Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
Gegründet 1947 Freitag, 24. Mai 2019, Nr. 119
Die junge Welt wird von 2189 GenossInnen herausgegeben
jW stärken!

  • Wer ist hier Verfassungsfeind?

    Letzter Aufruf: Verteiler für 15.000 Zeitungen gesucht. Inlandsgeheimdienst in Panik
    Dietmar Koschmieder
    Maiverteilung
    Das Motto bleibt aktuell

    Bekanntheitsgrad und verkaufte Auflage der Tageszeitung junge Welt müssen weiter steigen, nur so werden wir die vor uns stehenden Aufgaben meistern. Das können wir nur selber tun! Deshalb wollen wir gemeinsam mit Leserinnen und Lesern rund um den 1. Mai 100.000 Exemplare der jungen Welt im deutschsprachigen Raum verteilen! Es handelt sich um die Ausgabe vom 30. April/1. Mai, mit der wir eine zwölfteilige Serie mit dem Titel »Wer ist hier Verfassungsfeind? 70 Jahre Grundgesetz« von Otto Köhler starten. Sie begleitet unsere Kioskaktion: Überall wird die Belieferung von Einzelverkaufsstellen deutlich erhöht und erweitert. Unsere Überlegung: 100.000 Menschen erhalten die Ausgabe zum 1. Mai mit dem Start der Serie – viele von ihnen kaufen in den Folgetagen verstärkt die junge Welt im Einzelhandel! So gewinnen wir neue Leserinnen und Leser und erhöhen die verkaufte Auflage.

    Bisher haben 180 Verteiler rund 85.000 Zeitungen für 142 Orte bei uns bestellt. Unterstützung brauchen wir vor allem noch in Basel und Wien, in Baden-Württemberg, Bayern, im Saarland, in Hessen und Mecklenburg-Vorpommern. Bitte beachten: Wenn Sie sich an dieser gemeinsamen Aktion beteiligen wollen, sollte Ihre Bestellung bis kommenden Donnerstag, 18. April, beim Aktionsbüro vorliegen, damit wir direkt nach Ostern mit den Versandvorbereitungen loslegen können. Nutzen Sie also den nebenstehenden Coupon oder rufen Sie direkt bei unseren Kollegen im Aktionsbüro an und besprechen Sie die Details (Anliefermenge, Anlieferort usw.).

    Die große Verteilaktion der jungen Welt beunruhigt manche so sehr, dass sie in Panik geraten: Bundesinnenminister und Verfassungsschutzpräsident behaupten im aktuellen Verfassungsschutzbericht, dass die junge Welt eine Auflage von 156.000 Exemplaren (Eigenangaben der Organisation) habe. Der Unverschämtheit (die Erwähnung der jW in diesem Bericht) folgt eine doppelte Lüge: Weder ist die Auflage der jW so hoch, noch haben wir jemals solches behauptet. Nach Eigenangaben der Herren seien die einzelnen Ergebnisse des Berichtes analytisch eingeordnet und ideologisch und strategisch bewertet. Sehen die staatlichen Schnüffler ein Potential von so vielen Abonnenten, oder haben sie vor lauter Panik unsere normale Auflage mit der von der Verteilaktion rund um den 1. Mai verwechselt? Wer hier der Verfassungsfeind ist, klären wir in der jW-Serie. Einig sind wir uns mit den Herren immerhin, dass die junge Welt das bedeutendste und auflagenstärkste Printmedium im konsequent linken Bereich ist und dass Potential für eine höhere Auflage existiert. Das müssen wir uns aber erst erschließen.

    jungewelt.de/verteilen

  • Gemeinsam Pläne schmieden

    Peter Borak
    Solidarität mit Kuba
    Solidarität mit Kuba während der XXIV. Rosa-Luxemburg-Konferenz am 12. Januar in Berlin

    Medien spielen in der großen Schlacht der Ideen eine entscheidende Rolle. Ihre Berichte, Analysen und Kommentare stehen immer im Kontext von Interessen, aber auch von verfügbaren Informationen, subjektiven Erfahrungen und Meinungen der Autoren. Die Position der kubanischen Regierung lernt man am besten durch deren Zeitung kennen, weshalb ein Abonnement der Granma Internacional eine wichtige Ergänzung darstellt. Seit nun genau 25 Jahren gibt es die deutsche Version des kubanischen Zentralorgans. Monatlich werden konzentriert die wichtigsten Berichte aus der täglichen Granma-Ausgabe in deutscher Sprache zur Verfügung gestellt. Wenn das kein Grund zum Feiern ist! Der Verlag 8. Mai, in dem auch die junge Welt und die Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus erscheinen, lädt deshalb am Freitag, den 3. Mai, zu einem kleinen Empfang in die Berliner jW-Ladengalerie ein: Neben aktuellen Fotos, Livemusik und Cuba-Libre-Bar gibt es eine Gesprächsrunde zur aktuellen Situation in Kuba und Venezuela nach den Verschärfungen der Blockade durch die US-Regierung. Es soll aber nicht nur gefeiert und diskutiert werden: Gemeinsam bereiten wir an diesem Abend eine große Solidaritätsaktion für Lateinamerika vor! Alle Freunde der progressiven Kräfte in Lateinamerika sind herzlich eingeladen!

    jungewelt.de/ladengalerie

  • Praxiskurs II: Probeabonnenten gewinnen

    jW-Aktionsbüro

    Vergangene Woche haben wir Euch im Aktionsblog den Praxiskurs I: Verteilen der jungen Welt vorgestellt. Den Praxiskurs findet Ihr hier. Da wir auf den Ostermärschen und zu unserer 100.000-Aktion am 1. Mai aber nicht nur Zeitungen verteilen wollen, möchten wir Euch nun zeigen, wie Ihr die Demonstrationen nutzen könnt, um einige Probeabos zu sammeln.

    Was sind jW-Probeabos?
    Die jW-Probeabos laufen drei Wochen und sind vollkommen kostenlos und unverbindlich. Während solche Abos bei anderen Zeitungen gekündigt werden müssen, endet das unser Probeabo nach drei Wochen automatisch und muss daher auch nicht gekündigt werden.

    Wichtigkeit der Probeabos
    Nur wer die junge Welt kennt, wird sie auch abonnieren. Daher bieten wir die Möglichkeit die Zeitung kostenlos kennenzulernen. Ein erheblicher Teil unserer Probeleserinnen und -leser abonniert die junge Welt nach dem Ablauf der drei Wochen fest. Das heißt, je mehr Menschen ein Probeabo abschließen, desto mehr sind im Anschluss von einem Vollabo überzeugt. Nur so schaffen wir es, bei steigenden Kosten auch weiterhin eine unabhängige Tageszeitung herauszugeben.

    Sammeln von Probeabos
    Sprecht die Vorübergehenden bei der Verteilung oder an Eurem Infostand direkt an. Zum Einstieg bietet es sich an zu fragen, ob die junge Welt bereits bekannt ist. Wer die Zeitung noch nicht kennt, lässt sich vielleicht nach dem Lesen des Verteilexemplars von einem Probeabo überzeugen. Gebt ihm oder ihr auf jeden Fall einen Probeaboflyer mit. Wer die junge Welt kennt, sollte daran erinnert werden, dass es die Möglichkeit gibt, die Zeitung drei Wochen kostenfrei zu lesen. Sprecht die Möglichkeit bestenfalls bei jedem ausgehändigten Exemplar an und versucht, so viele Probeabos wie möglich zu sammeln. Vergesst nicht - jedes Probeabo hilft!

    Auch außerhalb von Verteilaktionen bei Demonstrationen ist das Sammeln von Probeabos möglich. Gibt es eine für Euch interessante Buchvorstellung in einem Buchladen oder eine politische Veranstaltung? Geht hin, verteilt die junge Welt und bietet das kostenlose 3-Wochen Probeabo an. Schließlich gibt es noch die Verwandschaft und Bekannte. Ist da nicht auch jemand dabei, den die junge Welt interessieren könnte?

