Gegründet 1947 Sa. / So., 23. / 24. März 2019, Nr. 70
Die junge Welt wird von 2173 GenossInnen herausgegeben
jW stärken!

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  • Das jW-Unterstützungslied

    jW-Aktionsbüro

    Liebe Leserinnen und Leser,

    die Unterstützung für die junge Welt kann verschiedene Formen annehmen. Kreative Aktionen sind dabei immer gern gesehen. Dass wissen auch Günter und Helga, die nach der XXIV. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz ein Unterstützungslied geschrieben haben. Die Uraufführung fand auf der HelferInnen-Party am 1. Februar in der jW-Ladengalerie statt.

    Den Text wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten:

    Das jW-Unterstützungslied 2019

    Sie lügen wie gedruckt,
    wir drucken wie sie lügen.
    Wer heut sich wegduckt,
    den wird der Mainstream verbiegen.
    Mit Dummheit, Lüge und Hass
    dagegen schreibt unser Blatt nur was.

    Refrain
    Drum machen wir die jW bekannt,
    überall in Stadt und Land.
    Bei Wind und Wetter konsequent,
    dass jeder bald die Zeitung kennt.
    Melodie & Rhythmus obendrein,
    die Granma auch, so muss es sein.

    Der Höhepunkt in jedem Jahr
    RL-Konf, ist ja klar.
    Das größte Treffen linker Kräfte im Land,
    international beachtet und anerkannt.
    Und immer mit Erfolg dabei
    Ladengalerie, Verlag 8. Mai.

    Refrain

    Im Frühjahr ist es wieder so weit
    eine neue Aktion, wir sind bereit!
    Der DP* trotzen wir enorm,
    neue Abos bringen uns nach vorn.
    So gehen wir in jeden Tag,
    voller Kraft, dass es gelingen mag.

    Refrain

    * DP = Deutsche Post AG

    Wir freuen uns über diese Art der Unterstützung und hoffen auf viele weitere kreative Ideen.

    Euer Aktionsbüro

  • Arbeiten mit jW-Beilagen

    jW-Aktionsbüro

    Liebe Leserinnen und Leser,

    bei einer tagesaktuellen Berichterstattung können viele Themen nicht immer in ihrer Komplexität ausgeführt werden. Aus diesem Grund erstellen unsere Kolleginnen und Kollegen aus der Redaktion regelmäßig thematische Beilagen, in denen die jeweilige Materie noch einmal genauer betrachtet wird. Diese erscheinen mehrmals monatlich in der jungen Welt.

    Mit analytischen Betrachtungen, ausführlichen Interviews und Hintergrundberichten werden die Themen so aufgearbeitet, dass die Beilagen auch weit über ihren Erscheinungstermin hinaus aktuell sind. Die Beilagen eignen sich daher hervorragend für die politische Arbeit und helfen potentielle Leserinnen und Leser von einem Abo der jungen Welt zu überzeugen.

    Unterstützerinnen und Unterstützer können die Beilagen jederzeit kostenlos beim Aktionsbüro bestellen. Nutzt daher die Gelegenheit, unsere Beilagen bei Eurer politischen Arbeit einzusetzen. Schreibt uns eine kurze Mail an aktionsbuero@jungewelt.de und nennt Lieferadresse, Name sowie Menge der Beilage und wir schicken sie Euch schnellstmöglich zu.

    Beilagen 2019

    21.03. - Literatur zur Leipziger Buchmesse
    23.03. - Deutschlands Kriege (thematische Wochenendbeilage)
    03.04. - EU und Großbritannien
    24.04. - 1. Mai
    08.05. - Antifa
    15.05. - Palästina/Israel
    29.05. - Kinder
    12.06. - Literatur
    03.07. - Wein
    17.07. - Stadt & Stadtentwicklung
    24.07. - Unser Amerika
    07.08. - Ökologie und Klassenkampf
    28.08. - Österreich
    31.08. - Krieg und Frieden (erweiterte Wochenendbeilage)
    11.09. - Wissenschaft und Technik
    25.09. - 70 Jahre neues China
    05.10. - DDR (erweiterte Wochenendbeilage)
    16.10. - Literatur zur Buchmesse Frankfurt am Main
    23.10. - Bildung
    20.11. - "Blende"-Fotowettbewerb
    27.11. - Behindertenpolitik
    11.12. - Alternatives Reisen
    18.12. - Kapital und Monopol

