, auf dem linke Medien, Verlage und Initiativen ihre Arbeit vorstellen können, kosten viel Geld, und jede Eintrittskarte stärkt eine unabhängige, klassenbewusste Gegenöffentlichkeit.

    Gerade jetzt, da Kriegspropaganda und soziale Spaltung zunehmen, ist gemeinsames Handeln nötig. Die Rosa-Luxemburg-Konferenz bietet Raum für Vernetzung, Diskussion und Aufbruch. Sie zeigt: Widerstand ist möglich, wenn wir ihn gemeinsam tragen. Karten gibt es unter jungewelt.de/rlk und im Laden der jW in der Torstraße 6, Berlin-Mitte.Ein Paket mit Werbematerialien können Sie im jW-Aktionsbüro bestellen: aktionsbuero@jungewelt.de oder telefonisch (030/536355-10).

  • Solidarität ist keine Einbahnstraße

    Wer die jungeWelt nutzt, kann etwas zurückgeben: ein Abonnement
    Aktion und Kommunikation
    1100x526_Vollabo-wo-du-stehst.png

    Die junge Welt berichtet, wenn lohnabhängig Beschäftigte streiken, wenn Menschen sich gegen Krieg, Faschismus und Sozialabbau wehren. Sie steht an der Seite derer, die sich nicht abfinden wollen mit Ausbeutung, Ungerechtigkeit, Militarisierung – und der täglichen Lüge, dies alles sei »alternativlos«.

    Wer die Zeitung liest, weiß: Diese Zeitung schaut nicht von außen auf die Bewegungen. Die junge Welt gibt denjenigen Raum, deren Stimmen sonst nicht gehört werden. Sie ordnet ein, was andere lieber verschweigen, erklärt, was andere vernebeln. Und sie tut das unabhängig, ohne auf Konzerninteressen Rücksicht nehmen zu müssen.

    Diese Unabhängigkeit ist keine Selbstverständlichkeit. Sie ist das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen – von Leserinnen und Lesern, Redaktion, Verlag und der die Zeitung tragenden Genossenschaft. Solidarität funktioniert nur, wenn sie in beide Richtungen wirkt. Wer die junge Welt nutzt, wer sich in ihren Artikeln wiederfindet, Teil der Bewegungen ist, an deren Seite die jW steht, kann heute etwas zurückgeben: durch ein Abonnement.

    Ein Abo ist mehr als eine praktische Zeitungsbestellung. Es ist eine bewusste Entscheidung für kritischen Journalismus, für eine Gegenöffentlichkeit, die bleibt, wenn der Rest sich in Werbung und Algorithmen auflöst. Abos sind die materielle Grundlage der jungen Welt. Ein jedes stärkt die journalistische Arbeit der Zeitung – und somit auch die Bewegungen, über die berichtet wird.

    Gerade in Zeiten, in denen Kriegspropaganda wieder salonfähig wird und soziale Fragen aus den Schlagzeilen verschwinden, braucht es Medien, die Haltung zeigen. Die nicht vergessen, dass Frieden, soziale Gerechtigkeit und Solidarität zusammengehören.

    Wenn Sie also wollen, dass diese Perspektive erhalten bleibt – dann handeln Sie jetzt. Bestellen Sie ein Abo, erzählen Sie anderen davon, bringen Sie die junge Welt in Ihre Betriebe, Vereine, Initiativen, Parteigruppe.

    Denn eine Zeitung, die kämpft, kann nur bestehen, wenn viele mit ihr kämpfen.

  • Hängt sie!

    Plakate als Mittel der Agitation: Wettbewerb des Künstlerkollektivs Rotes Atelier und der Tageszeitung junge Welt anlässlich der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2026
    RLK-Vorbereiungskollektiv
    unbenannt-4.jpg
    Nicht nur bei der Vernissage sorgte die Ausstellung »Wir sehen rot« in der Maigalerie für Interesse (Berlin, 15.8.2025)

    Erfolgreich war sie, die Ausstellung »Wir sehen rot« des Künstlerkollektivs Rotes Atelier in den Räumen der Maigalerie in Berlin im Spätsommer dieses Jahres. Unterschiedliche künstlerische Positionen kamen zum Ausdruck, unterschiedliche aktuelle Themen wurden kommentiert, verschiedenste Materialien, Formate und Medien verwendet. Kunst produzieren – als Form der Erkenntnis und als ihr Ausdruck, als Werkzeug der Veränderung, als Mittel, die Notwendigkeit des Sozialismus aufzuzeigen. Das ist das Selbstverständnis des Roten Ateliers, eines Kollektivs vorwiegend junger Künstlerinnen und Künstler aus deutschsprachigen Ländern. Das Plakat nahm in der Geschichte politischer Kunst immer einen zentralen Platz ein, so auch in der Ausstellung. Plakate schaffen Sichtbarkeit, sind Ausdrucksmittel linker Bewegungen, Mittel der Agitation im Plechanowschen Sinn und ein nach wie vor hochaktuelles Medium.