    Ausfüllen der Probeabo-Listen
    Interessiert sich jemand für ein Probeabo, müssen die Daten für den Versand des Abos in die Probeabo-Listen aufgenommen werden. Weist anfangs auf den Kopfteil der Liste hin, da hier die Vertragsbedingungen stehen: "Kostenlos, unverbindlich, verlängert sich nicht automatisch und muss nicht abbestellt werden". Es gibt keine weiteren Abmachungen und nur dafür unterschreiben die Interessenten!

    Danach sollte darauf hingewiesen werden, dass ein Mitarbeiter oder Mitarbeiterin des Verlags nach dem Ablauf des Probeabos anrufen wird, um in Erfahrung zu bringen, ob die Zustellung funktioniert hat, der Inhalt in Ordnung ist und ob die junge Welt weiterhin abonniert werden soll. Die Telefonnummer ist daher besonders wichtig und sollte auf jeden Fall aufgenommen werden. Damit wir den Interessenten auch anrufen dürfen, muss er dies mit einem Häckchen unterhalb seines Namens quittieren. Lasst diesen Haken daher unbedingt setzen, da wir sonst nicht anrufen dürfen.

    Bestenfalls füllt Ihr die erste Spalte der Liste selbst aus, damit die Probeabonnentinnen und -abonnenten sich daran orientieren können.

    Wie bekomme ich Probeabo-Materialien?
    Alle, die bisher Zeitungen für den Ostermarsch oder den 1. Mai bei uns bestellt haben, bekommen kurz vor den Aktionen ein Aktionspaket zugeschickt. Darin enthalten sind Probeabolisten und -flyer sowie einige weitere Materialien wie Sticker und Poster. Solltet Ihr ein zusätzliches Paket wünschen, meldet Euch im Aktionsbüro (aktionsbuero@jungewelt.de oder +49 30 53635560) oder bestellt das Aktionspaket über das Onlineformular.

    Wir danken Euch schon jetzt für Eure Unterstützung und wünschen viel Erfolg bei der Verteilaktion und beim Sammeln von Probeabos.

    Solidarische Grüße,
    Euer jW-Aktionsbüro

  • Gegenkultur am 8. Juni und 7. Oktober

    Verlag und Redaktion
    Grafik von Käthe Kollwitz
    Grafik von Käthe Kollwitz

    Im Verlag unserer Genossenschaft erscheinen nicht nur die Tageszeitung junge Welt und die Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus – da werden auch noch jede Menge anderer interessanter Dinge veranstaltet. Auf zwei besondere Termine wollen wir Sie heute hinweisen:

    Am Pfingstsamstag, den 8. Juni findet die ganztägige M&R-Künstlerkonferenz im »Heimathafen« in Berlin-Neukölln statt. Die Veranstaltung beginnt um 10.30 Uhr mit »Diagnosen«: Künstler und Wissenschaftler analysieren den rechten Zeitgeist, die Gefahr einer »rechtsintellektuellen Wende« und Tendenzen der Entpolitisierung der Kunst. Publizisten beleuchten Verflachungsprozesse in der Kulturmedienlandschaft. Im zweiten Teil sollen »Perspektiven« gezeigt werden: die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen politisch engagierter Kunst, von Agitprop und satirischen Interventionen. Ebenso soll die Erinnerungskultur gegen ihre Ideologisierung und Kommerzialisierung verteidigt und so gerettet werden. Höhepunkt der Konferenz wird ab 20 Uhr eine Kulturgala mit Kompositionen, Liedern und Songs, Rezitationen und Performances sein. Weitere Informationen und Eintrittskarten sind ab sofort in der jW-Ladengalerie zu erhalten oder unter http://www.melodieundrhythmus.com/kuenstler-konferenz/.

    Am 7. Oktober 2019 wäre die DDR 70 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass laden wir an diesem Tag zur Festveranstaltung »Sagen wird man über unsere Tage« in das Freizeitforum Berlin-Marzahn ein. Die Festrede hält der langjährige jW-Chefredakteur Arnold Schölzel, Gina Pietsch und Bardo Henning haben ein feines Programm mit Werken von Brecht, Degenhardt, Hacks, Jewtuschenko, Gundermann und vielen anderen zusammengestellt. Karten können ab sofort im Freizeitforum und in der jW-Ladengalerie vorbestellt werden.

  • Gemeinsam Großartiges schaffen!

    Wir verteilen 100.000 Zeitungen im deutschsprachigen Raum!
    junge Welt bekannt machen, hier auf der Buchmesse Leipzig (März
    junge Welt bekannt machen, hier auf der Buchmesse Leipzig (März 2019)

    So eine Tageszeitung gibt es nicht noch einmal im deutschsprachigen Raum: Sie gehört der Genossenschaft ihrer Leserinnen und Leser und kann sich auch deshalb den Luxus leisten, das Weltgeschehen vom Standpunkt der Beschäftigten, Schüler und Studenten, Rentner und Hartz-IV-Empfänger aus zu beschreiben. Allerdings haben sehr viele von diesen noch gar nicht mitbekommen, dass es so eine Zeitung überhaupt gibt.

    Das wissen auch unsere Leserinnen und Leser – weshalb viele unser Aktionsbüro bei den Bemühungen, diese Zeitung bekannter zu machen, aktiv unterstützen. Das geschieht zu jeder Jahreszeit – aber einmal im Jahr wird gemeinsam gehandelt und Außergewöhnliches erreicht: Die Ausgabe der jungen Welt zum ersten Mai, die am 30. April erscheint, wird von Basel bis Kiel, von Frankfurt (Oder) bis Saarbrücken in mehr als 100 Städten und Gemeinden auf Veranstaltungen rund um den 1. Mai und in Fußgängerzonen verteilt. Bis Freitag wurden 75.600 Zeitungen bestellt. Jetzt kämpfen wir darum, dass in den nächsten 14 Tagen weitere 24.400 Exemplare geordert werden. Danach geht nichts mehr, weil Druck und Versand dieser riesigen Menge zuverlässig organisiert werden müssen.

    Und so kann man als jW-Leser aktiv werden: a) Überlegen Sie, wie viele Zeitungen Sie im Rahmen der örtlichen Veranstaltungen zum 1. Mai (und vielleicht auch über einen Infostand in der Fußgängerzone) anderen Menschen in die Hand drücken können. 2. Bestellen Sie 500 Zeitungen und mehr, liefern wir Ihnen diese direkt nach Hause. Wenn es weniger sind, beliefern wir einen Kiosk in Ihrer Nähe. Dort können Sie dann die Zeitungen am 30. April abholen. Nutzen Sie für Ihre Bestellung den nebenstehenden Coupon oder unser Internetformular!

    Falls Sie bei so einer Verteilaktion noch nie mitgewirkt haben: Rufen Sie uns an, wir stehen Ihnen für Fragen gerne zur Verfügung! Und freuen Sie sich mit uns, dass wir rund um den ersten Mai im einzelnen eine vielleicht bescheidene, zusammengenommen aber eine großartige Leistung vollbringen werden – eine, die keine andere Tageszeitung schafft!