  • Jede Aktion zählt!

    jW-Aktionsbüro

    Liebe Leserinnen und Leser,

    wer die Berichterstattung der jungen Welt verfolgt, weiß, dass es unsere Tageszeitung nicht immer leicht hat. Regelmäßig sind wir politischen und ökonomischen Angriffen ausgesetzt, die darauf abzielen, unsere Zeitung und damit einen konsequent antikapitalistischen Blickwinkel aus der Medienlandschaft zu verdrängen. Die kurzfristig angekündigte Preiserhöhung der Deutschen Post AG über 90.000 Euro jährlich, welche die junge Welt stärker trifft als andere Tageszeitungen, sei hier nur stellvertretend genannt.

    Trotz der andauernden schwierigen Situation wollen wir für den Erhalt unserer Zeitung kämpfen, damit wir weiterhin Eure Zeitung gegen Dummheit, Lüge und Hass bleiben können. Dass uns das tagtäglich gelingt, liegt nicht zuletzt an unseren treuen Leserinnen und Lesern. Für viele von ihnen ist die junge Welt ein unverzichtbarer Teil des Alltags geworden, denn sie erhalten durch diese Zeitung die Informationen die sie brauchen, um das politische Geschehen einordnen zu können.

    Viele unserer Leserinnen und Leser verbreiten darum die junge Welt mit kleinen Aktionen. So wird die gelesene Tagesausgabe sichtbar in der Bahn oder im Pausenraum liegen gelassen oder in der Nachbarschaft in den Briefkasten gesteckt. Andere planen größere Aktionen, schließen sich zu Leserinitiativen zusammen und suchen gezielt nach neuen Abonnentinnen und Abonnenten.

    Jede Aktion hilft uns dabei sichtbarer zu werden, um mit neuen Leserinnen und Lesern für die junge Welt einzutreten. Im Folgenden möchten wir Euch einen Überblick darüber geben, wie Ihr für die junge Welt aktiv werden könnt:

    Die junge Welt sichtbar machen

    • Bestellt Aktionspakete und bekommt Flyer, Probeabo-Listen, Aufkleber und Plakate. Klickt dazu einfach hier.
    • Lasst Eure gelesene Zeitung in der Bahn oder im Bus, im Betrieb oder im Café liegen. Die Titelseite sollte dabei gut sichtbar sein.
    • Werdet online aktiv und helft uns auch online sichtbarer zu werden. Wie das geht, erfahrt Ihr hier.
    • Übernehmt eine Kioskpatenschaft und betreut einen Kiosk beim Verkauf der jungen Welt. Im Aktionsbüro erklären wir Euch gern, wie das am besten funktionieren kann.

    Die junge Welt verteilen

    • Macht mit bei der 100.000-Aktion zum 1. Mai und verteilt die Zeitung auf der Demonstration in Eurer Stadt. Mehr über die Aktion erfahrt Ihr hier.
    • Bestellt Verteilexemplare beim Aktionsbüro, um die junge Welt auf Parteitagen und Kongressen, Streiks und Gewerkschaftstreffen, Demos oder Mahnwachen zu verteilen. Wie ihr zu Euren Verteilexemplaren kommt, erfahrt Ihr hier.
    • Meldet Infostände in der Fußgängerzone oder auf Demonstrationen an und verteilt die junge Welt dort. Gern helfen wir Euch bei der Organisation der Stände.

    Schließt Euch zusammen

    • Vernetzt Euch mit dem Aktionsbüro (aktionsbuero@jungewelt.de)! Wir geben Euch Tipps und Kontakt zu aktiven Leserinnen und Lesern in Eurer Region.
    • Sucht Verbündete und plant gemeinsame Verteilaktionen.
    • Gründet Leserinitiativen in Eurer Stadt! Wir helfen Euch beim Aufbau und laden gemeinsam mit Euch zu Lesertreffen ein. Meldet Euch dazu im Aktionsbüro (aktionsbuero@jungewelt.de).
    • Abonniert unseren UnterstützerInnen-Newsletter und lest monatlich über weitere Unterstützungsmöglichkeiten. Schreibt dazu eine kurze Mail an das Aktionsbüro (aktionsbuero@jungewelt.de).