    Die Ausstellung »Wir sehen rot« war der Auftakt einer längerfristigen Zusammenarbeit der jW mit dem Roten Atelier. Anlässlich der 31. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz, die am 10. Januar 2026 erneut in Berlin-Wilhelmsruh stattfinden wird, haben jW und Rotes Atelier einen Plakatwettbewerb ausgelobt. »Plakate gegen Krieg« ist das bewusst breit gefasste Thema, leider tagesaktuell.

    Bis Sonnabend, den 6. Dezember, können bis zu drei Plakate pro Person an plakatwettbewerbrlk@systemli.org eingereicht werden. Es wird um eine druckfertige PDF-Datei gebeten, DIN A2 mit drei Millimetern Beschnittzugabe, im Farbraum CMYK mit mindestens 300 dpi (besser 400 dpi) – natürlich mit Titel, Name oder Künstlername und gegebenenfalls einer Kontaktadresse. Analog erstellte Arbeiten müssen entsprechend hochauflösend eingescannt werden. Von der Einsendung mittels künstlicher Intelligenz erstellter Arbeiten bitten wir abzusehen. Ausgewählte Plakate werden auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz ausgestellt und in einer Kleinauflage zugunsten eines solidarischen Zwecks verkauft.

    Die von einer Jury prämierten Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs erwarten Preise, gestiftet von der jW. Plakate gegen Krieg sind Agitation für den Frieden. Mit einem aktuellen Medium, zu einem aktuellen Thema. Wir freuen uns auf Eure Einsendungen.

  • 165 zu sieben

    imago838714911.jpg
    Der Zustimmung zum Antrag und den Ausführungen des kubanischen Außenministers, Bruno Rodriguez Parrilla, in der UNO folgen bislang keine Taten

    Mit überwältigender Mehrheit sprachen sich die Mitgliedsländer der Vereinten Nationen für eine Aufhebung der US-Sanktionen gegen Kuba aus. Das ist auch das Titelthema der am Mittwoch, 12. November, erscheinenden Novemberausgabe der Granma Internacional, Zeitung der Kommunistischen Partei Kubas (PCC).

    In der aktuellen Ausgabe lesen wir außerdem über die Edition der Schriften Raúl Castros und die Geschichte der PCC. Es folgen Berichte über das Pressefest der Granma, bei dem auch die jW vor Ort war, und über internationale Solidarität. Sie sind die Abwechslung zu Artikeln zur mörderischen Blockadepolitik, und auch die »Friedens«-Nobelpreisträgerin wird angemessen gewürdigt.

    Die deutschsprachige Ausgabe wird ebenso wie die Tageszeitung junge Welt vom Verlag 8. Mai vertrieben und bietet monatlich eine authentische kubanische Sicht direkt aus Havanna.

    Wir empfehlen allen Leserinnen und Lesern der jW, die Granma Internacional unter www.jungewelt.de/granma zu abonnieren. Das Jahresabo beginnt ab 20 Euro.

  • Vertieftes Lesen lernen

    Warum junge Welt dank vieler Abos Zukunft hat
    Dietmar Koschmieder
    1100x526_Vollabo-wo-du-stehst Betonung Onlineabo.png

    Der Wirtschaftshistoriker (und langjährige Autor der jungen Welt) Jürgen Kuczynski stellte schon in den 90er Jahren fest, dass die junge Welt keine Tageszeitung sei, sondern eine Tageszeitschrift. Und er fügte hinzu: Er lese diese nicht. Er studiere sie: Den hohen Nutzwert der Zeitung kann man sich erarbeiten, wenn man die dort veröffentlichten Texte vertieft liest. Modern ist das nicht mehr: Die Schriftstellerin Sibylle Berg hat auf der letzten Seite der letzten regulären Ausgabe der Tageszeitung vom 17. Oktober 2025 (seither erscheint die Taz nur noch am Wochenende in gedruckter Form) kritisch angemerkt: »Seit dem Jahr 2000 ist bekannt, dass den Generationen, die mit Onlinetexten aufwuchsen, die Fähigkeiten fehlen, Texte vertieft zu lesen. Schwamm drüber. Ein paar Opfer müssen auf dem Weg in die Zukunft (…) gebracht werden.«