    Aktionsbüro junge Welt

    aktionsbuero@jungewelt.de0 30/53 63 55-10

    Leserinnen und Leser werben für dreiwöchige Probeabos

    Eine andere hervorragende Möglichkeit, die junge Welt bekannt zu machen: unser dreiwöchiges (im europäischen Ausland zweiwöchiges) Probeabo! So kann man kostenlos und unverbindlich die Vorzüge dieser Zeitung kennenlernen. Nicht alle unserer Leserinnen und Leser können an der 100.000er-Verteilaktion teilnehmen, aber jeder, wirklich jeder kann bei der Probeabokampa mitmachen: Stellen Sie einfach einem Menschen aus Ihrem Umfeld die junge Welt vor. Und bitten Sie diesen, diese außergewöhnliche Zeitung doch mal zu testen. Und zwar zu äußerst fairen Bedingungen: Das Probelesen kostet und verpflichtet zu nichts! (Bei anderen Zeitungen ist es oft so, dass man bei nicht rechtzeitigem Abbestellen plötzlich ein richtiges Abo auf dem Hals hat.) Wichtig ist, dass Sie Ihren Kandidaten um Zustimmung für unseren Anruf bitten. Die Daten gehen nicht aus dem Haus, anrufen wird eine Kollegin bzw. ein Kollege vom Aktionsbüro. Wir würden gerne wissen, wie der Inhalt und die Zeitung angekommen sind. Und ob ein Folgeabo in Frage kommt. Für die Probeabobestellung nutzen Sie bitte den entsprechenden Coupon in dieser Zeitung oder im Internet.

  • Praxiskurs I: Die junge Welt verteilen

    jW-Aktionsbüro
    1100x526 Praxiskurs RZ.png

    Der April ist ein besonders arbeitsreicher Monat im Aktionsbüro der jungen Welt. Neben der Verteilung der Zeitung auf den Ostermärschen, planen wir die 100.000-Aktion zum 1. Mai. An diesem Tag wollen wir, neben der normale Auflage, zusätzlich 100.000 Exemplare der jungen Welt drucken, um sie auf den 1. Mai-Demonstrationen im gesamten deutschsprachigen Raum zu verteilen. Sowohl die Ostermärsche als auch der 1. Mai sind elementar wichtig für die Verbreitung der jungen Welt, da wir mit diesen Aktionen nicht nur die Friedensbewegung erreichen, sondern auch im gewerkschaftsnahen Umfeld neue Leserinnen und Leser finden können.

    Selbstverständlich sind beide Aktionen nur mit aktiven Unterstützerinnen und Unterstützern zu leisten, die gemeinsam mit uns anpacken, die junge Welt verteilen und aktiv auf potentielle Leserinnen und Leser zugehen, um sie von der Zeitung zu überzeugen. Da Euch, als Unterstützerinnen und Unterstützern, branchenübliche Marketingmethoden, Abofallen und Zahnpastawerbelächeln fremd sind, möchten wir Euch an dieser Stelle einen Praxiskurs in drei Teilen anbieten:

    Bestellung der Verteilexemplare

    Die Menge der zu verteilenden Exemplare richtet sich nach der Größe der Demonstration und der Anzahl an Unterstützerinnen und Unterstützern. Eine Faustregel besagt, dass wir 10 Prozent der Teilnehmenden mit der Zeitung erreichen. Erwarten die Veranstalter der Demonstration also 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, könnt ihr mindestens 500 Zeitungen verteilen. Eine zweite Faustregel besagt, dass geübte Unterstützerinnen und Unterstützer 150 bis 200 Zeitungen pro Stunde verteilen - ungeübte sollten mit 100 Exemplaren pro Stunde beginnen.

    Solltet Ihr die Verteilaktion alleine planen und weitere Unterstützung brauchen, könnt Ihr uns jederzeit Bescheid geben. Wir stellen den Kontakt zu anderen Unterstützerinnen und Unterstützern her und planen Aktionen gemeinsam mit Euch.

    Seid ihr ausreichend Unterstützende und wisst in etwa, wie viel Menschen an der Demonstration teilnehmen? Meldet Euch bis zum 12. April im Aktionsbüro und gebt die Bestellung der Verteilexemplare bei uns auf. Schreibt einfach eine kurze Nachricht an aktionsbuero@jungewelt.de oder ruft uns unter +49 30 53635561.

    Anlieferung der Verteilexemplare

    Grundsätzlich liefern wir alle Verteilexemplare ab 500 Stück direkt an eine Adresse Eurer Wahl. Gebt bei der Bestellung bitte auch eine Telefonnummer an, damit Ihr bei Ankunft der Lieferung angerufen werden könnt.

    Solltet Ihr weniger als 500 Exemplare verteilen wollen, liefern wir die Zeitungen an eine Verkaufsstelle Eurer Wahl. Fragt dazu bitte vorher nach, ob die Lieferungen dort angenommen werden können. Für die Verkaufsstelle fallen dabei keine Kosten an.

    Die Auslieferung der Exemplare für den 1. Mai 2019 findet am 30. April statt.

    Ort und Zeitpunkt der Verteilung

    Sicherlich wisst Ihr bereits, wo die Demonstrationen stattfinden und wie die örtlichen Gegebenheiten sind. Sucht daher bereits vorab einen Ort, an dem die Zeitungen trocken gelagert und schnell von allen Verteilenden erreicht werden können.

    Auch der Zeitpunkt der Verteilung ist entscheidend. Da sich die Zeitung während einer Demonstration schwerer verteilen lässt, empfiehlt es sich bereits auf den Auftaktkundgebungen damit zu beginnen. Solltet Ihr auch einen Infostand angemeldet haben, ist das die beste Gelegenheit Demonstrantinnen und Demonstranten von unserer Zeitung und von einem Probeabo zu überzeugen.

    Die Verteilung

    Während der Verteilung sollten nicht mehr als 30 Exemplare auf einem Arm gehalten werden. Haltet die Zeitungen so, dass der Titel sichtbar ist. Mit der freien Hand wird den Vorübergehenden ein Exemplar angeboten. Sätze wie "die junge Welt - heute kostenlos" oder "junge Welt kostenlos probelesen" haben sich dabei bewährt. Weniger erfolgsversprechend ist eine passive Verteilung, bei der das zu verteilende Exemplar kommentarlos nach oben gehalten wird. Sind alle Exemplare verteilt, wird am vereinbarten Ort Nachschub geholt.

    Haltet auch Antworten, auf die wichtigsten Fragen zur jungen Welt bereit. Viele, die eine Zeitung in die Hand bekommen wollen wissen, wer diese Zeitung herausgibt, wie sie sich finanziert und was ihre Inhalte sind. Kurze und knappe Antworten informieren die Interessierten und geben Euch die Möglichkeit die restlichen Zeitungen zu verteilen.

    Lasst Euch nicht unterkriegen, wenn größere Gruppen von Demonstrantinnen und Demonstranten kein Exemplar nehmen wollen. Auch Provokationen sind aufgrund unserer klaren Haltung gegen Dummheit, Lüge und Hass nicht auszuschließen. Ignoriert sie und konzentriert Euch darauf, potentielle Leserinnen und Leser zu erreichen.

    Eine gute Planung ist wichtig, trotzdem sollte jede und jeder eigene Erfahrungen sammeln. Dazu bestellt Ihr direkt beim Aktionsbüro Eure Verteilexemplare und verteilt sie auf den großen Demonstrationen in Eurer Stadt!

    Solidarische Grüße,
    Euer jW-Aktionsbüro

  • Gedruckte Zeitung am Ende?