    Gewinnt neue Leserinnen und Leser

    • Wir bieten Interessierten die Möglichkeit die junge Welt drei Wochen kostenlos kennenzulernen. Das Probeabo ist unverbindlich und bedarf keiner Kündigung. Verschickt dazu eine Mail unter folgendem Link oder nutzt unsere Probeabo-Listen, die wir Euch kostenlos per Post schicken. Jedes Probeabo zählt, da wir so viele neue Abonnentinnen und Abonnenten gewinnen können.
    • Verschenkt Probeabos an Freunde, Familie und Bekannte!
    • Gibt es Menschen in Eurem Umfeld, die die junge Welt nur sporadisch lesen? Erklärt Ihnen, dass nur Abos die dauerhafte Existenz unserer Zeitung sichern können.
    • Steigt selbst auf ein höheres Abo um oder bucht für einen geringen Aufpreis das Online-Abo zu Eurem Print-Abo hinzu.

    Egal, für welchen Beitrag Ihr Euch entscheidet jede noch so kleine Aktion hilft. Solltet Ihr weitere kreative Ideen haben, freuen wir uns auf eine Nachricht.

    Solidarische Grüße,
    Das jW-Aktionsbüro

  • Online aktiv werden!

    jw-Aktionsbüro
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    Liebe Leserinnen und Leser,

    seit 1990 hat die junge Welt Probleme zu lösen, die andere Zeitungen schon längst in die Knie gezwungen hätten. Anzeigenboykotte, die Erwähnung im Verfassungsschutzbericht, die Preiserhöhung durch die Deutsche Post AG und das Werbeverbot auf Bahnhöfen sind nur einige Beispiele dafür, dass unsere Zeitung den Herrschenden ein Dorn im Auge zu sein scheint.

    Ohne unsere Unterstützerinnen und Unterstützer, die die junge Welt bei Wind und Wetter auf Demonstrationen verteilen, uns helfen Abos zu werben und Spenden sammeln, würde es unsere Zeitung wohl nicht mehr geben. Solche Verbreitung bleibt uns natürlich weiterhin wichtig, doch politische Diskurse finden nun auch online statt. So wie auf der Straße, sind wir auch im Netz auf fleißige Unterstützerinnen und Unterstützer angewiesen, die dabei helfen die junge Welt gezielt zu verbreiten.

    Wir möchten daher auch unsere Leserinnen und Leser von jungewelt.de aufrufen, die journalistischen Inhalte der jungen Welt im Netz zu verbreiten und auch hier gezielt potentielle Leserinnen und Leser anzusprechen. Das Ziel sollte es sein, Abonnentinnen und Abonnenten für unser Online- und Printangebot zu gewinnen. Wie Ihr das machen könnt, möchten wir Euch im Folgenden Vorstellen:

    • Nutzt jede Möglichkeit unsere Artikel zu verbreiten. Schickt sie an Freunde und Bekannte per Mail und verweist auf das kostenlose Probeabo und das Online-Abo.

    • Teilt, kommentiert und liked unsere Beiträge auf Facebook und Twitter. Nehmt an unseren Facebook-Veranstaltungen teil und reagiert auf negative Kommentare.

    • Besucht den Download-Bereich und nutzt die Materialien zur aktuellen Kampagne. Diese eignen sich hervorragend für Profilfotos auf Facebook oder zur Einbindung auf der eigenen Homepage.

    • Ladet unsere thematischen Beilagen als PDF herunter und schickt sie an Organisationen oder Interessierte, die sich mit den Themen befassen.

    • Nutzt Hashtags, um die Reichweite der Artikel zu erhöhen und sie in relevante Diskussionen einzubringen.

    • Meldet Euch für den Unterstützer-Newsletter an. Schreibt uns einfach eine kurze Mail mit dem Betreff "Newsletter" an aktionsbuero@jungewelt.de.

    • Besucht regelmäßig den Aktionsblog und verbreitet diesen bei anderen Unterstützerinnen und Unterstützern.

    • Recherchiert mögliche Termine für Verteilaktionen und meldet diese an das Aktionsbüro. Wir helfen Euch dabei, die Aktion zu koordinieren und stellen Kontakt zu anderen Unterstützerinnen und Unterstützern her.

    In Zukunft möchten wir Euch Möglichkeiten bieten, mit anderen Unterstützerinnen und Unterstützern in Kontakt zu treten, um auch online gemeinsam zu agieren.