    Warum Druck aber trotzdem noch lange nicht am Ende ist, stellt der Kommunikationswissenschaftler Neil Thurman in einer Veröffentlichung der Ludwig-Maximilians-Universität München fest. Er untersuchte Zeitungen, die von Print auf ­Digital umgestiegen sind. Während die Lesenden der gedruckten Ausgabe täglich etwa eine halbe Stunde (am Wochenende gar bis zu einer Stunde) mit ihr verbrachten, ist die durchschnittliche Nutzungsdauer nach der Umstellung auf die digitale Ausgabe auf deutlich weniger als eine Minute eingebrochen. Es gebe erste Medien, die den Weg zurück zur Printausgabe beschritten, und Thurman halte auch eine Rückkehr der Taz (trotz aller Einsparpotentiale) zur Vollzeitung auf Papier nicht für ausgeschlossen.

    Allerdings muss eine Zeitung dann auch etwas liefern, was ein vertieftes Lesen erforderlich macht. Die junge Welt bietet Hintergründe, Zusammenhänge, Analysen und Kommentare, die es nicht überall im Netz kostenlos gibt. Sie setzt dabei nicht nur inhaltlich, sondern auch handwerklich auf hohe Standards. Und sie macht dieses Angebot auch weiterhin auf Papier zugänglich, ohne ihr Angebot im Netz zu vernachlässigen. Gerade weil man dort auch Generationen erreicht, die eben nicht mehr mit einer gedruckten Tageszeitung aufgewachsen sind. Damit aber auch diese eine Technik des vertieften Lesens entwickeln können, empfehlen wir den jungen Leserinnen und Lesern ein zusätzliches Printabo. Und den älteren ein zusätzliches Onlineabo. Denn auch für den digitalen Bereich müssen Medienkompetenzen entwickelt werden: Wo finde ich was und wie mache ich es für mich und meine Arbeit nutzbar?

    Um diesen enormen Aufwand betreiben zu können, brauchen wir vor allem Abonnements. Sie sind die Grundlage dafür, dass wir unsere Arbeit finanzieren können. Deshalb bitten wir all jene, die für sich diesen Nutzen der jungen Welt erkannt haben, um ein Abonnement. Dabei geht es nicht nur um eigenen Erkenntnisgewinn, sondern auch darum, immer mehr Menschen mit aufklärenden Inhalten erreichen zu können: gegen Kriegsvorbereitung, Demokratie- und Sozialabbau, für Solidarität und eine progressive Gegenkultur. Danke für 207 Abonnements, die uns in den ersten zwei Wochen der Aktion erreicht haben.

  • 16 keller.jpg
    Die Gelegenheit nutzen, das Printprodukt gegen den allgemeinen Trend weiterzuentwickeln: Die ersten drei Ausgaben der veränderten jungen Welt

    Die Taz hat den werktäglichen Druck eingestellt, das ND wird früher oder später nachziehen. Das hat Folgen auch für uns: Lieferwege fallen weg oder werden vorverlegt. Damit wir auch weiterhin alle Regionen mit der gedruckten jungen Welt beliefern können, mussten wir unseren Druckschluss um eine Stunde vorverlegen. Diese Gelegenheit nutzen wir aber auch, das Printprodukt gegen den allgemeinen Trend weiterzuentwickeln. Wir wollen unseren Leserinnen und Lesern (vor allem jenen, die uns gerade neu entdecken) schneller und präziser das bieten, was unsere Stärke ausmacht: mehr Hintergrund, mehr Analyse, mehr kommentierende Texte.

    Deshalb haben wir einiges umgestellt. Seit der Ausgabe vom Mittwoch finden unsere Leserinnen und Leser auf der Seite 1 einen zusätzlichen Kommentar. Auf den Seiten »Ansichten« auf 2 und 3 setzen wir uns in der neuen Rubrik »Medienschau« kritisch mit anderen Medien auseinander. Kommentar und Porträt des Tages haben wir von der Seite 8 vorgezogen. Auch unsere täglichen zwei Interviews wollen wir in veränderter Form nutzen, um unser Profil zu schärfen. Mit dem Anspruch, bei uns politisch nahestehenden Organisationen oder Personen besonders kritisch nachzufragen.