    Wir bitten die Leserinnen und Leser der jungen Welt, mit uns mit Probeabonnements dagegen anzukämpfen
    Gedruckte Zeitung am Ende?
    Jeder Leser wirbt mindestens ein Probeabo

    Der Abgesang auf das Format gedruckte Tageszeitungen im Allgemeinen und die Angriffe auf die Tageszeitung junge Welt im Speziellen nehmen weiter zu. Ausgerechnet die Taz orakelte vor einem halben Jahr, dass es die überregionale täglich gedruckte Zeitung nicht mehr lange geben wird. Vor einigen Tagen hat Hochschulprofessor Klaus Meier ausgerechnet, dass in 14 Jahren die letzte gedruckte Regionalzeitung erscheinen wird. Eines der Kernprobleme: Große Medienhäuser wie Springer, Funke oder DuMont wollen sich vom Geschäft mit gedruckten Tageszeitungen verabschieden. Sie machen Zeitungen, um Profite zu erwirtschaften – und genau das wird immer schwieriger. Ebenfalls profitorientierte Dienstleister wie die Deutsche Post AG kontern solche Entwicklungen mit unverschämten Preissteigerungen – für die Zustellung der jungen Welt fordert sie beispielsweise trotz anderer Absprachen mal eben über 90.000 Euro zusätzlich – nicht einmalig, sondern jedes Jahr! »Isch over!« kommentierte das ein Leser.

    Von wegen! Wir kämpfen darum, dass es die junge Welt auch in Zukunft auf Papier geben wird. Wir halten die gedruckte Tageszeitung (gerne in Kombination mit der digitalen jW-Ausgabe) für ein wichtiges Instrument der Aufklärung. In Zeiten, in denen sich rechte Ideologen offenbar grenzenlos ausbreiten können, wird ein solches Produkt dringender denn je benötigt. Die veränderten Rahmenbedingungen in der Branche sowie politische Zuspitzungen und Angriffe erschweren uns die Arbeit allerdings erheblich – die junge Welt kann nur dann weiterexistieren, wenn sie auch künftig die verkaufte Auflage (Abos gedruckter wie digitaler Ausgabe, Kioskverkauf) steigern kann.

    Genau dies ist aber nur möglich, wenn wir ständig den Bekanntheitsgrad der jungen Welt erhöhen und immer mehr Menschen finden, die sich ein Abo leisten. Deshalb verteilen wir auch in diesem Jahr rund um den 1. Mai 100.000 gedruckte Zeitungen zusätzlich zur regulären Auflage. Deshalb wollen wir im Monat Mai mit einer Kioskkampagne Präsenz und Verkauf der Zeitung im Einzelhandel deutlich steigern. Damit dies gelingt, brauchen wir zunächst eine möglichst hohe Anzahl von Probeabobestellungen. Unsere Erfahrung sagt: Wenn es gelingt, in den nächsten Tagen viele Probeleser zu gewinnen, endet deren Probeabo Ende April, Anfang Mai. Einige werden die junge Welt danach abonnieren, andere die Zeitung am Kiosk kaufen. Wir sorgen mit unseren Vertriebspartnern dafür, dass die junge Welt im Mai verstärkt im Einzelhandel zu finden sein wird. Deshalb unsere Bitte an Sie: Helfen Sie uns ganz konkret, möglichst viele Probeleser an die junge Welt heranzuführen! Werben Sie in den nächsten zwei bis drei Wochen mindestens einen Probeleser! Erklären Sie einem Freund, einem Bekannten die Vorteile der Zeitung – nicht ohne den Hinweis, dass dies über ein faires Angebot überprüft werden kann: Mit einem kostenlosen Probeabo, das nicht abbestellt werden muss, weil es automatisch endet! Nutzen Sie den nebenstehenden Coupon! Jedes Probeabo zählt!

    Dietmar Koschmieder (Geschäftsführung Verlag 8. Mai),
    Stefan Huth (Chefredaktion junge Welt),
    Simon Zeise (Vorstand LPG junge Welt eG)

    jungewelt.de/probeabo

  • Maiverteilung
    Vorwärts und nicht verstecken!

    Sie ist die wichtigste zentrale Kampagne, die von der Tageszeitung junge Welt und ihren Leserinnen und Lesern durchgeführt wird. Und sie belegt einen der großen Vorteile der Druckausgabe: Die große Zeitungsverteilaktion rund um den ersten Mai im gesamten deutschsprachigen Raum! In diesem Jahr werden zu den 26.000 Zeitungen der regulären Ausgabe vom 30. April/1. Mai weitere 100.000 Exemplare gedruckt und von aktiven Lesern verteilt. Damit die junge Welt bekannter wird und zusätzliche Leserinnen und Leser sowie Abonnements gewinnt. So brechen wir das Schweigekartell der bürgerlichen Medien, verbreiten unterdrückte Informationen und Einschätzungen über den bisherigen Leserkreis hinaus.

    An der Umsetzung dieser wahrhaft revolutionären Aufgabe beteiligen sich bisher über 100 Unterstützer aus 94 Städten und Gemeinden im deutschsprachigen Raum, die – viele von ihnen gemeinsam mit anderen – bisher 65.650 Zeitungen verteilen werden. Nicht schlecht, reicht aber noch nicht! Bitte beteiligen auch Sie sich an der Aktion und bestellen Sie einen oder mehrere Packen der Zeitung, um sie rund um den ersten Mai in der Fußgängerzone, bei der 1.-Mai-Kundgebung und bei anderen Veranstaltungen in Ihrer Stadt zu verteilen. Wir liefern Ihnen Zeitungen und Werbematerial frei Haus. Sie können sich aber auch direkt mit unserem Aktionsbüro in Verbindung setzen und alle weiteren Fragen klären.

    Aktionsbüro junge Welt

    0 30/53 63 55-10, aktionsbuero@jungewelt.de

    jungewelt.de/erstermai

    Am Beginn dieses Jahres starteten die dreimonatigen Revolutionsabos. Für viele war das eine Option, unsere Zeitung zu testen. Andere haben das befristete Abo geschenkt bekommen. Drei Monate konnten sie sich davon überzeugen, dass diese Zeitung unverzichtbar ist: Egal, ob Syrien, Venezuela, Jugoslawien, egal, ob Geheimdienstskandal, Wirtschaftsverbrechen oder Kriegstreiberei: In der jungen Welt findet man Einschätzungen, Informationen und Kommentare, die sich von denen aller anderen Zeitungen wohltuend unterscheiden. Wenn Sie von diesen Informationen künftig nicht abgeschnitten sein wollen: Abonnieren Sie die junge Welt richtig, ein Anruf bei unserem Aboservice genügt! Sie brauchen diese Zeitung – und wir brauchen Ihr Abonnement, um die junge Welt weiter herausgeben zu können!

    Aboservice: 0 30/53 63 55-80, abo@jungewelt.de

  • 100.000 junge Welt am 1. Mai

    jW-Aktionsbüro

    Während vor unser aller Augen die nächsten Kriege entfesselt werden, bereiten sich rechte Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr auf den "Tag X" vor. Der Abbau sozialer Rechte und Demokratie stehen ebenso auf der Tagesordnung, wie die Zerstörung unserer Umwelt. Die junge Welt berichtet nicht nur täglich über diesen kapitalistischen Normalbetrieb, sondern beleuchtet auch die Hintergründe von einem marxistischen Standpunkt aus.

    Eine deutlich bessere Verbreitung der Tageszeitung junge Welt ist deshalb ein wichtiger Beitrag im Kampf für Frieden und internationale Solidarität, sowie gegen Umweltzerstörung, Kapitalismus und Faschismus. Es kommt eben darauf an, dass immer mehr Menschen wissen, dass hinter den Problemen unserer Zeit konkrete Kapitalinteressen stehen.

    Aus diesem Grund möchten wir, gemeinsam mit aktiven Leserinnen und Lesern, die Demonstrationen rund um den 1. Mai dazu nutzen, die junge Welt sichtbarer zu machen. Die normale Auflage der jungen Welt wird daher am 30. April - 1. Mai 2019 um 100.000 Exemplare vergrößert, die wir gemeinsam mit Euch verteilen möchten.