    Solltet Ihr weitere Vorschläge haben, wie die junge Welt online verbreitet werden kann, freuen wir uns auf Nachrichten von Euch. Meldet Euch dazu einfach per Mail an aktionsbuero@jungewelt.de.

    Viele Grüße,
    Das jW-Aktionsbüro

  • Keine Atomtransporte von Jülich nach Ahaus
    Protest von Umweltaktivisten in Düsseldorf gegen Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus (2012)

    Die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus e.V." ruft am 9. März 2019 zur Großdemonstration Atommüll-Zwischenlager dürfen keine Endlager werden auf.

    Wir möchten diese Demonstration dazu nutzen, die junge Welt noch bekannter zu machen und suchen dafür Unterstützerinnen und Unterstützer, die die Zeitung verteilen. Solltet ihr Interesse haben und vor Ort sein, meldet euch bitte im beim Aktionsbüro: aktionsbuero@jungewelt.de.

    Das kleine Städtchen Ahaus im Münsterland steht wie kaum ein anderer Ort für Atommüll und Castor-Transporte. Seit 1990 lagert hier schwach- bis hochradioaktiver Müll, nur drei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.

    Da die Suche nach einem sicheren Endlager aussichtlos ist und die Eröffnung des Schacht Konrad immer wieder verschoben wird, droht Ahaus nun die Umwandlung vom Zwischen- zum Endlager. Zusätzlich gibt es erste Hinweise darauf, dass neue Castor-Behälter aus Garching und Jülich nach Ahaus transportiert werden sollen.

    Den Aufruf der Bürgerinitiative findet ihr hier.

  • 100.000mal gegen Kriege

    jW-Aktionsbüro
    Verteilaktion 2018
    jW-Verteilaktion am Hackeschen Markt in Berlin (1. Mai 2018)

    Warum und wie sich jW-Lesende konkret für ihre Zeitung engagieren können

    Vor unser aller Augen werden die nächsten Kriege und Konterrevolutionen vorbereitet – viele Medien des Landes sind zu reinen PR-Abteilungen der Kriegstreiber verkommen. Eine deutlich bessere Verbreitung der Tageszeitung junge Welt ist deshalb ein wichtiger Beitrag im Kampf für Frieden und internationale Solidarität: Es kommt darauf an, dass immer mehr Menschen wissen, dass laufende und kommende blutige Konfrontationen weder gottgewollt noch unvermeidlich sind, sondern dass dahinter sehr oft sehr konkrete Kapitalinteressen stehen.

    Es gibt weitere Gründe, weshalb wir den Bekanntheitsgrad unserer Zeitung erhöhen wollen: Um die unverschämte Forderung der Deutschen Post AG nach zusätzlich 90.000 Euro im Jahr bedienen zu können, brauchen wir noch mehr Abonnenten. Aber nur wer Zeitung und Nutzwert kennt, abonniert. Und weil bei uns Print- wie Onlineabo zählen, nutzen wir auch in diesem Jahr die Ostermärsche sowie Kundgebungen und Veranstaltungen rund um den ersten Mai, um vor allem die gedruckte junge Welt noch bekannter zu machen.

    Alleine von der jW-Ausgabe vom 30. April/01. Mai 2019 werden wir neben der normalen Auflage 100.000 Exemplare zusätzlich drucken und im gesamten deutschsprachigen Raum gezielt verteilen. Diese Verteilaktion ist die größte gemeinsame Aktion unserer Leserinnen und Leser im Jahr – und nur zu stemmen, wenn sich möglichst viele ganz konkret daran beteiligen. Dabei unterstützen uns nicht nur jW-Leserinitiativen, sondern auch sehr viele Einzelleser.