    Nicht nur unsere Produktionsabläufe, auch Ihre Lesegewohnheiten müssen sich unter solchen Umständen weiterentwickeln. Vertrautes findet sich an anderen Plätzen wieder oder wird auch vermisst, klar. Andererseits sind wir davon überzeugt, dass Neuleserinnen und -leser nun schneller und direkter erfahren, womit sie es bei der jungen Welt zu tun haben. Gerade auf den veränderten ersten drei Seiten. Und Bewährtes bleibt: Wir werden weder auf das Feuilleton noch auf die Texte auf den »Thema«-Seiten verzichten. Allerdings hat sich der Anteil der Meldungen an den Texten in der jungen Welt reduziert (auch wenn wir weiterhin mehr davon bieten als andere Tageszeitungen).

    Wir nutzen die Branchenzwänge, um unser Profil zu schärfen und so die junge Welt auch als gedruckte Zeitung auf dem Markt immer besser zu etablieren.

  • Vollabo? Besser ist es!

    Eine Zeitung abonnieren? Dafür spricht vieles – insbesondere für die gedruckte Version der jungen Welt
    Aktion und Kommunikation
    1100x526_Vollabo-wo-du-stehst Betonung Onlineabo.png

    Kennen Sie das? Das Mokkakännchen auf dem Herd röchelt genüsslich. Am Horizont lädt eine noch tiefhängende Sonne zum Durchatmen an der frischen Luft ein. Die Vögel zwitschern – etwa die Morgenstimmung von Edvard Grieg? Mag der Tag auch stressig werden, gehört dieser Moment »mir allein«. Was gibt es, wenn die Luft durchgeatmet und der Kaffee angeschlürft ist, Schöneres, als die Beine über Kreuz zu schlagen und in einer Zeitung zu blättern?

    Nicht nur haptisch macht Print mehr her als Pixel auf einem Bildschirm. Studien haben wiederholt nachgewiesen, dass das gedruckte Wort einfacher und besser verstanden und auch gemerkt wird als das digitale. Ohnehin ist das Handy, der Spitzenreiter unter den Endgeräten, heute ein Arbeitsmittel und für entspanntes Lesen schon deshalb nicht geeignet: bzzzt, der Vereinsvorsitzende, dingeling, der Chef usw. ad infinitum. Kurzum: Das Gerät ist häufig negativ besetzt, denn es verursacht Stress. Keine gute Basis für Lesevergnügen.

    Die meisten Leserinnen und Leser widmen sich der Zeitung aus Neugier, einer der wichtigsten aller menschlichen Eigenschaften. Die Wissenschaft begreift Medien darum auch als Wahrnehmungsinstrumente. Ein solches ist die gedruckte Zeitung – auch ohne Strom, ohne Netz und vor allem ohne Ablenkung. Positiver Nebeneffekt: Man kann Zeitungen problemlos auf Demos verteilen. Mit Handys oder Tablets wird das teuer.

    Soweit zur technischen Seite. Letztlich zählt natürlich etwas anderes, und das ist der Inhalt. Sogar die Rechtspostille Junge Freiheit hat einen Nutzwert – zum Einwickeln von Fisch oder zum Aufwischen von Vergossenem zum Beispiel. Dafür müsste das Papier übrigens nicht einmal bedruckt sein. Die junge Welt kann natürlich ebenfalls eine solche Zweitverwendung finden. Doch vorher gilt es, die Schätze zu heben, die sich in jeder Ausgabe verbergen. Denn eins ist klar: Auch wenn nicht jeder Artikel bei jeder Leserin und jedem Leser Anklang finden mag – unsere Inhalte helfen im Alltag. Allein deshalb, weil in der jW fundierte Gegenpositionen zum allgemeinen Einheitsbrei zu lesen sind. Davon haben übrigens nicht nur Linke etwas, das nützt allen, die ihre Argumentation schärfen und ihre Position bestimmen wollen.

    Mark Twain fand: »Die Wahrheit ist unser kostbarstes Gut. Gehen wir sparsam damit um.« Wir hingegen rufen zu verschwenderischem Umgang mit ihr – also der Wahrheit – auf. Und bitten unsere Leserinnen und Leser, dabei mitzuwirken. Teilen Sie freigiebig, knausern Sie nicht – empfehlen Sie die jW, geben Sie ihren Erkenntnisvorsprung weiter! Unsere aktuelle Aktion bietet einen guten Anlass, die Zeitung zu verschenken, bekannter zu machen, in Umlauf zu bringen.