    Dieses Jahr kommt aber eine Zuspitzung hinzu. Die junge Welt erhielt unerwartet und für sie allein im November einen Brief von der Deutschen Post, in dem sie uns diktiert, dass wir ab nächstem Jahr mindestenes 90.000 Euro mehr für ihren Zustelldienst zu zahlen haben. Damit sind wir in einer öknomisch anderen Situation. Wir benötigen also viele neue Abonnentinnen und Abonnenten. Und ein guter Schritt dahin sind viele Probeabos. Daher geht an Euch die Bitte: Verteilt die junge Welt, aber macht auch Probeabos dabei. Nicht wenige dieser Probeabonnentinnen und Abonnten werden feste Leserinnen und Leser.

    Ihr möchtet Euch an der 100.000-Aktion beteiligen?
    Bestellt Eure Verteilexemplare direkt online über das Bestellformular oder meldet Euch im Aktionsbüro (aktionsbuero@jungewelt.de oder 030-53635561).
    Bei einer Menge von 500 Exemplaren, liefern wir diese direkt zu Euch nach Hause oder an eine andere Wunschadresse. Weniger als 500 Zeitungen liefern wir die Zeitungen an einen Kiosk Eurer Wahl. Fragt dazu einfach beim Kiosk nach, ob die Lieferungen angenommen werden können (es entstehen keine Kosten).

    In den kommenden Wochen werden wir Euch hier im Blog, Tipps und Hinweise für die Verteilung der jungen Welt und für die Gewinnung von Probeabos geben.

    Wir freuen uns auf Eure Beteiligung.
    Euer Aktionsbüro

  • Unterstützung auf den Ostermärschen 2019

    jW-Aktionsbüro

    Seit nunmehr 60 Jahren sind die Ostermärsche ein fester Termin der westdeutschen Friedensbewegung. Ins Leben gerufen wurden sie nach dem Beschluss der Bundesregierung unter Konrad Adenauer zur "nuklearen Teilhabe" im Jahr 1958. Auch der NATO-Doppelbeschluss zur atomaren Aufrüstung Europas im Jahr 1979 und die Beteiligung der BRD im Irak-Krieg 1991 standen im Fokus der Friedensbewegung und der Ostermärsche. Die andauernde imperialistische Aggression gegen Syrien, Iran, Afghanistan und Jemen, sowie die Kündigung des INF-Vertrages und die bevorstehende Osterweiterung der NATO ruft die Friedensbewegung auch in diesem Jahr wieder auf die Straße, um für Frieden und Abrüstung einzustehen.

    Als konsequent antimilitarische und dem Völkerrecht verpflichtete Tageszeitung darf die junge Welt daher auf keinem Ostermarsch fehlen. Dafür sind wir aber auf Eure Hilfe angewiesen:

    Verteilt die junge Welt auf dem Ostermarsch in Eurer Stadt!

    Ihr wollt Euch den Ostermärschen beteiligen und die junge Welt verteilen? Nutzt das Bestellformular für Verteilexemplare oder meldet Euch im Aktionsbüro (030-53635561 oder aktionsbuero@jungewelt.de), damit wir die Anlieferung der Zeitungen mit Euch besprechen können.

    Wir freuen uns über Eure Unterstützung.

    Euer Aktionsbüro

  • Die junge Welt ist mehr als eine Tageszeitung. Sie bildet das Zentrum eines politischen Gesamtkunstwerkes. So stellen wir am 24. März an unserem Stand auf der Leipziger Buchmesse eine im Verlag 8. Mai erschienene kritische Neuausgabe von Lenins »Staat und Revolution« vor. Am selben Ort erhältlich: Die soeben erschienene Broschüre mit den wichtigsten Beiträgen der XXIV. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz. Mit regelmäßig rund 3.000 Besuchern ist sie das größte Treffen linker Kräfte im deutschsprachigen Raum. Alljährlich kann man dort die junge Welt auf besondere Weise erleben. In etwas kleinerem Format bietet unsere Ladengalerie in der Berliner Torstraße mehrmals im Monat ähnliches. Eine gute Tradition haben Veranstaltungen mit einem unserer wichtigsten Partner und Freunde, dem Schauspieler Rolf Becker. Als er 2013 das »Kommunistische Manifest« rezitierte, mussten wir wegen der großen Nachfrage in den Berliner »Heimathafen« ausweichen. Mehr als 200 Gäste hörten begeistert zu. Am 26. März wollen wir daran anknüpfen, Rolf Becker wird in der jW-Ladengalerie die wohl berühmteste Rede Fidel Castros vortragen. Mit den Worten »Die Geschichte wird mich freisprechen!« beendete der spätere Comandante en Jefe am 16. Oktober 1953 sein Verteidigungsplädoyer vor dem Militärgericht in Santiago de Cuba. Die Richter konnten ihn verurteilen, doch nicht verhindern, dass das politische Programm, das Fidel in seiner Rede entwickelte, seit nunmehr 60 Jahren auf der sozialistischen Insel umgesetzt wird. jW-Kuba-Korrespondent Volker Hermsdorf führt in den Abend ein. Noch sind Kartenreservierungen telefonisch unter 030/53 63 55 56 oder per E-Mail unter mm@jungewelt.de möglich.
    Kollektiv der Ladengalerie

  • Gemeinsam gegen die Kriege der NATO!

    Das dreiwöchige jW-Probeabo hilft bei der Vernetzung
    jW in Aktion: Zeitungsverteilung am 1. Mai in Berlin
    jW in Aktion: Zeitungsverteilung am 1. Mai in Berlin

    Erstmals präsentiert der Verlag 8. Mai auf der Leipziger Buchmesse seine beiden wichtigsten Produkte an zwei separaten, zugleich aber eng aufeinander abgestimmten Ständen. Das demonstriert: Die Tageszeitung junge Welt, zu deren Weiterführung der Verlag 1995 gegründet wurde, wird nunmehr auf Dauer und mit höherem Qualitätsanspruch von der traditionsreichen Zeitschrift Melodie & Rhythmus publizistisch begleitet. Innerhalb von neun Jahren entwickelten wir dazu das frühere Popjournal schrittweise zu einem Magazin für Gegenkultur weiter. Das Wochenendspezial »Deutschlands Kriege«, das dieser jW-Ausgabe beiliegt, und das gerade erschienene M & R-Heft 2/2019 mit dem Schwerpunkt »Kriegspropaganda« zeigen, was möglich ist, wenn Tageszeitung und Quartalszeitschrift einander ergänzen.
    Gemeinsam kämpft es sich besser gegen Ausbeutung, Faschismus und Krieg, gegen Dummheit, Lüge und Hass. Für eine Welt, in der es gerecht, aufgeklärt, solidarisch und friedlich zugeht. Gerade der Kampf für den Frieden ist das Anliegen, dem sich sowohl junge Welt als auch M & R seit ihrer Gründung verschrieben haben. Zwanzig Jahre nach dem Tag, an dem erstmals seit 1945 deutsche Soldaten wieder in einen Aggressionskrieg geschickt wurden, erscheint diese Schwerpunktsetzung notwendiger denn je. Die von der NATO nach dem Untergang der Sowjetunion konzipierte und in den letzten Jahren vorangetriebene Weltkriegs(un)ordnung reicht von heißen Kriegen wie in Afghanistan und Syrien bis zu (noch) kalter Eskalation wie gegenwärtig in Venezuela. Die Hauptstoßrichtung gilt Russland und China. Diesem menschheitsgefährdenden Treiben ein Ende zu setzen, braucht die Friedensbewegung neuen Schwung. Dieser ist undenkbar ohne eine Berichterstattung, die Kriegstreiber demaskiert und deren Lügen entlarvt. Gleiches gilt, wenn es darum geht, der dramatischen Rechtsentwicklung in der Gesellschaft und dem um sich greifenden Abbau demokratischer und sozialer Rechte Handfestes entgegenzusetzen.