    Und so könnte die Aktion auch in Ihrer Region stattfinden: Überlegen Sie, an welchen Orten bzw. Plätzen bzw. zu welchen Anlässen Sie die junge Welt verteilen könnten. Da bieten sich zunächst vor allem Veranstaltungen rund um den ersten Mai an. Naheliegend sind natürlich Demos und Kundgebungen des DGB, aber auch andere Organisationen nutzen diese Tage für politische Aktivitäten. Überlegen Sie, wie viele Zeitungen Sie insgesamt bestellen wollen (am 30. April könnten Sie in der Fußgängerzone 150 Exemplare der jW anbieten, abends findet zum Beispiel ein »Rock gegen Rechts«-Festival statt, für das Sie weitere 150 Zeitungen brauchen und auf der DGB-Kundgebung am ersten Mai verteilen Sie weitere 100. Sie bräuchten also insgesamt 400 Exemplare, die Sie beim jW-Aktionsbüro telefonisch oder mit dem nebenstehenden Coupon bestellen. Auf Wunsch erhalten Sie auch Werbematerial (Plakate, Probeabogutscheine usw.) mitgeliefert. Ab einer Bestellung von 500 Stück können Sie aussuchen, wohin wir die Zeitungen liefern sollen (also zum Beispiel direkt zu Ihnen nach Hause). Wenn Sie weniger als 500 bestellen, suchen Sie einen Kiosk aus (entweder in Ihrer Nähe oder in der Nähe des Einsatzortes). Wir beliefern dann direkt diesen Kiosk, von dem Sie die jW-Ausgabe einfach abholen können.

    Damit wir die komplizierten Logistikaufgaben stemmen können, kommt es jetzt darauf an, dass sich möglichst viele Leserinnen und Leser bei unserem Aktionsbüro melden und mitteilen, wie viele Zeitungen sie für die Verteilung brauchen. Vergessen Sie nicht, dass Sie bereits beim regionalen Ostermarsch so eine Verteilung durchführen können. In den kommenden Wochen geben erfahrene Verteiler gute Ratschläge und Tipps für die Umsetzung. Wir zählen auf Sie!

    jW-Aktionsbüro

    Das jW-Aktionsbüro erreichen Sie per Mail an aktionsbuero@jungewelt.de sowie werktags telefonisch unter 00 49 (0) 30/53 63 55-10.

  • Gedruckt und digital zusammen denken

    jW-Entwicklerteam
    junge Welt digital und gedruckt

    Die junge Welt erscheint online in neuem Layout

    Seit Dienstag erscheint die Onlineausgabe der jungen Welt in neuer Gestaltung. Wir haben die digitale Zeitung nicht »neu erfunden«, wie dies die bürgerliche Konkurrenz gerne behauptet, wenn mehr Werbeflächen ausgezeichnet oder neue, raffinierte Bezahlmodelle mit großem Getöse unter die Leute gebracht werden. Manche unserer Neuerungen sind technisch nur Stand der Entwicklung: So ist die bisher eigenständige Mobil-Version entfallen, unsere Webseite erkennt die Größe des Displays und passt Auflösung und Anzeige an die Darstellungsmöglichkeiten an.

    Die Zeitungsbranche steht unter Druck. Neben den hausgemachten Problemen vieler Redaktionen wie der sinkenden Qualität und der personellen Ausdünnung spielen externe Faktoren eine Rolle. Nicht erst der Skandal um die außerordentliche Preiserhöhung der Deutschen Post AG macht deutlich: Der Korridor, um Printprodukte profitabel herzustellen, wird schmaler. Das betrifft auch uns. Wir sind auf Grossisten und die Post angewiesen, um unsere Zeitung auszuliefern. Und wir stellen kein Luxusprodukt her, dessen Preis beliebig erhöht werden kann: Wir produzieren ein tägliches Instrument, das bezahlbar bleiben muss, wenn es wirksam sein soll. Die Zeitung auf Papier als teures Nostalgieprodukt für wenige, die es sich leisten wollen: Für die jW ist dies kein gangbarer Weg.

    Wir geben die gedruckte Zeitung nicht vorschnell auf, wir verteidigen sie als demokratisches Gut mit entscheidenden Vorteilen: ihrer leichten Verteilbarkeit, ihrem Charakter als Werbeträger in eigener Sache. Doch wir müssen die Distribution, sei es gedruckt oder digital, stärker zusammen denken. Unsere neue Webseite ist ein Schritt dahin: ein digitales Abbild der Zeitung, die nun komplett auf der Startseite erschließbar ist. Machen Sie sich ein Bild auf unserer neu gestalteten Webseite. Das Onlineabo ist eine sinnvolle Ergänzung der Printzeitung – und umgekehrt.