    Wer an kritischer Öffentlichkeit interessiert ist, greift mit Gewinn zur jW. Ein Abo hat dann den netten Nebeneffekt, dass die junge Welt ihre Arbeit unbeirrt fortsetzen, womöglich sogar ausweiten kann. Wir empfehlen aus genannten Gründen das Printabo. Unser – den Abonnentinnen und Abonnenten wahrscheinlich längst bekanntes – Ziel lautet: Die gedruckte Zeitung bleibt! Da wir gleichzeitig einem nach rechts rückenden Staat trotzen müssen, zählt gerade jetzt jedes Abo. Worauf warten Sie?

  • »Krieg dem Krieg!«

    Rosa-Luxemburg-Konferenz: Einladung zum Plakatwettbewerb von jW und Rotem Atelier
    Niki Uhlmann
    16k Kopie.jpg

    Werbung verhunzt das Stadtbild. Allenthalben werden einem Produkte, die kein Mensch braucht, zu Preisen, die kein Mensch bezahlen sollte, mit Mitteln, die Menschen auf ihre niedersten Instinkte reduzieren, aufgeschwatzt. »Silence, brand«, höhnt man zuweilen im Internet, wenn ein Konzern sich wieder verkrampft darum bemüht, nahbar und lustig zu sein. Noch besser wäre, es würde für Gescheites geworben, zumal es so viele gute Dinge gibt: den Organspendeausweis, Hilfsorganisationen und Konzerte.

    Das Schlimmste ist indes, dass selbst die, die Gutes in die Welt setzen wollen, drohen, in der Flut belangloser Anzeigen unterzugehen, wenn sie nicht die psychologischen Taschenspielertricks der Werbeindustrie beherrschen. Über den Zusammenhang von Design und Kaufentscheidungen wurden epische Abhandlungen geschrieben, an denen scheinbar kein Weg vorbeiführt. Diesen Trugschluss zu erledigen, ist das Künstlerkollektiv »Rotes Atelier« angetreten, das der sozialistischen Bewegung der Gegenwart eine eigene Bildsprache geben will. Mehr noch: Es will die Bewegung befähigen, Kunst als Mittel des Widerstands zu verwenden.

    Dass die jungen Künstlerinnen und Künstler des Roten Ateliers ihr Handwerk verstehen, konnte man bereits im Sommer sehen, als eine Ausstellung des Kollektivs in den Räumen der junge Welt-Maigalerie viele hundert Besucher angezogen hat. Eine politische Bildsprache, die nicht altbacken oder verbraucht wirkt, ist eine Kunst für sich. Und wir wollen Kunst von allen und für alle.

    Deshalb wird jW in Kooperation mit dem Roten Atelier auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz am 10. Januar 2026 einen Plakatwettbewerb veranstalten. »Krieg dem Krieg« lautet die Losung, zu der bis zum Sonnabend, 6. Dezember, pro Kopf bis zu drei Plakate an die Adresse plakatwettbewerbrlk@systemli.org eingereicht werden können. Die Anforderungen: DIN A2 mit drei Millimeter Beschnittzugabe, als PDF im Farbraum CMYK mit mindestens 300 dpi (besser 400 dpi) – natürlich mit Titel, Name oder Künstlername und bei Bedarf einer Kontaktadresse. Analog erstellte Arbeiten müssen entsprechend hochauflösend eingescannt werden. Rotes Atelier und jW treffen eine Vorauswahl, filtern dabei KI-Slop (KI-generierte Entwürfe werden nicht zugelassen!) und werden die ausgewählten Plakate auf der Konferenz aushängen – jedes ausgestellte Plakat wird prämiert; die Preise stiftet jW. Holen wir uns das Stadtbild zurück!

  • Veranstaltungen

    »Die georgische Geliebte«. In diesem Theaterstück verschlägt es Anica Okrabishwili, eine georgische Starschauspielerin, in ein kleines linkes Theater in Berlin. Als dieses sich ihrer Vita widmen will, prallen politische Welten aufeinander: Okrabishwilis Erlebnisse im georgisch-russischen Krieg 2008 und jene der älteren Schauspieler während des Vietnamkriegs oder der Kubakrise scheinen unvereinbar. Eine Supra soll es richten. Sonnabend, 18. Oktober, 19.30 Uhr und Sonntag, 19. Oktober, 18.00 Uhr. Ort: Berliner Compagnie, Muskauer Str. 20, 10997 Berlin