    Die junge Welt analysiert das innen- und außenpolitische Geschehen täglich von einem Klassenstandpunkt aus. Sie fragt nach, in wessen Interessen Politik gemacht wird. Das kann sie sich leisten, weil sie ihre verlegerische und journalistische Arbeit unabhängig von Banken, Parteien, Kirchen und Unternehmen macht. Sie ist allerdings darauf angewiesen, dass jene, die diese Zeitung nutzen, sie auch abonnieren. Denn nur so kann professioneller Journalismus auch bezahlt werden. Nun ist es aber so, dass man eine Zeitung erst einmal kennenlernen muss, bevor man bereit ist, ein Abonnement abzuschließen. Deshalb starten wir heute unsere Probeabo-Aktionswochen, in denen wir bis Ende April Tausende neue Leserinnen und Leser erreichen und für unser Netzwerk gegen Dummheit, Lüge und Hass gewinnen wollen. Denn so richtig überzeugend ist die junge Welt vor allem dann, wenn sie mal drei Wochen am Stück gelesen werden kann. Das bietet völlig unverbindlich das kostenlose jW-Probeabo. Im europäischen Ausland gilt es zwei Wochen. Es muss nicht abbestellt werden, weil es automatisch endet. In Leipzig können Sie es direkt an unserem Messestand bestellen, ansonsten auch online über jungewelt.de/probeabo oder telefonisch (030/53 63 55 84). Oder noch einfacher: Sie füllen den nebenstehenden Coupon aus und senden ihn uns zu.

    Verlag und Redaktion

  • Das jW-Unterstützungslied

    jW-Aktionsbüro

    Die Unterstützung für die junge Welt kann verschiedene Formen annehmen. Kreative Aktionen sind dabei immer gern gesehen. Dass wissen auch Günter und Helga, die nach der XXIV. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz ein Unterstützungslied geschrieben haben. Die Uraufführung fand auf der HelferInnen-Party am 1. Februar in der jW-Ladengalerie statt.

    Den Text wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten:

    Das jW-Unterstützungslied 2019

    Sie lügen wie gedruckt,
    wir drucken wie sie lügen.
    Wer heut sich wegduckt,
    den wird der Mainstream verbiegen.
    Mit Dummheit, Lüge und Hass
    dagegen schreibt unser Blatt nur was.

    Refrain
    Drum machen wir die jW bekannt,
    überall in Stadt und Land.
    Bei Wind und Wetter konsequent,
    dass jeder bald die Zeitung kennt.
    Melodie & Rhythmus obendrein,
    die Granma auch, so muss es sein.

    Der Höhepunkt in jedem Jahr
    RL-Konf, ist ja klar.
    Das größte Treffen linker Kräfte im Land,
    international beachtet und anerkannt.
    Und immer mit Erfolg dabei
    Ladengalerie, Verlag 8. Mai.

    Refrain

    Im Frühjahr ist es wieder so weit
    eine neue Aktion, wir sind bereit!
    Der DP* trotzen wir enorm,
    neue Abos bringen uns nach vorn.
    So gehen wir in jeden Tag,
    voller Kraft, dass es gelingen mag.

    Refrain

    * DP = Deutsche Post AG

    Wir freuen uns über diese Art der Unterstützung und hoffen auf viele weitere kreative Ideen.

    Euer Aktionsbüro

  • Arbeiten mit jW-Beilagen

    jW-Aktionsbüro

    Bei einer tagesaktuellen Berichterstattung können viele Themen nicht immer in ihrer Komplexität ausgeführt werden. Aus diesem Grund erstellen unsere Kolleginnen und Kollegen aus der Redaktion regelmäßig thematische Beilagen, in denen die jeweilige Materie noch einmal genauer betrachtet wird. Diese erscheinen mehrmals monatlich in der jungen Welt.

    Mit analytischen Betrachtungen, ausführlichen Interviews und Hintergrundberichten werden die Themen so aufgearbeitet, dass die Beilagen auch weit über ihren Erscheinungstermin hinaus aktuell sind. Die Beilagen eignen sich daher hervorragend für die politische Arbeit und helfen potentielle Leserinnen und Leser von einem Abo der jungen Welt zu überzeugen.

    Unterstützerinnen und Unterstützer können die Beilagen jederzeit kostenlos beim Aktionsbüro bestellen. Nutzt daher die Gelegenheit, unsere Beilagen bei Eurer politischen Arbeit einzusetzen. Schreibt uns eine kurze Mail an aktionsbuero@jungewelt.de und nennt Lieferadresse, Name sowie Menge der Beilage und wir schicken sie Euch schnellstmöglich zu.

    Beilagen 2019

    21.03. - Literatur zur Leipziger Buchmesse
    23.03. - Deutschlands Kriege (thematische Wochenendbeilage)
    03.04. - EU und Großbritannien
    24.04. - 1. Mai
    08.05. - Antifa
    15.05. - Palästina/Israel
    29.05. - Kinder
    12.06. - Literatur
    03.07. - Wein
    17.07. - Stadt & Stadtentwicklung
    24.07. - Unser Amerika
    07.08. - Ökologie und Klassenkampf
    28.08. - Österreich
    31.08. - Krieg und Frieden (erweiterte Wochenendbeilage)
    11.09. - Wissenschaft und Technik
    25.09. - 70 Jahre neues China
    05.10. - DDR (erweiterte Wochenendbeilage)
    16.10. - Literatur zur Buchmesse Frankfurt am Main
    23.10. - Bildung
    20.11. - "Blende"-Fotowettbewerb
    27.11. - Behindertenpolitik
    11.12. - Alternatives Reisen
    18.12. - Kapital und Monopol

  • Jede Aktion zählt!

    jW-Aktionsbüro

    Wer die Berichterstattung der jungen Welt verfolgt, weiß, dass es unsere Tageszeitung nicht immer leicht hat. Regelmäßig sind wir politischen und ökonomischen Angriffen ausgesetzt, die darauf abzielen, unsere Zeitung und damit einen konsequent antikapitalistischen Blickwinkel aus der Medienlandschaft zu verdrängen. Die kurzfristig angekündigte Preiserhöhung der Deutschen Post AG über 90.000 Euro jährlich, welche die junge Welt stärker trifft als andere Tageszeitungen, sei hier nur stellvertretend genannt.

    Trotz der andauernden schwierigen Situation wollen wir für den Erhalt unserer Zeitung kämpfen, damit wir weiterhin Eure Zeitung gegen Dummheit, Lüge und Hass bleiben können. Dass uns das tagtäglich gelingt, liegt nicht zuletzt an unseren treuen Leserinnen und Lesern. Für viele von ihnen ist die junge Welt ein unverzichtbarer Teil des Alltags geworden, denn sie erhalten durch diese Zeitung die Informationen die sie brauchen, um das politische Geschehen einordnen zu können.

    Viele unserer Leserinnen und Leser verbreiten darum die junge Welt mit kleinen Aktionen. So wird die gelesene Tagesausgabe sichtbar in der Bahn oder im Pausenraum liegen gelassen oder in der Nachbarschaft in den Briefkasten gesteckt. Andere planen größere Aktionen, schließen sich zu Leserinitiativen zusammen und suchen gezielt nach neuen Abonnentinnen und Abonnenten.

    Jede Aktion hilft uns dabei sichtbarer zu werden, um mit neuen Leserinnen und Lesern für die junge Welt einzutreten. Im Folgenden möchten wir Euch einen Überblick darüber geben, wie Ihr für die junge Welt aktiv werden könnt:

    Die junge Welt sichtbar machen

    • Bestellt Aktionspakete und bekommt Flyer, Probeabo-Listen, Aufkleber und Plakate. Klickt dazu einfach hier.
    • Lasst Eure gelesene Zeitung in der Bahn oder im Bus, im Betrieb oder im Café liegen. Die Titelseite sollte dabei gut sichtbar sein.
    • Werdet online aktiv und helft uns auch online sichtbarer zu werden. Wie das geht, erfahrt Ihr hier.
    • Übernehmt eine Kioskpatenschaft und betreut einen Kiosk beim Verkauf der jungen Welt. Im Aktionsbüro erklären wir Euch gern, wie das am besten funktionieren kann.