  • Über die Revolutionen von 1918/19 und 1959 wird viel erzählt, aber wirklich fair berichtet wird darüber nur in der Tageszeitung junge Welt. Wir spannen den Bogen von der Oktoberrevolution über den 100. Jahrestag der Novemberrevolution bis zum siegreichen Einzug der kubanischen Revolutionäre vor 60 Jahren in Santiago de Cuba. Wenn das kein wunderbarer Anlass für den Einstieg in die Lektüre der marxistischen Tageszeitung junge Welt ist!

    Unser Revolutionsabo kostet nur 60 Euro (statt 115,20 Euro), läuft genau drei Monate und endet automatisch. Es muss nicht abbestellt werden und eignet sich daher auch als Geschenk für Familie, Freunde und Bekannte. Dazu können Sie sich eine passende Buchprämie aussuchen.

    Jetzt bestellen unter www.jungewelt.de/revolutionsabo!

  • Neue jW-Aktionspakete!

    Aktionsbüro
    jW 700x410 Aktionspaket.png

    Liebe Leserinnen und Leser,

    ab sofort können die neuen Aktionspakete zur aktuellen Aktion »Dein Abo gegen Dummheit, Lüge und Hass« bestellt werden. Die Plakate und Aufkleber sind eine gute Möglichkeit, um selbst aktiv zu werden, um Ihre Tageszeitung junge Welt bekannter zu machen. Das Material unterstützt die Bewerbung eines Abonnements der linken, unabhängigen Tageszeitung und kann an Infoständen sowie bei Aktionen verteilt werden.

    Bestellungen online hier, per E-Mail an aktionsbuero@jungewelt.de bestellen oder telefonisch unter 0049 30/5363 5510.

    Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

  • Zur Zukunft der jungen Welt

    Verlag, Redaktion und Genossenschaft

    Liebe Leserinnen und Leser der Tageszeitung junge Welt,

    Paragraph fünf, Absatz eins des Grundgesetzes legt fest: »Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.« Dieser hohe Anspruch stimmt mit der Wirklichkeit nicht überein, wie der Gründungsherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Paul Sethe, schon 1965 feststellte: »Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten«.

    Anspruch und Realität

    Immerhin waren einige darunter, die im Herstellen von Presseprodukten nicht nur eine Option sahen, Kapital rentabel zu verwerten: Verleger, die sich auch der Aufklärung, der Bildung und dem Fortschritt verpflichtet sahen. Mittlerweile ist die Zahl der gedruckten Presseerzeugnisse, vor allem aber die Zahl ihrer Eigentümer weiter stark gesunken. Und der einst hehre Anspruch, wichtiger Bestandteil einer bürgerlichen Demokratie zu sein, wird immer mehr durch reine Profitlogik verdrängt. Aufgrund von Auflagen- und Anzeigenrückgängen, gestiegener Preise für das Herstellen und Vertreiben des Produktes und sinkenden Einnahmen scheint das Herausgeben einer gedruckten Tageszeitung auf Dauer nicht mehr rentabel. Das tägliche Anbieten eines solchen Printproduktes stellt einen wichtigen Bestandteil der bürgerlichen Demokratie dar. Weil es zum einen Voraussetzung dafür ist, »sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten«, zum anderen über das systematische Aufnehmen und Verarbeiten von Inhalten das Denken schult. All das spielt in der aktuellen Diskussion zur Zukunft der Tageszeitungen so gut wie keine Rolle.

    Freier Zugang?

    Zwar können Texte auch über das Internet verbreitet werden – aber ihre Zugänglichkeit und ihre freie, ungehinderte Nutzung kann schon heute erheblich eingeschränkt werden, ohne dass es den Betroffenen überhaupt auffällt. Um sich umfassend informieren zu können, braucht es weiterhin gedruckte Zeitungen – und eine adäquate Infrastruktur, wie es mit dem deutschen Grossosystem entwickelt wurde: So haben auch kleinere Verlage zumindest eine Chance, an Zeitungsverkaufsstellen präsentiert und damit allgemein zugänglich zu sein. Gedruckter Tageszeitung und Grossosystem werden in der öffentlichen Diskussion wegen der schlechten Rahmenbedingungen jedoch keine Zukunft eingeräumt. Aber anstatt diese zu verändern, demontiert sich eine ganze Branche lieber Schritt für Schritt selbst. Obwohl aufklärerische Zeitungen in Zeiten des rechten Vormarsches wichtiger denn je wären.