    »Streetaction 4 Peace«. Mittels Flashmob wird der Schrecken des Krieges vergegenwärtigt: Blut, Leichen und entsprechende Säcke. Das makabere Spiel soll zum Nachdenken und zu Gesprächen anregen. Sonntag, 19. Oktober, 15.00 Uhr. Ort: Pariser Platz am Brandenburger Tor, Berlin

    »Bündnisse & Wendepunkte«. Karl-Heinz Schubert liest aus seinem Buch über 25 Jahre Trend-Onlinezeitung, die als Bündnisprojekt zwischen Milieu- und Klassenlinken Anfang 1996 ins Netz ging. Montag, 20. Oktober, 19.00 Uhr. Ort: Stadtteilladen Lunte, Weisestr. 53, 12049 Berlin

    »Wirtschaftsmärchen«. Das gleichnamige Buch, das 101 weit verbreitete Mythen über den Kapitalismus untersucht und aufzeigt, wie man sie elegant entkräftet, stellt Koautor Patrick Schreiner vor. Dienstag, 21. Oktober, 19.00 Uhr. Ort: Stadtteilzentrum Bürgerwache, Rolandstr. 16, 33615 Bielefeld

  • Jedes Abo zählt!

    Unterstütze die junge Welt im Kampf gegen schleichende Faschisierung
    Verlag, Redaktion und Genossenschaft junge Welt
    1100x526_Vollabo-wo-du-stehst.png

    Die Zeitungsbranche steckt in einer veritablen Krise: Kosten steigen, Lesegewohnheiten ändern sich, der Werbeträger Print verliert Anteile im Anzeigengeschäft. Um weiter Gewinne zu erzielen, werden die Abo- und Verkaufspreise angezogen und auch dort an Kosten gespart, wo es um journalistische Qualität geht. Aber wieso soll man sich noch ein teures Abo leisten, wenn die gelieferte Information anderswo gratis verfügbar ist? Immer mehr Zeitungsverlage erklären deshalb, dass das Zeitalter der gedruckten Tageszeitung am Ende sei. Das bisher zweite Standbein im Geschäft, die digitale Ausgabe, wird zum Schlüsselfaktor für die angestrebte Gewinnmaximierung. Wir halten diesen Weg für falsch.

    Hausgemachte Krise

    Zum einen, weil die Krise hausgemacht ist. Wer zum Beispiel wie die Taz das Einzelhandelsgeschäft nicht mehr pflegt, sinkende Verkäufe am Kiosk in Kauf nimmt und dann behauptet, gedruckte Zeitungen seien nicht mehr gefragt, belügt sich selbst. Und wer wie der Interessensverband der Zeitungsverleger nicht mehr mit der Post um die Zustellpreise ringt, sondern es dem gelben Monopolisten überlässt, Wucherpreise zu diktieren, darf sich über die Folgen nicht beklagen.

    Klare Positionierung

    Zum anderen, weil es darauf ankommt, dass der Kundschaft ein Produkt mit möglichst hohem Nutzwert angeboten wird, das nicht durch beliebigen Internetkonsum kompensiert werden kann. Wir erreichen dies durch eine klare inhaltliche Positionierung: Wer in Deutschland eine Tageszeitung sucht, die sich in Zeiten zugespitzter Klassenkämpfe weltweit auf die Seite der Lohnabhängigen stellt, braucht die junge Welt. Deshalb können wir uns – trotz aller Schwierigkeiten – auf dem Markt gut halten, auch mit dem Printprodukt.

    Wer bezahlt?