    Die junge Welt verteilen

    • Macht mit bei der 100.000-Aktion zum 1. Mai und verteilt die Zeitung auf der Demonstration in Eurer Stadt. Mehr über die Aktion erfahrt Ihr hier.
    • Bestellt Verteilexemplare beim Aktionsbüro, um die junge Welt auf Parteitagen und Kongressen, Streiks und Gewerkschaftstreffen, Demos oder Mahnwachen zu verteilen. Wie ihr zu Euren Verteilexemplaren kommt, erfahrt Ihr hier.
    • Meldet Infostände in der Fußgängerzone oder auf Demonstrationen an und verteilt die junge Welt dort. Gern helfen wir Euch bei der Organisation der Stände.

    Schließt Euch zusammen

    • Vernetzt Euch mit dem Aktionsbüro (aktionsbuero@jungewelt.de)! Wir geben Euch Tipps und Kontakt zu aktiven Leserinnen und Lesern in Eurer Region.
    • Sucht Verbündete und plant gemeinsame Verteilaktionen.
    • Gründet Leserinitiativen in Eurer Stadt! Wir helfen Euch beim Aufbau und laden gemeinsam mit Euch zu Lesertreffen ein. Meldet Euch dazu im Aktionsbüro (aktionsbuero@jungewelt.de).
    • Abonniert unseren UnterstützerInnen-Newsletter und lest monatlich über weitere Unterstützungsmöglichkeiten. Schreibt dazu eine kurze Mail an das Aktionsbüro (aktionsbuero@jungewelt.de).

    Gewinnt neue Leserinnen und Leser

    • Wir bieten Interessierten die Möglichkeit die junge Welt drei Wochen kostenlos kennenzulernen. Das Probeabo ist unverbindlich und bedarf keiner Kündigung. Verschickt dazu eine Mail unter folgendem Link oder nutzt unsere Probeabo-Listen, die wir Euch kostenlos per Post schicken. Jedes Probeabo zählt, da wir so viele neue Abonnentinnen und Abonnenten gewinnen können.
    • Verschenkt Probeabos an Freunde, Familie und Bekannte!
    • Gibt es Menschen in Eurem Umfeld, die die junge Welt nur sporadisch lesen? Erklärt Ihnen, dass nur Abos die dauerhafte Existenz unserer Zeitung sichern können.
    • Steigt selbst auf ein höheres Abo um oder bucht für einen geringen Aufpreis das Online-Abo zu Eurem Print-Abo hinzu.

    Egal, für welchen Beitrag Ihr Euch entscheidet jede noch so kleine Aktion hilft. Solltet Ihr weitere kreative Ideen haben, freuen wir uns auf eine Nachricht.

    Solidarische Grüße,
    Das jW-Aktionsbüro

  • Überzeugung leisten

    Onlineaboaktion der jW endet am Sonntag
    119812.jpg

    Seit Dezember letzten Jahres gehen die Uhren in der jungen Welt anders. Plötzlich standen für 2019 über 90.000 Euro mehr auf der Kostenseite, weil der Vorstand der Post AG das jenseits aller Abmachungen so beschlossen hatte. Es blieb nur eins: uns an diejenigen zu wenden, die allein helfen können – an unsere Leserinnen und Leser. Die junge Welt bietet Nachrichten, damit man Geschehnisse einschätzen und nach eigener Einsicht politisch agieren kann. Wir alle wollen eine andere Welt.

    Diese Symbiose kann nur bestehen, wenn wir uns an die einzig gültige Regel des real existierenden Kapitalismus halten: Geld oder Leben. Darum triezen wir Sie seit Wochen: Erkennen Sie die Dramatik, haben aber noch kein Abo, dann machen Sie es bitte jetzt! Das Geld, das wir damit einnehmen, finanziert langfristig das Erscheinen der jungen Welt.

    Seit dem 2. März bewerben wir das Onlineabo. Wir haben unsere Website gründlich überarbeitet. Sie ist nun deutlich aufgeräumter. Vieles funktioniert auf Tablets und Smartphones besser als vorher. Das hat zahlreichen Lesern gefallen und sie dazu animiert, ein Onlineabo zu bestellen. Dennoch müssen wir weitere Überzeugungsarbeit leisten. Das gilt im besonderen für jene immer noch unzähligen Leserinnen und Leser, die jW-Informationen abofrei nutzen.

    Mit Abo bietet die junge Welt online mehr als ohne: Sie können alle Artikel einer Tagesausgabe studieren, viele direkt kommentieren oder die komplette Nummer als PDF herunterladen. Sie können unser Archiv nutzen. Sie bekommen Zugriff auf alle Artikel in den thematischen Dossiers.

    Überzeugen wollen wir auch die Besucher der Buchmesse in Leipzig. Vom 21. bis zum 23. März werden wir an unserem Stand K 300 in der Halle 5 auf einem großen Monitor den neuen Webauftritt präsentieren. Jeder kann scrollen und anklicken, was er will. Wir hoffen, dadurch neue Interessenten für unser linkes Zeitungsprojekt zu gewinnen.

    Überzeugungsarbeit leisten wir darüber hinaus, indem wir im Netz peu à peu noch mehr bieten, denn der Relaunch geht weiter. Ab dem kommenden Montag verlängern wir unsere Arbeitszeit in der Redaktion. Nach dem Druck der Zeitung setzen wir Meldungen ins Netz, die Sie woanders nicht lesen werden. So gesehen, sollte es kein Halten mehr geben: Schließen Sie ein Onlineabo ab unter jungewelt.de/abo.

    Entwicklergruppe

  • Drei Wochen Friedenspropaganda

    Auch auf der Leipziger Buchmesse bieten wir Probeabos an
    jW-Geschäftsführer Dietmar Koschmieder protestiert auf der Leip
    jW-Geschäftsführer Dietmar Koschmieder protestiert auf der Leipziger Buchmesse 2004 gegen einen Stand der Bundeswehr

    Vielleicht erinnern Sie sich: Die Verwendung des Liedes »Kleine weiße Friedenstaube« trug junge Welt ein partielles Radiowerbeverbot wegen »Friedenspropaganda« ein. Diese bleibt Kern unserer Tätigkeit. Dazu gehört die 14teilige Chronik des NATO-Überfalls auf Jugoslawien, die am 15. März startete und die Sie in dieser Zeitung bis zum 4. April weiterlesen können. Christoph N. aus Bautzen, bisher jW-Online- und gelegentlicher -Kioskleser, gehört zu jener überraschend großen Leserschar, die sich gerade wegen dieser jW-Serie für ein dreiwöchiges Probeabo entschieden hat. Über ein solches Angebot lassen sich nicht nur die Vorzüge der jungen Welt, sondern auch die der gedruckten Zeitung entdecken. Man kann sie entspannt am Frühstückstisch lesen, Ausgaben mit Serienbeiträgen sammeln und dann am Wochenende am Stück konsumieren. Lästiges Scrollen entfällt, der Inhalt der jeweiligen Ausgabe lässt sich rascher überblicken. Das Probebabo bietet damit die Möglichkeit, das journalistische Profil dieser Zeitung noch besser kennenzulernen. Es endet nach drei Wochen (in Österreich und der Schweiz nach zwei Wochen) ohne weiteres Zutun.