    Rückzug nutzt Rechten

    Denn von diesem Rückzug profitieren rechte und faschistische Kräfte. Mit ihren Lügen, ihrer Demagogie fördern sie Hass, Angst und Dummheit – ohne dass sie von einer wachsamen demokratischen Medienöffentlichkeit wirksam demaskiert werden. Offensichtlich ist das von den Herrschenden so gewollt, denn nur so können sie auch künftig weitgehend ungestört den Abbau demokratischer und sozialer Rechte, den Aufbau eines gigantischen Militärapparates, der nach innen wie außen wirksam sein soll, vorantreiben. Nur so kann eine Stimmung im Lande geschaffen werden, in der auch ganz offiziell Kriege wieder vorbereitet und durchgeführt werden können.

    Statt dieser Entwicklung etwas entgegenzuhalten, setzen die großen Medienkonzerne ihre Ausstiegsszenarien um. Redaktionen werden zusammengelegt, geschlossen oder verkauft, coole Online-Fastfoodprodukte entwickelt, Geschäftsfelder verlegt. Selbst als links geltende Medienhäuser sind damit beschäftigt, ihre Tageszeitungen abzuschaffen. Die Tageszeitung (Taz), einst Inbegriff des alternativen Journalismus, kommt nicht auf die Idee, dass der Verfall ihrer verkauften Druckauflage weniger dem »allgemeinen Trend« zuzuschreiben ist als vor allem dem Umstand, dass sie sich selbst überflüssig macht: Zuerst über die Inhalte (Zeitungen, die mit dem deutschen Militär kooperieren, gibt es bereits genug), dann über das Format.

    Dick und gemütlich?

    Der Ausstieg der Taz begann vor etwas mehr als drei Jahren, als sie ihre Wochenendausgabe aufblies und darin die Zukunft der Zeitung sah (»Taz wird dick und gemütlich« hieß der dazugehörige Werbespruch). Die nächste Stufe der Demontage folgte in diesem Sommer, als Taz-Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch froh verkündete, dass in vier Jahren die Taz nur noch am Wochenende als Printausgabe erscheinen wird – und dies als progressive Entwicklung verkaufte. Auch das Neue Deutschland (ND) hat sich mittlerweile von der gedruckten Tageszeitung verabschiedet und bastelt an diversen digitalen Formaten herum. Ihr nächster Schritt in die Zukunft ist das Aufblasen der Wochenendpublikation bei gleichzeitigem Ausdünnen der anderen Tagesausgaben. Mit diesem Schritt hinkt das ND der Taz zwar mehr als drei Jahre hinterher – dafür wird das ND keine weiteren vier Jahre brauchen, um sich selbst als Tageszeitung abzuschaffen. Als ob es linksliberale Wochenzeitungen nicht schon zur Genüge gäbe. Aber weder politischen Kräften wie Gewerkschaften noch Medienhäusern ist es wichtig, sich für den Erhalt von gedruckten Tageszeitungen, Pressevielfalt und Pressefreiheit in Deutschland einzusetzen.

    Kampf geht weiter

    Ausgerechnet die Tageszeitung junge Welt – von den Verfassungsschutzbehörden als linksextrem gebrandmarkt – ruft nun ihre Leserinnen und Leser dazu auf, gemeinsam mit ihr einen Gegenpunkt zu setzen. Eine Tageszeitung wie die junge Welt wird dringend benötigt. Und zwar täglich, digital wie gedruckt und verteilbar. Wir wollen beweisen: Wenn der Gebrauchswert einer gedruckten Zeitung groß genug ist, kann man – entgegen allen Trends – die Auflage auch steigern. »Das gedruckte Wort … hat eine Kraft, der keine Mauern gewachsen sind, irgendwo ist immer ein Riss, den sie zu durchdringen vermag«, schreibt Peter Weiss in seinem Roman »Die Ästhetik des Widerstands«. Bis Ende Februar sollen 1.300 Printabonnements und 600 Onlineabos die junge Welt stärken – im Kampf gegen Dummheit, Lüge und Hass, aber auch im Kampf für den Erhalt einer gedruckten, linken Tageszeitung.

    Dietmar Koschmieder (Geschäftsführer Verlag 8. Mai)
    Stefan Huth (Chefredakteur junge Welt)
    Simon Zeise (Vorstandsvorsitzender LPG junge Welt eG)

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