    Allerdings ist die junge Welt kein marktbeherrschendes Unternehmen, beeinflusst also die dortigen Entwicklungen kaum. Auch uns betreffen steigende Kosten, die wir zum Teil über die Abopreise weitergeben. Wir wollen aber nicht, dass die Tageszeitung zum Luxusgut wird und kämpfen deshalb darum, Mehrkosten vor allem durch neue, zusätzliche Abonnements zu decken. Das ist uns bisher gut gelungen, wird aber auch für uns immer schwieriger. Zwar konnte die junge Welt in den vergangenen Monaten Reichweiten vor allem im Internet deutlich steigern, aber wir haben noch wenig Erfahrung damit, wie sich aus diesem Zuwachs an Leserinnen und Lesern ökonomischer Nutzen ziehen lässt. Immerhin bewerben wir jetzt auch bei uns die Möglichkeit, über einmalige oder regelmäßige Spenden unsere Arbeit zu unterstützen. Diese Option ist vor allem für jene gedacht, die die junge Welt bereits kennen und regelmäßig nutzen, aber noch nicht bereit für ein Abonnement sind. Es bleibt jedoch dabei: Die wichtigsten Faktoren der Finanzierung unserer Arbeit sind Print- und Onlineabos! Deshalb bitten wir in regelmäßigen Abständen alle Leserinnen und Leser der jungen Welt zu prüfen, ob für sie ein (weiteres) Abonnement in Frage kommt. Zunächst geht unser Appell an jene, die noch kein Abo haben: Wenn ihr die Zeitung gut findet und nutzt, abonniert! Aber auch jene, die bereits ein Abo haben, bitten wir um Unterstützung: Kommt neben dem Printabo nicht auch ein Onlineabo in Frage? Oder kannst Du Dir als Onlineabonnent mit einem Wochenendabo nicht zusätzlich die gedruckte junge Welt einmal pro Woche nach Hause schicken lassen? Auch unsere Abopreisstaffelung bietet die Möglichkeit, sich noch mehr zu engagieren. Denn jeder Print- oder Onlineabonnent entscheidet selbst, ob er den Normalpreis bezahlt oder mit dem Soliabo ermäßigte Sozialabos unterstützt. Ein Umstieg ist jederzeit möglich, warum also nicht heute diesen Schritt gehen?

    Anreiz für konkretes Handeln

    Konkretes Handeln bedarf gelegentlich eines zusätzlichen Anreizes. In den kommenden vier Wochen bedanken wir uns bei allen, die sich mit einem Abo oder einem Umstieg an der Aktion beteiligen, mit unserem Buch »Der Bandera-Komplex«. Dort wird ausführlich über den ukrainischen Faschisten Stepan Bandera und seine Wirkung bis in die Gegenwart berichtet. Während Sie diese Zeilen lesen, wird gerade auf der Buchmesse in Frankfurt am Main das Wirken dieses Herren und seiner Nachfolger für die Rechtfertigung aktueller und künftiger Kriege genutzt. Mit unserem Buch und mit der täglich im Print- oder Digitalformat erscheinenden jungen Welt erhalten Sie das nötige Gegenmittel, um nicht der schleichenden Faschisierung zu unterliegen. In diesem Sinne wäre es auch besonders wertvoll, wenn Sie sich an dieser Aktion beteiligen, indem Sie in Ihrem Bekanntenkreis einen neuen Abonnenten gewinnen könnten. Ob Sie das Buch selbst behalten oder dem neuen Leser schenken, bleibt Ihnen überlassen. Jedes Abo zählt!

  • Her zu uns!

    Die LPG junge Welt eG ist Herausgeberin der Tageszeitung junge Welt. Machen Sie mit!
    Aktion und Kommunikation
    1100x526 LPG-Kurzkampa.png

    Der Verfassungsschutz, der als deutscher Inlandsgeheimdienst international seinesgleichen sucht, zittert. Das Bundesamt zählt laut Bild rund 4.500 Beschäftigte, weitere 5.000 arbeiten in den entsprechenden Ämtern der Länder – sie müssen seit 30 Jahren mitansehen, wie die Genossenschaft LPG junge Welt eG, deren gleichnamige Zeitung sie bekämpfen, stetig wächst. Mehr als 3.000 Genossinnen und Genossen sind es inzwischen. Schätzungsweise 30.000 aktive Mitstreiter hatten 1918 unter der Führung der Bolschewiki die Große Sozialistische Oktoberevolution in Russland bewerkstelligt und dem internationalen Proletariat zumindest zeitweise zu seinem rechtmäßigen Platz in der Menschheitsgeschichte verholfen. Pi mal Daumen ist somit in spätestens 270 Jahren eine weitere sozialistische Revolution zu erwarten. Vielleicht zittert der Verfassungsschutz also auch nicht.

    Scherz beiseite: Die junge Welt ist keine revolutionäre Kaderpartei und die Befreiung der Menschheit gegenwärtig, wenn überhaupt, ein Hoffnungsschimmer an einem ergrauenden Horizont. Um so wichtiger daher, was die jW tatsächlich ist: ein Medium, das Marx’ Diktum verpflichtet ist, nämlich der »rücksichtslosen Kritik alles Bestehenden«. Nahezu täglich befleißigen sich weltweit Autoren des Sezierens der Klassengesellschaft, Redakteure und Gestalter in der Redaktion der Verfertigung formal wie analytisch gelungener Artikel, Verlagsmitarbeiter ferner des Vertriebs, Bewerbens und Verteilens letzterer. Soviel im Ernst zu Anspruch und Produktion.