    Um Probeabos werben wir demnächst auch auf der Leipziger Buchmesse am jW-Stand. Dort und am benachbarten Stand des ebenfalls im Verlag 8. Mai erscheinenden Magazins für Gegenkultur Melodie und Rhythmus findet aktive Friedenspropaganda statt: Präsentiert wird das frisch aus dem Druck eingetroffenen M&R-Heft 2/2019 mit dem Schwerpunkt »Kriegspropaganda«. Und am Messewochenende erhalten Sie am jW-Stand eine junge Welt mit der Wochenendbeilage »Deutschlands Kriege« gratis. Ein auf der Buchmesse oder mit dem nebenstehenden Coupon bestelltes Probebao sichert Ihnen eines mit Gewissheit: drei Wochen Friedenspropaganda!

    Aktionsbüro

  • 119811.jpg

    Nun haben die gut 3.000 Besucherinnen und Besucher der XXIV. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz den Referentinnen und Referenten aufmerksam zugehört, sie haben die kämpferische Atmosphäre aufgesogen, vielleicht auch auf der RLK-Internetseite die einzelnen Auftritte noch einmal angeschaut. Dennoch fehlt etwas: Die Vorträge waren rundweg von einer Intensität, dass man sie gerne nachlesen möchte. Dazu ist nun die entsprechende Broschüre da. Sie enthält alle Reden, die Podiumsdiskussion, alle vorab in der jW zur Vorbereitung der RLK erschienenen Artikel und am Ende auch ein zusätzliches Kapitel zur Ermordung von Rosa und Karl vor 100 Jahren. Die 76 Seiten starke Broschüre ist für 4,90 Euro im jW-Shop oder an ausgewählten Kiosken erhältlich.

    www.jungewelt-shop.de/rlk_broschuere2019

  • Völkerrecht in Trümmern

    jW erinnert ab nächster Woche mit einem Kriegstagebuch an den Überfall auf Jugoslawien vor 20 Jahren
    Rüdiger Göbel, damals Redakteur im Ressort Außenpolitik der jung
    Rüdiger Göbel, damals Redakteur im Ressort Außenpolitik der jungen Welt, bei einer Fahrzeugkontrolle durch KFOR-Soldaten im Kosovo im September 1999

    Am 24. März 1999 gegen 20 Uhr begann die NATO mit der Bombardierung serbischer Städte aus der Luft sowie mit Marschflugkörpern, die von U-Booten aus abgefeuert wurden. Die Bundesluftwaffe beteiligte sich von Anfang an. Ein Mandat des UN-Sicherheitsrates gab es nicht, Jahre später räumte der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ein, dass der Krieg völkerrechtswidrig gewesen war – der erste deutsche Angriffskrieg seit 1945.

    Noch am 24. März erhielt jW ein Gedicht des Liedermachers und Schriftstellers Franz Josef Degenhardt (1931–2011), das einen Tag später auf der Titelseite erschien. Es begann mit den Worten: »Deinem Urgroßvater haben sie erzählt: Gegen den Erbfeind. Für das Vaterland. Und er hat das tatsächlich geglaubt. (…) Deinem Großvater sagten sie: Gegen die slawischen Horden. Für die abendländische Kultur. Er hat das wirklich geglaubt. (…) Deinem Vater erzählen sie jetzt: Gegen die Völkermörder. Für die Menschenrechte. Für den Frieden. Unglaublich – er glaubt’s.«

    Der NATO-Luftkrieg gegen Serbien und Montenegro bedeutete eine Zäsur – die »westliche Wertegemeinschaft« verübte erstmals seit dem Ende der Sowjetunion Staatsterror und legte nicht nur Städte und Dörfer in Trümmer, sondern auch das Völkerrecht. Für jW und ihre Leserschaft markierte dieser Tag ebenfalls einen tiefen Einschnitt: Mehr noch als zuvor verstehen wir uns seitdem als tägliche Zeitung gegen imperialistischen Krieg. Er wurde in den folgenden zwei Jahrzehnten Alltag. Viele Leserinnen und Leser wissen seit 1999: In jW erhalten sie Gegeninformationen, die woanders nicht zu lesen sind. Nicht wenige aber waren damals irritiert und fragten uns empört: Steht jW jetzt auf Seiten des »Schlächters von Belgrad«, wie die übrige deutsche Presse den gewählten serbischen Präsidenten Slobodan Milosevic nannte? Auch unter Linken zeigte der mediale Druck Wirkung. jW-Kommentator Werner Pirker (1947–2014) schrieb in der Ausgabe vom 24. März 1999, also vor Beginn der Bombardierungen: »Die ›Serbien muß sterbien‹-Propaganda von 1914 war gegenüber dem totalen Medienkrieg 1999 von geradezu Wienerischer Gelassenheit. (…) Der globale Machtanspruch des Westens bedarf der behaupteten Existenz von Schurkenstaaten. An der Spitze dieser Länder haben Schurken mit absoluten diktatorischen Vollmachten zu stehen.«

    Mit jedem Krieg des Westens seit 1999 stellten sich diese Sätze als wahr heraus: Der Krieg begann lange vor dem ersten Schuss in den Staats- und Konzernmedien. Viele, die unsere Haltung zunächst kritisierten, erkannten im nachhinein deren Berechtigung. Unsere Überzeugung ist: Kriegszeiten wie diese, in denen sich in Venezuela das Szenario von 1998 und 1999 wiederholt, in denen die Taz zum Frauentag die Bundeswehr für Freiheit, Sicherheit und Gleichberechtigung werben lässt, brauchen die junge Welt.

    Wir werden an die »humanitäre Intervention« der NATO von 1999 mit Analysen, Kommentaren, einer Beilage und ab dem 15. März mit einem Kriegstagebuch von Rüdiger Göbel erinnern. Wer ein kostenloses Probeabo abschließt, wird alles lesen können. Krieger brauchen Kontra.

    Arnold Schölzel
  • Volles Programm

    Mit dem Onlineabo steht einem die junge Welt offen: Kommentarfunktion, Archiv und alle Artikel einer Tagesausgabe
    119516.jpg

    Warum nicht auch mal zu einem junge Welt-Artikel seinen Kommentar abgeben? Auf der jW-Website geht das; diese Möglichkeit wird von vielen Onlineabonnenten wahrgenommen. Warum nicht nachlesen, was vor Jahren in der jungen Welt zum Jugoslawien-Krieg stand? Geht auch, aber nur, wenn man mit einem Onlineabonnement Zugang zum Archiv, dem Wissensschatz der jungen Welt hat. Und warum nicht endlich im Internet alle Artikel einer Tagesausgabe lesen? Viele jW-Leserinnen und -Leser können das noch nicht, denn ihnen fehlt das entsprechende Abo dazu. Genau an diese Gruppe wenden wir uns mit der aktuellen Onlineaboaktion. Wir können nur sagen: Machen Sie es! Gehen Sie einfach auf die Aboseite ­und füllen Sie das Formular aus. In Nullkommanix bekommen Sie ein Passwort zugesandt und schon sind Sie startklar. Das Normalabo kostet mit 18,60 Euro nicht die Welt, die junge Welt gibt es dafür mit vollem Programm. Wir bieten übrigens neben dem normalen Abo ohne Prüfung ein Sozialabo an – und für alle, die es sich leisten können, ein Solidaritätsabo.

    Auch der Abonnent der Printausgabe kommt hin und wieder in die dumme Situation, dass er außer Haus ist, wo sein junge Welt-Exemplar wohlbehütet liegt, sie bzw. er aber die aktuelle Ausgabe gerade in diesem Moment dringend braucht. Eben für solche Fälle bieten wir unseren Printabonnenten die Onlineergänzung an. Für einen kleinen Zusatzobolus kann das volle jW-Programm abgerufen werden. Und es gilt hier ebenso: Auf die Aboseite ­gehen und das Formular ausfüllen!

    Entwicklergruppe