    Eine Gleichung ergibt sich daraus letztlich nur dank zahlreicher Leser, Sympathisanten und Unterstützer, die ebenso unermüdlich mitwirken: Sie halten Augen wie Ohren offen und bereichern die Berichterstattung; sie scheuen sich nicht, die Zeitung zu kritisieren und korrigieren sie dort, wo ihr Fehler unterlaufen sind; sie greifen das argumentative Rüstzeug auf und wandeln es um in die bitter nötige Kritik im Handgemenge; sie trifft man zuweilen auf Demos, wo sie sich einen Stapel Zeitungen schnappen, um ihn unter die Leute zu bringen. Sie sind es, die das Projekt jW bundesweit mit Leben füllen. So kommt es, dass jüngst die 10.000ste Ausgabe der 1995 geretteten Tageszeitung geschrieben, gesetzt, gedruckt, verteilt, gelesen und verstanden wurde, also in die Agitation gegen Klassenherrschaft, Militarisierung und Unterdrückung eingeflossen ist.

    Getragen – im Kapitalismus meint das finanziell abgesichert – wird all das von der jW-Genossenschaft. Immerhin gibt sie die Zeitung heraus und überlässt dem Verlag seine schmalen Überschüsse oder gleicht seine Fehlbeträge aus – das war viele Jahre lebensnotwendig, mittlerweile trägt der Verlag sich selbst. Anlässlich ihres 30. Geburtstags wirbt sie, angelehnt an Brecht, mit »Vernunft durchsetzen« um neue Genossen. Der ließ seinen Galilei sagen: »Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen. Der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein.« Dazu gehören könnte, wer diesen Text liest – ihm oder ihr sei hiermit geraten, eine Mitgliedschaft in der LPG junge Welt eG in Erwägung zu ziehen.

    Es gibt wenig vernünftigere Arten, 500 Euro zu investieren, als dass man einen Genossenschaftsanteil erwirbt. In der jW geht es nun mal nicht um Rendite, sondern um die Sache – noch mal Brecht: »Das Einfache, das schwer zu machen ist«. Bestenfalls in weniger als 270 Jahren.

  • Ergänzung zu Abomodellen: Neue Spendenmöglichkeiten

    Aktion und Kommunikation
    JWG_9175.JPG

    Journalismus braucht eine solide materielle Grundlage. Die ökonomische Basis der jungen Welt stellen Abonnements dar, doch nimmt ergänzend das Spendenvolumen seit längerem kontinuierlich zu.

    Nutzern des Internetauftritts der jungen Welt steht seit dieser Woche eine neue Möglichkeit zur Verfügung, den konzern- und parteiunabhängigen Journalismus der jW zu fördern.
    Unter den einzelnen Artikeln auf jungewelt. de, die oft auch ohne Abo frei gelesen werden können, findet sich ein kleines Feld, das Spenden ermöglicht: einmalig, wiederkehrend, mittels gängiger Zahlungsmittel. Die Spendenhöhe bestimmen Sie dabei selbst.

    Denn zu einem Abonnement ist es manchmal ein längerer Weg – nur, weil ein einzelner Artikel gut gefällt, will man noch nicht automatisch jeden Tag die ganze Zeitung geliefert bekommen. Trotzdem lässt sich eine gelungene journalistische Leistung auf diesem Weg einfach honorieren, auch mit kleineren Beträgen. Wer regelmäßig solche mit einer Spende zu unterstützende Artikel findet, kann natürlich jederzeit auch auf ein Abo umsteigen. Prinzipiell aber gilt: Viele Wege führen in die Torstraße 6, Berlin – auch jede Spende hilft, die Finanzierung des eigenständigen journalistischen Angebots der jW zu sichern!

  • ILLU 16.png
    Am kommenden Mittwoch druckfrisch am Kiosk: junge Welt mit 24 Seiten extra Literaturbeilage

    Es wird gelesen. Auf Papier, weiterhin. Doch was? Dieser Frage widmet sich die am Mittwoch, dem 15. Oktober 2025, erscheinende jW-Beilage zum Thema Literatur, die der Tagesausgabe der Zeitung beiliegt. Wie für alle thematischen Beilagen der jungen Welt gilt: Gern können Sie diese (ab zehn Stück) kostenlos im Aktionsbüro (per E-Mail an ­aktionsbuero@jungewelt.de oder telefonisch unter 0 30/53 63 55-10) bestellen.